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Test: Patrol Torpedo Boats – Knights of the Sea

Kann der Kanonenboot-Simulator Silent Hunter das Wasser reichen?
 Patrol Torpedo Boats – Knights of the Sea
Nischenprodukte sind ja immer so eine Sache. Sie erreichen nur eine kleine Gruppe und haben auch nicht das finanzielle Polster für die Entwicklung. Deshalb haben sie meistens auch minderen Erfolg. Rondomedia verspricht uns mit PT Boats – Knights of the Sea eine actionlastige Mischung aus Kanonenboot-Simulation und Strategie.

Torpedo - Feuer frei!

Wer kennt sie nicht, die tapferen Männer von den Kanonenbooten. Natürlich kaum jemand, sonst wäre PT Boats, was übrigens für Patrol-Torpedo-Boats steht, kein Nischenprodukt. Rondomedia schenkt diesen kleinen Kampfschiffen des 2. Weltkriegs ein eigenes Spiel. Und trotzdem durfte man schon andernorts diese kleinen aber sehr schnellen Boote bemannen und auf Schiffsjagd gehen. In Battlestations MidwayWeitere Infos bzw. Battlestations PacificWeitere Infos nämlich.
Mit diesem Actionschwergewicht muss sich PT Boats jetzt messen, das genauso wie PT Boats die Möglichkeit des Wechsels in einen strategischen Modus bietet. Hier kann man nicht nur das eigene, sondern auch andere Kanonenboote und auch größere Schiffe, wie Zerstörer und Kreuzer steuern. Allerdings kann man bei größeren Kampfschiffen nicht auf die einzelnen Geschütze schalten, wie man es auf den Kanonenbooten kann.
In der Kampagne der Action-Simulation geht es an verschiedene Orte, wie etwa die Nordsee, den Pazifik oder den Atlantik. Die Aufgaben in den 25 Missionen, die in 5 verschiedene Episoden unterteilt sind, wirken zunächst interessant: Es müssen Gegner ausfindig gemacht, Verbündete gerettet, Dokumente gesichert oder Konvois vernichtet werden. Im Endeffekt reduzieren sich die Einsätze allerdings auf das Zerstören von Schiffen bzw. das zu verhindern. Das Ganze wird dann in unterschiedliche Situationen verpackt, wie Tag/Nacht, Nebel, Anzahl Schiffe, feindliche Flugzeugen oder nicht... Und auch, wenn man einige Einsätze auf der gegnerischen Seite spielt, tauschen nur die Einsatzziele und statt Angriff gibt es wieder Verteidigung.
Aber schlimmer geht’s immer. Denn trotz des zwei- und vierfachen Geschwindigkeitsraffers dauern die Fahrten teilweise viel zu lang und zwischen den Einsätzen gibt es weder eine Geschichte noch eine Karriere zu verfolgen, was die Motivation massiv stört. Etwas langlebiger wird die ganze Sache durch den 16-Spieler Mehrspieler-Modus, dem aber eine Internetfunktion fehlt.

Simulation oder Arcade?

Als Simulation zeigt sich PT Boats recht durchwachsen. Hier muss sich das kleine Spiel mit Silent Hunter 4Weitere Infos vergleichen lassen und da gibt es mehrere Schwachstellen. Wie bei Silent Hunter kann man die einzelnen Geschützpositionen einnehmen, dazu gibt es realistische Magazinwechsel, einzelne Matrosen können verwundet oder getötet werden, es gibt ein Schadensmodell für einzelne Bereiche usw. Man kann sogar den Matrosen beim Sprung ins Wasser zuschauen, wenn diese sich vom sinkenden Boot retten.
Auf der anderen Seite ist es recht actionlastig. Es gibt keinen Sprit, das Schadensmanagement ist stark vereinfacht – wie bei Battlestations -, man erfährt kaum etwas über die verschiedenen Schiffstypen und einiges mehr. Aber um an Battlestations heranzukommen, fehlt die Bewegung, die Abwechslung und vor allem die Motivation.
Beim Schwierigkeitsgrad zeigt sich auch ein durchwachsenes Bild. Während Verteidigungseinsätze recht einfach sind, werden Angriffsoperation schnell zum Frustfaktor. Die fehlende Speicherfunktion tut da ihr Übriges dazu. Immer wieder das Vorgeplänkel inkl. langer Fahrt zum Einsatzziel verlängern das Spiel nur künstlich und dämpfen weiter die Motivation.

Gut bedienbar

Beim Thema Steuerung macht PT Boats endlich mal eine gute Figur. Mit der Maus kann die Kamera einfach gedreht, gescrollt und gezoomt werden. Mittels Tastatur wird das Boot gesteuert, die Stationen betreten oder einfache Befehle für das Schadensmanagement vergeben. Der taktische Modus lässt sich wie in einem RTS bedienen. Es können sogar Wegpunkte vergeben oder die Waffen für den Kampf ausgewählt werden. Zusätzlich gibt es auch einen Kartenmodus, der alle Einheiten übersichtlich darstellt. Auch hier kann der Spieler jeder Einheit wie in einem RTS Befehle erteilen.
Die Oberfläche ist dabei recht einfach und intuitiv bedienbar. An der unteren Seite gibt es Infos über die ausgewählten Schiffe, ein Log zeigt die Nachrichten und eine Leiste mit den unterstellten Schiffen gibt schnell Aufschluss über den Zustand der Flotille. Im Kartenmodus gibt es sogar eine kleines Bild der Kamera, so das man auch hier immer den Überblick erhält.

Schön anzusehen

In Sachen Grafik kann man bei PT Boats auch nicht meckern. Gerade unter DirectX 10 kommen die verschiedenen Effekte richtig zur Geltung. Das Wasser, die verschiedene Schiffsmodelle und auch die seltenen Inseln und Küsten sehen recht gut aus. Einzig bei der Rauchdarstellung bricht die Leistung unverständlicherweise ein.
Beim Sound sieht es ähnlich aus. Die Sprecher haben einen guten Job gemacht, die Feuergefechte und Schiffsgeräusche hören sich echt an und die Musik passt ziemlich gut zum Thema.
Screen 1
Nebel, der Freund des Seemans.
Screen 2
Immer den Horizont im Auge behalten.
Screen 3
Retten wir die U-Boot Besatzung.
Screen 4
Auf der Karte gibt es genügend Übersicht.
Screen 5
Größere Schlachten gibt es auch zu schlagen.
Screen 6
Konvoi-Eskorte - eine wiederkehrende Aufgabe.

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Patrol Torpedo Boats – Knights of the Sea

Packshot
Marine-Simulation
von rondomedia, Akella
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCAugust 2009

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

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