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Test: Anno 1404
Kann die neueste Version den Vorgänger noch toppen?
Zwei Dinge sind unendlich. Laut Albert Einstein die Expansion des Universums, meiner Meinung nach auch Fortsetzungen eines erfolgreichen Spieletitels. Da die Anno-Serie für europäische Verhältnisse geradezu bombastische Verkaufszahlen hinlegt, prognostiziere ich eine extreme Annäherung ans Universum, die mit dem vorliegenden Anno 1404 wieder einen Schritt voran kommt.Neue KarriereAnno typisch stimmt ein nettes Rendervideo auf die Besiedelung mehrerer Eilande, diesmal auch mit orientalischem Einschlag, ein. Im Hauptmenü angekommen wird erst einmal ein Spielerprofil angelegt.Bereits zu Beginn ist schon ein erster Unterschied zum Vorgänger zu bemerken: Es wurde dankenswerterweise eine Kampagne mitgeliefert. Diese handelt von einer mysteriösen Krankheit des Kaisers, die auch noch etliche andere politische wie auch militärische Verwicklungen nach sich zieht. Die Kampagne dauert gute 20 Stunden und ist als netter Bonus zum Endlosspiel anzusehen. Womit ihr auch anfangt, ich würde euch dringend empfehlen zunächst eine Feinabstimmung der Grafikoptionen durchzuführen. Das eingebaute Benchmark Tool erledigt seine Sache zwar zufriedenstellend, dürfte aber eher etwas defensiv eingestellt worden sein. Speziell auf schwächeren Maschinen kann man hier noch einiges herausholen. Auf ins UnbekannteGanz traditionell eingestellt nehme ich als erstes das Endlosspiel in Angriff. Nach Festlegung diverser Grundeinstellungen wie Beschaffenheit der Inseln, Anzahl der Gegenspieler, Siegbedingungen und Auswahl des Schwierigkeitsgrades schippere ich auch schon mit meiner kleinen Nussschale der ersten besiedelungswürdigen Insel entgegen. Ich habe mich für ein Eiland mit vielen Eisen- und Steinvorkommen und der Möglichkeit Hanf und Weizen anzupflanzen entschieden.Nachdem ich mein Kontor an der Küste errichtet habe, meldet sich ein gewisser Richard Northburgh zu Wort. Er stellt das Bindeglied zwischen mir und dem Königreich in der alten Welt dar. Vorbei sind die Zeiten des reisenden Händlers. Northburgh übernimmt dessen Rolle, und ist quasi als verlängerter Arm der Königin sowie als freundlich gesinnter Mitspieler omnipräsent. Er deckt mich auch gleich mit einer Reihe guter Ratschläge ein, die ich aber geflissentlich ignoriere. Wäre doch gelacht wenn ich mein Hanfimperium nicht aus eigener Kraft zum Laufen bringe. Nachdem ein Marktplatz erschaffen und dutzende Bauernhäuser errichtet wurden, kann ich anhand der Bedürfnisübersicht klar erkennen was das Fußvolk benötigt, um in eine höhere Bürgerklasse aufzusteigen. In meinem Fall lechzt das Bauernvolk nach einer Kapelle, Kleidung und gehörig viel Apfelmost. Eine Schenke muss also her. Gerade der Bedürfnisbereich eurer Untertanen ist das Kernelement des Spiels und braucht eure ganze Aufmerksamkeit. Anfangs sind die Grundbedürfnisse der Bauern einfach zu stillen. Für die Abdeckung der vier Bereiche reicht exakt ein Gebäude. Soll ein Bürger aber zum Patrizier aufsteigen so werden als Schlüsselprodukte Gewürze benötigt. Dabei kommt auch die augenscheinlichste Neuerung ins Spiel. Der OrientDiese Inseln befinden sich in der südlichen Hemisphäre der Spielwelt und sind bis auf einen anderen Grafikstil bei den Gebäuden, sowie komplett andere Produktionsgebäude und Produkte gameplaytechnisch identisch. Da meine verwöhnten Bürger mir momentan ständig in den Ohren liegen, das sie unbedingt Gewürze kosten wollen, und ich der Patrizier Entwicklungsstufe nicht abgeneigt bin, schippere ich also gen Süden um mit einer orientalischen Siedlung Kontakt aufzunehmen.Nach nur wenigen Minuten kommt meine kleine Barke in einer arabischen Niederlassung an und der Chef-Diplomat lädt auch gleich zum fleißigen Handeln ein. Gewürze habe er natürlich im Angebot, aber zum stolzen Preis von 95 Goldmünzen je Tonne. Zähneknirschend gehe ich auf den Handel ein, wohlwissend das so schnell wie möglich eine eigene Produktion her muss. Bevor ich aber die Erlaubnis zur Bebauung einer orientalischen Insel erhalte, muss ich mich beim Botschafter des Sultans gehörig einschmeicheln. Es gilt also etliche Schiffsladungen an Geschenken und wertvollen Schenkungsurkunden zu meinen arabischen Freunden zu liefern. Ich beschließe den kurzfristigen Bedarf an Gewürzen durch Handel zu stillen, und mich erstmal dem Ausbau meiner Hauptinsel zu widmen. |
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