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Test: Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2
Lohnt sich die Rückkehr auf Nemos Insel?
Vor rund fünf Jahren erschien das von den Geschichten des berühmten Autors Jules Verne inspirierte Adventure Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel. Darin strandete die junge Mina während einer Weltumsegelung auf besagter geheimnisvoller Insel und fand alte technologische Überreste, die augenscheinlich aus einem anderen Jahrhundert stammten. Im Laufe ihres Überlebenskampfes traf Mina schließlich auf den Geist von Kapitän Nemo und schaffte es letztendlich, mit Hilfe der alten technischen Apparaturen ein Notsignal abzusetzen. Doch aus der Rettung wurde nichts...AbgestürztZu Beginn des Spiels erhalten Neueinsteiger wahlweise eine Zusammenfassung der Ereignisse des ersten Teils. Darin erfahren wir auch, dass der Helikopter, der Mina und ihren Freund Jeb in Sicherheit bringen soll, von einem Lava-Geschoss getroffen wird und ins Meer stürzt. Nach der Rettung aus den Fluten befinden sich beide Abenteurer also wieder auf der Insel und müssen ihren Überlebenskampf gegen die Natur und allerlei Getier fortsetzen. Als deutlich wird, dass der Insel eine Katastrophe droht, verschlimmert sich schließlich die Lage der beiden Freunde.Auf dem Eiland steuern wir aus der Ego-Perspektive situationsabhängig Mina oder Jeb durch Standbilder. Die 360°-Rundumsicht erhält in diesem Fall eine völlig neue Bedeutung, da es sich bei Jeb um einen kleinen Affen handelt, der natürlich auch auf Bäume klettern kann. So kann es passieren, dass es in mancher Szene auch oben Bildschirmausgänge gibt. Während Jeb also in luftige Höhen vordringen kann, ist es ihm nicht möglich Gegenstände zu kombinieren. Darüber hinaus kann er einige Objekte nicht aufnehmen, da er mit diesen nichts anzufangen weiß. Der Affe mit dem vollen RucksackEingesammelte Gegenstände wandern zunächst in ein Transitfenster und müssen von dort manuell oder durch einen Klick auf den Auto-Button ins Inventar verschoben werden. Auch bei einem späteren Einsatz muss das Objekt zunächst wieder in das Transitfenster geschoben werden, so dass während des Spielens ellenlange und nervige Links-Rechts-Klickorgien mit der Maus notwendig sind. Zudem ist der virtuelle Rucksack recht schnell voll. Der Verlust der Übersichtlichkeit ist die logische Folge. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass das Spiel den Überlebenskampf ins Gameplay einbeziehen und mehrere Lösungsmöglichkeiten erlauben möchte. Hierbei wird der Spieler für kreatives Rätseln mit einem Punktestand belohnt. In der Praxis sieht es jedoch oft anders aus. Warum muss Jeb eine Schlange mit einer Flöte verscheuchen anstatt ihr eins mit einem kräftigen Ast überzubraten oder noch besser sie mit einem gezielten Schuss aus dem Gewehr ins Nirvana zu befördern? Was? Es wäre unlogisch, dass ein kleiner Affe ein Gewehr abfeuert? Nun, anderseits hat dieser Affe anscheinend auch ein Praktikum bei Pamela Baywatch Anderson gemacht, denn er ist beispielsweise ein vorzüglicher Rettungsschwimmer und Sanitäter. Weshalb Super-Jeb einerseits solche Heldentaten vollbringen kann und andererseits oftmals die Zusammenarbeit verweigert, erscheint nicht immer nachvollziehbar.GeschicklichkeitseinlagenNeben den Objekträtseln gibt es auch Logikrätsel, in denen etwa Nemos Apparaturen repariert werden müssen. Der Schwierigkeitsgrad dieser Knobeleien ist zumeist hoch angesetzt. Darüber hinaus wartet das Spiel mit etlichen, teils sehr frustrierenden Minispielen auf, die Geschicklichkeit erfordern und uns das ein oder andere mal fast dazu gebracht hätten, sehr unanständige Sachen mit unserer Maus zu machen. Auch ist es sehr nervig, dass es jeweils keinerlei Erklärungen zur Funktionsweise der Minispiele gibt. Das häufig fehlende Feedback - etwa bei der falschen Herangehensweise an ein Rätsel - ist ein weiteres Manko des Insel-Adventures.Natürlich schließt der Überlebenskampf auch die Möglichkeit des virtuellen Ablebens ein. Immerhin bietet das Spiel in solchen Fällen faire Rücksetzpunkte. Darüber hinaus haben sowohl Mina als auch Jeb einen Vitalitätsbalken, der kontinuierlich abfällt und wieder gefüllt werden muss. Hierzu benötigen die beiden etwa Nahrung, Streicheleinheiten, Musik oder Schmuck(!). AffenspracheGrafisch fallen vor allem die hervorragenden Comicstrips auf, welche die nur mäßig interessante Story vorantreiben. Die Insel glänzt zwar einerseits durch eine schöne Flora und Fauna. Andererseits ist die Auflösung zu niedrig. Zudem geizt das Spiel mit Animationen.Das Niveau von Minas gesprochenem Text befindet sich auf einem ordentlich Niveau. Außer ihr bekommen wir während des Abenteuers fast ausschließlich ein paar Affen zu hören. In solchen Situationen muss Jeb mit Rücksicht auf die Stimmungslage des Gegenübers aus einem Repertoire von verschiedenen Verhaltensweisen auf seinen Gesprächspartner einwirken. Natürlich kann er ihm auch einfach Schmuck schenken. |
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