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Als vor rund neun Jahren Flucht von Monkey Island erschien, handelte es sich dabei nicht nur um Guybrush Threepwoods vorerst letztes Abenteuer, sondern bedeutete zugleich auch den Abschied von Lucas Arts aus dem Adventure-Genre. Die Jahren gingen ins Land, die Hoffnungen schwanden und schließlich glaubten lediglich ein paar unverbesserliche Optimisten an einen fünften Teil der Kult-Serie. Doch die Voodoo-Götter sind den Monkey Island-Fans offensichtlich wieder wohlgesonnen. Telltale Games, die mit der Reaktivierung von Sam & Max bereits eine Menge Lob und Respekt einheimsen konnten, bescheren uns endlich ein neues Abenteuer mit unserem Lieblings-Piraten. Wie von Telltale bekannt, wird auch Tales of Monkey Island im Episodenformat vertrieben. Wir haben die erste Episode, Launch of the Screaming Narwhal getestet und sagen euch, ob Guybrushs Comeback geglückt ist.Guybrush Threepwood, Mighty Pirate™Guybrushs neuestes Abenteuer beginnt gleich mit einen Showdown auf hoher See. Der mächtige Pirat (zumindest glaubt Guybrush das von sich selbst) kommt gerade noch rechtzeitig, als Le Chuck, der zudem auch noch Guybrushs Frau Elaine in seiner Gewalt hat, ein unglaublich oberböses Voodoo-Ritual abschließen will, um die Herrschaft über die Ozeane an sich zu reißen. Nach einigen Rätsel- und Spielminuten ist es schließlich so weit. Wir entern Le Chucks Schiff und besiegen ihn im Duell dank einer Voodoo-Klinge. Dummerweise läuft dabei nicht alles wie geplant. Der Geisterpirat stirbt nicht etwa, sondern wird menschlich. Darüber hinaus springt seine Bosheit auf Guybrush über und infiziert dessen Hand. Als wäre das nicht schon schlimm genug, fliegt durch ein dummes Missgeschick, für das Guybrush natürlich überhaupt keine Verantwortung trägt, Le Chucks gesamter Kahn in die Luft. Guybrush wird ins Meer geschleudert und erwacht erst am Strand einer Insel, die sich in der Folge als Flotsam Island herausstellt. Hier hängt er während der ersten Episode bzw. des ersten Kapitels fest und muss einen Weg von der Insel finden, um Elaine, wenn sie denn noch lebt, aus den Klauen von Le Chuck zu befreien.Die Story ist Monkey Island-typisch absurd, skurril, lustig und spannend zugleich. In jedem Fall fügt sie sich nahtlos in die bisherige MI-Spielwelt ein. Auch die Charaktere bestätigen diesen positiven Eindruck. Guybrush ist wieder der Möchtegern-Pirat, der von sich selbst überzeugt ist, dabei jedoch nie arrogant, sondern sympathisch wirkt und jedes Fettnäpfchen mitnimmt. Insbesondere wenn er sich gerade zu sehr auf die eigene Schulter klopft, passiert in genau jenem Moment ein Missgeschick. Diese kleinen Katastrophen, seine Kommentare, die altbekannten Anspielungen auf Guybrushs Namen sowie die Interaktionen mit den anderen Charakteren (insbesondere, wenn Guybrushs infizierte Hand ein Eigenleben führt) sorgen immer wieder für Lacher und kleine Schmunzler. Überhaupt sind die gewohnt skurrilen NPCs äußerst gelungen und fügen sich gut in die MI-Spielwelt ein. Etliche Anspielungen (eine gewisse Pflanze, Murray etc.) an frühere Lucas Arts-Adventures sorgen zudem für dichte Atmosphäre. Insgesamt wirkt die Spielwelt in sich sehr stimmig und steht in der Tradition der Monkey Island-Serie. | ||||||||||||||||||||||||
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