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Test: Twin Sector

Portal und Half Life 2 standen Pate, ist das Ergebnis gelungen?
 Twin Sector
Twin Sector ist ein 3D-Game aus der Ego-Perspektive, bei dem man nur eine einzige und zudem nicht letale Waffe zur Verfügung hat und bei dem Physikrätsel im Vordergrund stehen sollen. Das erinnert doch stark an PortalWeitere Infos und Twin Sector muss sich diesem Vergleich wohl oder übel auch stellen, da es noch mehr Parallelen gibt.

Postapokalyptischer Computerterror

Man schlüpft in die Rolle von Ashley Simms, eine Triathletin und Ausdauerschwimmerin, die dazu noch zweimal Freeclimbing Champion war. Und als ob das noch nicht genug wäre, gehörte sie noch zu einer Rettungseinheit und ist die Heldin von Redwood Rock, wo sie mal einer Höhlenexpedition den Arsch rettete. Da wundert es natürlich auch nicht, dass die Dame die gleiche Konfektionsgröße hat, wie Lara Croft.
Die Story ist ein wenig endzeitmäßig angehaucht. Da die Erdoberfläche - aus welchen Gründen auch immer - kontaminiert ist, hat sich eine große Gruppe Überlebender in einem unterirdischen Komplex in kryogenischen Tiefschlaf versetzen lassen, um auf bessere Zeiten zu warten.
Als die Lebenserhaltung zusammenzubrechen droht, gelingt es dem Sicherheitssystem OSCAR lediglich Ashley aus dem Winterschlaf zu wecken, um die Probleme zu beheben. So macht man sich, von der Computerstimme OSCARs geleitet, auf den Weg, den technischen Defekt zu beheben, da sonst möglicherweise alle Kryokammern ausfallen und deren Insassen sterben würden. Spätestens nachdem uns das Sicherheitssystem offenbart, dass offenbar ein weiterer, bis dato unbekannter Prozess gezielt Jagd auf Ashley macht, schleicht sich dass Gefühl ein, dass mehr hinter den Zwischenfällen in der Einrichtung steckt.

Telekinese statt Teleport

Die einzige „Waffe“ stellt ein Satz telekinetischer Handschuhe dar. Diese sind in etwa mit der Gravity Gun aus Half-Life 2Weitere Infos vergleichbar, mit dem Unterschied, dass nicht nur lose Gegenstände abgestoßen, oder angezogen werden können, sondern auch die Spielfigur selber davon beeinflusst wird, wenn man sie auf fixe Strukturen anwendet. So lassen sich zum Beispiel große Höhen überwinden, oder Stürze abbremsen. Interessant ist dieses Feature vor allem in einigen Räumen, in denen die Schwerkraft aufgehoben ist und es quasi die einzige Steuerungsmöglichkeit darstellt.
Wer nun interessante Physikrätsel erwartet wird bitter enttäuscht. Zwar kann man - dank Havoc Physik Engine - eine überschaubare Auswahl von Gegenständen physikalisch korrekt durch die Gegend bewegen, aber das war’s auch schon. Hier und da zerdeppert man auf diesem Wege Türen, Scheiben, feindlich gesinnte Drohnen, oder blockiert fiese Lasersperren, während der Rest aus Jump&Run Einlagen mit telekinetischem Doping besteht.
Die klassische Ego-Shooter Steuerung mit Maus und Tastatur hält keine Überraschungen bereit und macht den Einstig zu einem Leichten. Eine kurze Einführung im ersten Level sorgt für einen guten Überblick aller Funktionen.
Da man schon bei kleinen Fehlern recht schnell das Zeitliche segnet, gerät das Spiel zu einem wahren Spießrutenlauf. Dank Checkpoints und Schnellspeicherfunktion steht dem Experimentiertrieb des Spielers jedoch nichts im Wege. Allerdings wird so auch die ansonsten recht geringe Spieldauer in die Länge gezogen.

Karge Aussichten

Optisch bietet Twin Sector ein recht durchwachsenes Bild. Zwar kann man ein ausgewogenes Pensum an Shader- und Lichteffekten auf der Habenseite verbuchen, dem stehen jedoch recht dürftig aufgelöste Texturen und ein eintöniges, sowie steriles Leveldesign gegenüber. Die insgesamt 17 sehr überschaubaren Level vermitteln leider kaum den Eindruck eines funktionsfähigen Komplexes, der das Überleben der Menschheit sichern soll. Mangels sinngebender technischer Einrichtungen, fällt es mitunter schwer entsprechende Level z.B. als Generatorebene, Recyclinganlage, usw. einzuordnen.
Es gibt ein paar wenige Zwischensequenzen in Spielgrafik, die ein ähnliches Bild abliefern. Die Charaktermodelle scheinen detailliert modelliert zu sein, wirken aber teilweise unnatürlich proportioniert. Gestik und Mimik sind zudem etwas hölzern.
Die Sprachausgabe kommt in Deutsch oder wahlweise in English daher. Letztere scheint teilweise etwas professioneller umgesetzt zu sein. Im großen und ganzen tun sie sich aber wenig und geben wenig Grund zur Beanstandung. Ansonsten ist die Soundkulisse wenig abwechslungsreich, erlaubt sich aber auch keine gravierenden Schnitzer. Gleiches gilt für die Musikuntermalung, welche aus ruhigen Streicherpassagen, sphärischen Klängen und in Gefahrensituationen seichten Buschtrommeln besteht. Für sich genommen ist das jeweils ganz brauchbar, auf das ganze Spiel gesehen dann doch recht eintönig und minimalistisch.
Screen 1
Mit Links spielen wir unsere Anziehungskraft aus
Screen 2
Rechts wird abgestossen
Screen 3
Diese Drohne mag uns gar nicht
Screen 4
jede Menge fiese Laserfallen
Screen 5
Zwischensequenz
Screen 6
Geschützturm hinter Panzerglas

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Twin Sector

Packshot
Action-Adventure
von Head Up Games
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCSeptember 2009

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

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