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Test: Batman: Arkham Asylum

Ein Superheld, der hält, was er verspricht
 Batman: Arkham Asylum
Immer wieder diese Superhelden. Spiderman, Hulk oder auch Superman – meist launische Film-Umsetzungen, die mit ein wenig Wohlwollen gerade noch als gute Spiele durchgehen, i.d.R. geht es nur um das Ausschlachten irgendwelcher Lizenzen und einer großen Käuferherde, die am Ende etwas bekommen, dessen Namen sie zwar mögen, aber dessen Inhalt nichts von dem ist, was sie wollten. Und jetzt kommt auch noch Batman, noch ein Superheld, diesmal ohne konkrete Filmvorlage, aber mit vielen Lizenzen und der Original-Synchronstimme von Christian Bale, der den Batman in den letzten beiden Filmen darstellte. Für einen Verriss ist das Spiel aber definitiv zu gut – es ist sogar noch besser als erwartet, denn Batman: Arkham Asylum macht schlichtweg Spaß.

Für Fans und auch für die anderen

Wer sich ein wenig mit Batman auskennt, der braucht keine große Einleitung, der wird sich sofort heimisch fühlen, wenn Joker in das schrille Arkham Asylum eingeliefert wird, die große Irrenanstalt vom Gotham City. Für alle anderen Spieler gibt es zwar keine ausführliche Einführung, aber es gibt umfangreiche Hintergrundinformationen zu jedem Charakter im Spiel und letztlich wird auch Batmans Vergangenheit aufgearbeitet. Wer also noch nie vom Bruce Wayne gehört hat, der wird aufgeklärt – ein wenig Geduld, es ist alles im Spiel enthalten, was zum Wissen um den Superhelden benötigt wird.
Die Einlieferung von Joker, einem der ärgsten Rivalen Batmans – als Film ist „Dark Knight“ sehr zu empfehlen – geht aber schief und wir machen uns in der 3rd-Person-Ansicht als Batman in der Irrenanstalt auf den Weg, die Guten zu retten und die Bösen zur Strecke zu bringen. Das übliche Handwerk eines Superhelden eben, nur dass es in diesem Fall nicht nur auf simple Prügeleien hinausläuft, sondern auf einige logische Rätsel, Kletter- und Schleich-Aktionen, Quicktime-Zwischensequenzen und wilde Träume.

Es geht ja schon los...

Nach dem schicken Intro geht es dann auch sofort los. Je mehr wir im Spiel erreichen, desto mehr Dinge werden freigeschaltet. Dazu gehört dann auch ein Herausforderungsmodus, bei dem wir dann – unter Zeitdruck – einige, na, was wohl? Richtig, Herausforderungen meistern müssen. Bevor ich mich darüber zu sehr lustig mache: Dieser Mini-Modus, der abseits der Geschichte angesteuert werden kann, macht ebenso viel Spaß wie der Hauptteil des Titels. Ebenfalls freigeschaltet werden die bereits angesprochenen Hintergrundinformationen – zunächst als Bild mit Charakter-Eigenschaften und einer kurzen Geschichte, später gibt es dann Tonbänder, die mit gesprochenem Text noch mehr Infos für den Spieler bereit halten.
Als schmuckes Beiwerk dürfen dann noch dreidimensionale Figuren betrachtet werden: Die Schurken des Spiels als virtuelle Sammelobjekte sind grafisch schick dargestellt, haben aber keinen weiteren Nutzen. Muss ja auch nicht, es gibt ja die Geschichte, die Spaß macht, da sind die Figuren eben schmuckes Beiwerk - und das reicht dann auch.

Haken, Hängen und Hauen

Wer „ballistische Waffen“ will, wenn er sich in ein Spiel begibt, der muss bei Batman leider draußen bleiben. Wer sich als spitzohriger Held in Arkham Asylum auf die Verbrecherjagd begibt, der braucht seine Fäuste und seine Füße, mehr Waffen gibt es nicht. Gut, mal abgesehen vom Batarang, eine Art Bumerang, mit dem Feinde gelähmt, Seile gekappt oder Schalter betätigt werden können. Ein sehr praktisches Utensil, wie überhaupt das gesamte Arsenal der Hilfsmittel von Batman sehr nützlich ist. Allerdings steht zu Beginn der Geschichte nicht gleich die ganze Bandbreite zur Verfügung: Bis wir Schlösser knacken, uns über 100 Meter lange Abgründe seilen können oder ein explosives Gel auf Wände sprühen dürfen, müssen wir erst einmal etwas leisten.
Apropos Leistung: Für erledigte Aufgaben oder Gegner, die wir im Übrigen nur bewusstlos schlagen, gibt es Punkte. Erfüllen wir ein bestimmtes Kontingent, dann dürfen wir unseren Superhelden aufwerten. Das Spektrum reicht von der Verbesserung der Panzerung über nützliche Nahkampf-Tricks bis hin zu tollen Erweiterungen der Batman-Utensilien. Allein das Aufleveln ist schon eine Kunst für sich und ich ärgere mich immer noch, dass ich das „umgekehrte Ausschalten“ erst so spät ausgewählt habe. Bei diesem Angriff lässt sich Batman von der Decke fallen, attackiert den Gegner, bindet ihn mit einem Seil fest, so dass dieser nun kopfüber hängt und wehrlos zappelt. Wer das einmal erlebt hat, der ist süchtig nach mehr.
Screen 1
Packende Prügeleien mit dem Superhelden...
Screen 2
...der aber auch von oben angreift...
Screen 3
...oder sich mal geschickt versteckt.
Screen 4
Mit dem Bat-Haken mal fix unterwegs und ein paar Gegner ausgeschaltet...

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PCSeptember 2009
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360August 2009

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