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Test: Terminator - Die Erlösung

Ob das Spiel tatsächlich eine Erlösung ist? Wir haben dem Terminator auf den (Blech-)Zahn gefühlt.
 Terminator - Die Erlösung
Es gibt im Filmgeschäft ein paar ungeschriebene Gesetze. Eines besagt, dass Bösewichte (besonders im Sci-Fi und Horrorgenre) nie wirklich sterben. Egal wie oft man sie erschießt, absticht oder mit dem Bulldozer überrollt; sie kommen immer wieder. Spätestens im nächsten Film. Skynet ist auch so ein Fall. Der umtriebige Supercomputer schafft es immer wieder, die Menschheit an den Rand der atomaren Vernichtung zu bringen. Im mittlerweile vierten Teil Terminator: Die Erlösung (Filmkritik lesen) kämpft John Connor das erste Mal nicht mehr in der Gegenwart gegen die durchgeknallte KI, sondern in der bisher nur andeutungsweise gezeigten postnuklearen Zukunft. Ein zweites Gesetz besagt, dass es zu jedem größeren Kinofilm eine Spielumsetzung geben muss und diese sind in vielen Fällen einfach Schrott. Gilt das auch für Terminator: Die Erlösung (TDE)?

Ein stinknormaler Tag beim Widerstand

Zeitlich spielt das Game ein paar Jahre vor der Handlung des Films und hat mit diesem fast nichts zu tun. Ihr spielt John Connor (den man nur mit viel Fantasie überhaupt als solchen erkennt) und seid gerade dabei nach einem schweren Gefecht die Gegend zu evakuieren, als ein Funkspruch von ein paar Zivilisten empfangen wird, die hinter den feindlichen Linien in der Klemme sitzen. Wie sich das für einen anständigen Retter der Menschheit gehört, steigt John natürlich nicht in den bereitstehenden Hubschrauber, sondern macht sich zu Fuß auf den Weg, um die eingekesselten Leute zu retten. Ohne viel spoilern zu wollen: Genau das ist das Ziel des Spiels. Keine unerwarteten Wendungen, keine Überraschungen. Am Ende rettet ihr drei Zivilisten (wobei auf dem Weg dahin mindestens zehn mal so viel von den eigenen Leuten sterben) und fliegt mit dem Hubschrauber in den Sonnenuntergang. Das war's.

I'll be back and back and back and...

Bis dahin vergehen 4-5 Stunden die man als durchschnittlicher Spieler so in etwa für die 9 Level braucht. TDE lässt sich dabei ganz eindeutig in die Schublade der 3rd-Person-Shooter packen. Ihr bewegt eure Spielfigur, die grundsätzlich immer von ein paar KI-gesteuerten Kameraden begleitet wird, durch strikt lineare Level und legt euch alle paar Meter mit einer handvoll Blechkrieger an. Eine Prise Taktik kommt dabei durch das Deckungssystem zustande: per Knopfdruck geht ihr hinter Kisten, Schrottautos und allem was sonst noch so als Deckung in Frage kommt in Stellung und wartet auf einen günstigen Moment um zurückzuballern oder die Position zu wechseln. Auffällig ist dabei, dass die hochentwickelte KI nie auf die Idee kommt, einfach um die Deckung herumzulaufen und den dahinter hockenden Widerstandskämpfer schnell und bequem abzumurksen. Stattdessen eiern die Blechheinis immer brav vor dem Hindernis herum und ballern ihre Magazine in die Gegend. Andererseits wäre das Spiel auch unschaffbar schwer, wenn die Gegner wirklich intelligent vorgehen würden, da sie einiges einstecken.
Neben den altbekannten Endoskeletten wirft euch Skynet auch so manch neue Kreation entgegen, die selbst im Film nicht auftaucht. So gibt es z.B. fliegende Drohnen (auch Wespen genannt) die allerdings eher harmlos sind. Anders sieht es da bei den vorne schwer gepanzerten Spiderbots aus. Diese flankiert man am besten, um an die ungeschützte Batterie am Rücken heranzukommen, während die Kollegen das Feuer auf sich ziehen. Hin und wieder müsst ihr euch auch mit Jäger-Killern oder den übergroßen Harvestern herumärgern. Bei der Begegnung mit dem Möchtegern-Transformer müsst ihr aber nur kurz ein paar Salven ausweichen und euch dann in die Kanalisation flüchten. Da hätte man mehr draus machen können. Die Jäger-Killer hingegen könnte man noch am ehesten als Boss-Gegner einstufen, sie sind aber im Endeffekt auch keine große Herausforderung. Das der Schwierigkeitsgrad des Spiels generell nicht sonderlich hoch ist, liegt zum Teil auch daran, dass sich der Lebensbalken nach jeder geschafften Gegnerwelle komplett wieder auffüllt.

Sci-Fi Schießbude

So ballert man also mit einer handvoll Standardwaffen die immer gleichen 5-6 Gegnertypen nieder. Immer und immer wieder. Sogar die sonst üblichen Schalterrätsel oder Jump&Run-Einlagen (Connor kann nicht springen) fehlen völlig. Immerhin schafft es Entwickler GRIN optisch ein stimmungsvolles Endzeit-Szenario zu präsentieren, auch wenn man oft das Gefühl hat, dass die Gegend eigentlich noch viel zu intakt wirkt, wenn man es mal mit den Filmen vergleicht.
Für etwas Abwechslung sorgen immerhin die eingestreuten Railshootersequenzen, wo Connor hinter einem stationären Geschütz Platz nimmt und in allerlei Verfolgungs- und Geleitschutzsequenzen Gegner aufs Korn nehmen muss. Meistens sind diese Sequenzen nett inszeniert, was aber auch nur bedingt über deren simplen Schießbudencharakter hinwegtäuscht.
TDE verfügt auch über einen Koop-Modus, in dem man die Kampagne mit einem zweiten Spieler im Split-Screen durchspielen kann. Der Koopmodus funktioniert allerdings leider wohl nur mit dem XBox360-Controller.
Screen 1
In einer Railshootersequenz hält sich Connor einen Jäger-Killer vom Leib.
Screen 2
Den Harvester erlebt man allenfalls als im Hintergrund wütendes Ungetüm. Verschenktes Potenzial.
Screen 3
Kurz vor Schluss fährt man in einer Art Panzer durch die Gegend. Stilecht in roter Terminator-Sicht.
Screen 4
Die T-600 sind nur an ihrer Brustplatte verwundbar.
Screen 5
Im U-Bahn-Tunnel wehrt Connor mit dem Raketenwerfer Motorrad-Terminatoren ab.
Screen 6
Die Idylle trügt. Der nächste Blecheimer lauert schon in den Ruinen.

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Terminator - Die Erlösung

Packshot
3D-Shooter
von GRIN, Warner Bros. Interactive Entertainment
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCMai 2009
PS3Mai 2009
360Mai 2009

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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