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Test: Battlefield Heroes
Kostenlose Schlachtenatmosphäre oder lauer Comic-Quatsch?
Vor rund 1 ½ Jahren kam die Ankündigung eines neuen Battlefield-Ablegers. Die Vorfreude war unter allen Freizeitsoldaten natürlich groß, aber was man dann zu Gesicht bekam, war doch eher überraschend. Eine 3rd-Person Ballerei im Comic-Look a la Team Fortress 2 , das eindrucksvoll bewiesen hat, dass ein Spiel im Zeichentrick-Stil auch taktische Tiefe und spielerischen Mehrwert haben kann. Klar das EA und Entwickler DICE da auch einen Stück vom Kuchen abhaben wollen. Anders als der kostenpflichtige Taktik-Shooter aus dem Hause Valve, kommt Battlefield Heroes völlig umsonst daher und lässt sich über den Browser spielen. Nach rund einjähriger Verschiebung sind nun und ohne große Ankündigung die Server geöffnet. Wir stürzten uns natürlich sofort in die Schlacht und haben jetzt einen Bericht direkt von der Front für euch. Drei-Klassen-GesellschaftNachdem man sich bei EA registriert und das AddOn für den Browser runtergeladen hat, geht’s los mit der Charaktergenerierung. Zwei Parteien – Royal Army und National Army – und drei Klassen stehen zur Wahl: Ein leicht bewaffneter Soldat, der seine Kollegen auch heilen kann, bildet den Support. Für Firepower sorgt der Gunner, der u.a. auch einen Raketenwerfer benutzen kann. Zu guter Letzt gibt es den Commando, der gezielt mit dem Scharfschützengewehr feindliche Einheiten ausschaltet.Hat man sich für einen Charakter entschieden, darf man ihn einkleiden und frisieren. Die Standard-Auswahl ist dabei sehr gering. Wer exotischere Objekte, wie eine Sonnenbrille, einen Schal oder ein Shirt mit dem Aufdruck „I’m with stupid“ besitzen will, muss diese käuflich erwerben und zwar gegen echtes Geld. Die Währung von BF Heroes nennt sich Battlefunds. 700 Punkte kosten 5 Euro. Eine Klamotte kostet für einen Monat 140 Funds, wer sein Teil für immer haben will, blättert 560 Funds hin. Spielerischen Nutzen haben die Kleidungsstücke keine, darum fiel es mir als Nudistenfreund auch nicht schwer, möglichst wenig Kleidung anzubehalten. Wer also einen unbehaarten Glatzkopf in Unterhose trifft, das könnte ich sein. Allerdings kann man sich auch einen Erfahrungsboost gegen Geld kaufen, der einen schneller die Karrierelaufbahn erklimmen lässt. Geringer UmfangErfahrungspunkte gibt es für Abschüsse. Seinen Gegner zu treffen reicht ebenfalls für ein paar Punkte. Richtig viele der sogenannten Valor Points gibt es, wenn man einen Platz erobert, an dem eine Fahne weht. Es reicht sich einfach daneben zu stellen und zu warten bis die eigene Flagge die Spitze erreicht. Der Ort dient dann auch als Spawnpunkt, zu denen man automatisch zugewiesen wird. Erfahrungspunkte lassen sich auch durch das Erfüllen diverser Mission ernten. Die Aufgaben kann man sich vor Spielbeginn selber aussuchen, darunter simple Sachen wie „Erobere drei Flaggen“ oder „Erziele in einer Runde fünf Abschüsse“.Der Conquest-Modus ist auf den vier Maps übrigens die einzige Variante. Die Karten sind zum Teil mit Fahrzeugen bestückt. Es gibt lediglich drei Vehikel: Panzer, Jeep und Flugzeug. Alle steuern sich sehr arcadelastig und besitzen kein Schadensmodell. Feuer und andere schöne DingeMit den gesammelten Valor Points darf man seinen Soldaten aufrüsten. Zum einen kann man in bessere Waffen investieren, zum anderen kann man auch neue Animationen für die Figur erwerben, die dann z.B. ein OK-Zeichen von sich gibt wenn die Luft rein ist.Neben den Valor Points gibt es noch die Hero Points, die auf dieselbe Weise erspielt werden. Diese besonderen Punkte dürfen in Fähigkeiten investiert werden. Da gibt es beispielsweise den sechsten Sinn, mit dem man die Feinde durch Wände sehen kann oder brennende Munition, die dem Gegner ordentlich Feuer macht. Diese besonderen Begabungen halten jeweils nur für wenige Sekunden an und brauchen danach erst einmal eine Cooldown-Phase bevor sie wieder eingesetzt werden können. Je mehr man in eine Fähigkeit investiert, umso länger hält der Effekt an und umso kürzer ist die Cooldown-Phase. Dieses Erfahrungssystem hat durchaus seinen Reiz und kann für längere Zeit motivieren. Ich fliege?Nervig ist die ungenaue Steuerung und die Tatsache, dass man aus der 3rd-Person-Perspektive nicht besonders gut zielen kann. Oft heißt es einfach nur draufhalten. Das unterstreicht nochmal den Unterschied zu den herkömmlichen Battlefields, die deutlich weniger actionreich, dafür eher taktikorientiert daher kommen.Im optischen Vergleich zu Team Fortress 2 zieht BF Heroes ganz klar den Kürzeren. Die Areale sind deutlich detailärmer und häufig nur mit Texturtapeten überzogen. Desweiteren gibt es immer mal wieder seltsame Animationen zu bestaunen, besonders dann, wenn man angefahren wird. Die Figur fliegt dann jedes Mal mehrere Meter durch die Luft, was nicht nur doof aussieht, sondern ferner ziemlich nervt. |
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