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Test: Trine
Innovatives, schickes 2D-Jump&Run-RPG
Die Welt wird von einer Armee Untoten überrannt. Die Diebin Zoya möchte diese Situation ausnutzen, um unbemerkt in die Astrale Akademie einzubrechen und ein Artefakt namens Trine zu stehlen. Als sie das Objekt in Händen hält, stolpert sie jedoch über den Magier Amadeus und den Ritter Pontius, wobei der Trine ein Eigenleben entwickelt und die drei an sich bindet. Fortan kann nur jeweils einer der drei Recken außerhalb des Artefaktes existieren. Also arbeiten sie gezwungener Maßen zusammen und versuchen das Geheimnis um den Trine zu lüften, um schließlich die Bindung wieder zu lösen.Drei gewinntDie Suche nach Hinweisen gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn neben den stets präsenten Untoten, gilt es zahlreiche Hindernisse zu überwinden. In Zeiten von Physik Engines wäre das jedoch viel zu simpel. Vielmehr muss man die individuellen Fähigkeiten jedes Charakters einsetzen, um die insgesamt 15 Level zu bewältigen.Zoya erwehrt sich z.B. nicht nur mit ihrem Bogen, sondern verfügt über einen Greifhaken, den sie an hölzernen Oberflächen befestigen und sich so etwa über Abgründe schwingen kann. Pontius verlässt sich hingegen lieber auf Schwert und Schild, um sich der untoten Brut zu entledigen. Seine Stärke erlaubt es ihm außerdem, Objekte aufzuheben und durch die Luft zu werfen, wodurch sich so manches Säurebad umgehen lässt. Amadeus unterstützt die Helden mit seiner Magie. Diese erlaubt es ihm, Kisten und später sogar Brücken und Plattformen herbeizuzaubern, die so manch unüberwindbare Stelle zu einem Spaziergang werden lassen. Ein Jump&Run RPG?Die Helden können nicht von Anfang an auf ihr gesamtes Fähigkeitsrepertoire zurückgreifen. Man sammelt Erfahrung in Form von kleinen, gründen Fläschchen, die in der Umgebung oder bei erschlagenen Gegnern gefunden werden können. Während einige leicht erreichbar sind, muss man für andere schon sehr akrobatische Leistungen erbringen, um sie sein Eigen nennen zu können.Je 50 gefundener Objekte steigen sämtliche Charaktere um eine Stufe und erhalten damit einen Fähigkeitspunkt, mit dem sie ihre verborgenen Talente freischalten dürfen. Schießt die Diebin auf Stufe 1 z.B. noch einen kläglichen Pfeil, spickt sie ihre Feinde später mit drei Stück pro Schuss. Sonderlich komplex ist dieses System jedoch nicht geraten, denn jeder Recke verfügt hier lediglich über drei unterschiedliche Möglichkeiten, die in je drei Stufen ausbaubar sind. Zusätzliches RPG-Flair bringen die in Schatzkisten versteckten Gegenstände ins Spiel. Diese darf man frei zwischen den dreien tauschen, um ihnen etwa unendlich Atemluft beim tauchen oder mehr Mana für Spezialangriffe bzw. Zauber zu verleihen. Kein OnlinemodusDie abwechslungseichen Level lassen sich jedoch nicht nur alleine im Wechsel zwischen den drei Charakteren durchwandern, sondern mit bis zu zwei Freunden an einem Computer - Online- oder LAN-Modus gibt es nicht. Egal ob mit Maus/Tastatur oder Controller, die Figuren lassen sich allesamt problemlos über die Bildfläche steuern. Im Falle der Diebin benötigt man jedoch etwas mehr Übung, denn der Greifhaken erfordert schon einiges an Zielgenauigkeit, um sich etwa auf eine erhöhte Plattform schwingen zu können.Erst mit mehreren Spielern entfaltet der Titel jedoch sein volles Potential, denn dann erweitern sich die Möglichkeiten um ein vielfaches. So stellt sich der Magier z.B. auf eine Kiste, die der Ritter über einen Abgrund wirft, woraufhin der Magier diesen, dank seiner telekinetischen Fähigkeiten, auf selbiger Kiste zu sich schweben lässt. Ob Einzel- oder Mehrspieler, es kommt jedoch irgendwann der Punkt, an dem man eine Taktik findet, die bei so ziemlich jedem Hindernis zum Erfolg führt. Dem wirkt das Spiel entgegen, indem die Hindernisse in den späteren Levels immer weniger Überlegung erfordern, dafür aber schnellere Reaktionen. Den Gipfel erreicht das Ganze im völlig absurden letzten Level, wo man sich von steigender Lava verfolgt einen Turm hocharbeiten muss. Und zwar ohne die sonst so fair verteilten Checkpoints, sterben also alle drei Recken, darf man wieder ganz von vorne anfangen. Deutsche Demo, englisches SpielObwohl es sich bei Frozenbyte um ein unabhängiges Studio handelt, muss sich die eigens entwickelte Grafikengine nicht verstecken. Es kommt nicht selten vor, dass man mitten im Spiel anhält, um die wunderschön gestalteten Hintergründe zu bewundern. Passend dazu vermitteln auch die Animationen ein überwiegend positives Bild. Untermalt wird das ganze von der harmonischen Musik von Ari Pulkkinen, was die technische Präsentation gekonnt abrundet.Über den englischen Synchronsprecher, der während der Ladezeiten die (recht belanglose) Geschichte vorantreibt, gibt es ebenfalls nichts zu mäkeln. Vielmehr jedoch, dass eine deutsche Sprachausgabe und generelle Übersetzung vollkommen fehlt, obwohl diese in der Demo noch vorhanden ist. Auf ein Handbuch wurde ebenfalls verzichtet, was man dank der eingeblendeten Hilfetexte im Spiel jedoch einigermaßen verschmerzen kann. |
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