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Gear Grinder ist ein Spiel dessen Goldstatus bereits 2007 vermeldet wurde, das dann irgendwann 2008 in Russland als Sledge Hammer auf den Markt kam und nun 2009 den Weg als überarbeitete Fassung nach Deutschland geschafft hat. Ein Hit-Kandidat hat wohl sicher einen anderen Entwicklungsweg vorzuweisen. Aber vielleicht taugt das Action-Rennspiel der russischen Entwickler von Targem Games ja doch etwas? Fahren, schießen, zerstörenJack Hammer - der Name des Alter Egos ist hier in der Tat Programm. Gerade durch dubiose Umstände der Hinrichtung in der Gaskammer entkommen und bewaffnet mit einem Truck der mit Waffen aller Art gespickt ist, zieht der kantige Kerl los um verruchten Gaunern, korrupten Bullen und wahrscheinlich auch gleich noch dem miesen und überteuerten Essen in Autobahnraststätten den Garaus zu machen. Die klischeehafte Story vom Anti-Helden kann man getrost vernachlässigen, zumal die hässlichen Zwischensequenzen Auge samt Sehnerv auf eine harte Probe stellen.Gerast, gedrängelt und abgeschossen wird in sechs Episoden, die wiederum in einzelne Rennen samt Bosskämpfe unterteilt sind. Klingt nach Masse, ist aber an zwei, drei Abenden erledigt. Für etwas Abwechslung sorgen immerhin die 13 verschiedenen Spielmodi. Neben Klassiker, wie jede Art von Rennen (mit oder ohne Punkte-, Boost- und/oder Zeitboni für das Zerstören anderer Fahrzeuge) oder Überleben (der letzte fliegt immer nach einem Timer raus), gibt es auch Aufgaben wie Slalom oder Bowling mit dem Truck zu meistern. Bei letzterem, wie beim Mini-Bombenauto, das an einer vorgebenden Stelle per Fernbedienung platziert werden muss, ist die Steuerung mehr als gewöhnungsbedürftig. Dabei lässt sich der Truck ansonsten doch recht simpel mit Tastatur oder X360-Pad per Verfolger- oder Cockpitperspektive steuern. So auch in den, vom Papier her Spaß versprechenden Arena-Kämpfen mit Power-Ups und jeder Menge Fahrzeugschrott. Dieser verschwindet allerdings auch gleich wieder wie von Geisterhand aus der Arena. Richtig gewaltig knallen, scheppern und knautschen, a la Destruction Derby & Co. tut es hier leider auch nicht, was den Fun-Faktor doch deutlich sinken lässt. Die beiden Modi Schutz oder Frachtlieferung sind wohl selbsterklärend. Beim Modus Geschützturm hingegen, wird der Truck von der KI gefahren und man versucht mit den Bordwaffen sämtliche Gegner innerhalb 360 Grad abzuballern. Was in Shootern oder Weltraumspielen immer ganz gut funktioniert, wird hier durch den langsamen Truck und die behäbigen Waffen zum Gähn-Modus. Renn-Truck oder Tank?Rennen für Rennen, bzw. Aufgabe für Aufgabe linear freischaltend zieht man durch die Episoden. Dabei kann man jederzeit per Tastendruck den Truck in die Renn- oder Kampfversion transformieren. Nach und nach schaltet man durch erreichen von Bronze-, Silber- oder Goldmedaillen zusätzliche Waffen, wie Kanonen, Sägen, Raketen oder gar Minen frei, die man in der Werkstatt an den Truck montieren lassen kann. Gleiches gilt für Upgrades für Getriebe, Motor, Booster, Panzerung, usw. Auch optisch lässt sich der Truck mit vorgefertigten Skins verschönern. Wobei „Verschönern“ bei der betagten Grafik wohl zu hoch gegriffen ist. Klobig, klotzig, detailarm – so lassen sich Fahrzeuge und Umgebung auf einen Nenner bringen. Einzig die Explosionseffekte, samt deren brachialer Vertonung sind auf Standardniveau. Da reißt auch die Synchronstimme von Hugh Jackman nicht mehr viel raus.Der Schwierigkeitsgrad lässt sich übrigens, genau wie das automatische Speichersystem, nicht verändern. Kommt man in einer Aufgabe mal nicht weiter, lohnt es sich daher mit den Upgrades oder Waffen herumzuspielen und den Truck für den entsprechenden Modus zu optimieren. Denn die Gegner-KI ist in höheren Episoden überaus fordernd. Für Frustmomente sorgen zudem leider hin und wieder Aufgaben, bei denen die Zeitlimits äußerst knapp bemessen wurden. Wer dem aus dem Weg gehen will, kann sich per LAN – und leider auch nur per LAN – mit acht weiteren Spielern oder Bots in den Modi Rennen und Arena messen. | ||||||||||||||||||||||
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