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Test: Operation Flashpoint: Dragon Rising

Besser als Armed Assault 2?
 Operation Flashpoint: Dragon Rising
Als damals Operation FlashpointWeitere Infos an den Start ging, begann eine neue Ära der Egoshooter. Eine große offene Welt, unendlich viele Lösungswege, ein breites Angebot moderner Waffentechnologie, die Möglichkeit verschiedene Positionen in einem Fahrzeug zu übernehmen und natürlich der sehr umfangreiche Editor. Nach der Trennung von Codemasters und Bohemia Interactive wurde der zweite Teil vollständig neu entwickelt und tritt nun in direkte Konkurrenz mit Armed Assault 2Weitere Infos, dem zweiten echten Flashpoint-Nachkömmling. Wer ist besser?

Öl auf Skira

Schauplatz von OPF:Dragon Rising ist die fiktive Insel Skira, die irgendwo zwischen Japan und Russland platziert wurde. Der kleinen Insel wurde dazu eine kleine Geschichte voller Besiedlung, Eroberung, Rückeroberung und dem Abbau von Öl spendiert. Letzteres dient als Stein des Anstoßes für einen Konflikt zwischen China und Russland. China ist nämlich an den Öl-Reserven unter Skira interessiert und besetzt die Insel kurzerhand. Daraufhin bittet Russland um Beistand durch die USA, welche bereitwillig eine Einheit Marines entsendet, um die Insel zurück zu gewinnen. So einfach ist das.
Kurz darauf landet man auch schon auf der Insel als Teil der Einheit Sabre und beseitigt Ziele für die bevorstehende Invasion. Das kurze und ebenso schwache Intro, das genauso viel Inhalt bietet, wie das extrem dünne Handbuch, bringen nicht viel Licht und Atmosphäre in die Handlung. Auch später sucht man in den insgesamt elf Missionen vergeblich nach Zwischensequenzen oder weiteren Hintergrundinfos, die den Spieler tiefer in das Geschehen auf der Insel eindringen lassen.
Stattdessen kämpft man sich durch die verschiedenen, aneinander gereihten Missionen, die man auch mit drei Mitspielern im LAN oder online spielen kann. Die Missionsvielfalt macht am Anfang mit dem Zerstören von Flugabwehrstellungen nicht viel her, später kommen aber auch größere Gefechte und Schleicheinsätze dazu. Auf den Einsatz von Fahrzeugen greift man aber sehr selten zurück, was bei einem Flashpoint Nachfolger etwas verwunderlich ist.
Auch die Charakter, der verschiedenen Trupps bleiben während der Kampagne völlig blass. Die Briefings sind mit ihren einfachen Texten auch nicht der Hit, selbst eine Konfiguration der Ausrüstung bleibt man uns hier schuldig.
Nach der Kampagne kann man im Mehrspieler mit bis zu 32 Spielern in die Schlacht ziehen. Es gibt allerdings nur zwei Spielmodi (Infiltration, Deathmatch) auf vier Karten und der Kampfbereich ist auf 2 km² eingeschränkt. Große Coop-Spielmodi wie Evolution von Armed AssaultWeitere Infos und ArmA 2 sind damit ausgeschlossen. Allerdings ist der enthaltene Missionseditor recht leistungsstark und einfach zu bedienen, so dass man bald auf Nachschub hoffen kann.

Lehrgeld

Wer mit dem Ziel an OPF:Dragon Rising herangeht, wie in Call of DutyWeitere Infos über die Insel zu stürmen und möglichst vielen bösen Chinesen in den Hintern zu treten, bezahlt das Lehrgeld sehr bald. Neben dem schnellen Tod gibt es nämlich noch viel Frust als Geschenk oben drauf. Nach x Anläufen macht man den Grund dafür schnell aus, das Speichersystem.
Das erlaubt nämlich nur die Speicherung des Spielstandes an vorbestimmten Punkten. Pech, wenn man gerade in einen Trupp wütender Chinesen gestolpert ist, kurz vorher das Interesse eines feindl. Kampfhubschraubers geweckt hat oder sich einfach zu schnell vorgewagt hat. Dann darf man die gesamte Mission nochmal spielen.
Der Schwierigkeitsgrad ist selbst bei Normal, mit den Hilfen im HUD, noch ordentlich knackig. Auf schwer gibt es dann gar keine Speicherpunkte mehr und auch der Kompass, der praktischerweise Gegner anzeigt, verschwindet, wie im realen Leben. Bei Flashpoint hatte man das auch ähnlich gelöst, Bohemia Interactive hatte aber in den Nachfolgern wieder darauf verzichtet, es stört ja auch den Spielfluss. Denn erst ein hitziges Feuergefecht zu überstehen nur um dann doch zehn Minuten später nochmal von vorne anfangen zu müssen sorgt - keine Frage - für Frust.
Screen 1
Skira, der Ort des Konflikts.
Screen 2
Team Sabre bereit zum Angriff.
Screen 3
Ein Artillerieschlag löst unser Problem.
Screen 4
Feindliche Stellungen sind zunächst das Hauptziel.
Screen 5
Durch die Nacht.

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