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Test: Torchlight
Ein Diablo-Klon der Diablo-Macher zum Spottpreis. Was hat Torchlight auf dem Kasten?
| Nein, im Spieletitel befindet sich kein Schreibfehler, der Hauptheld heißt auch nicht Jack Harkness und man ballert ebenso wenig auf Aliens. Wobei, ballern ist gar nicht so weit hergeholt, denn obwohl es sich bei Torchlight um einen Diablo-Klon handelt, gibt es Steampunk-Elemente – also auch allerhand Schießprügel. Die Gier der MenschenTochlight ist eine kleine Stadt, die neben einer Mine errichtet wurde. Klingt erstmal recht unspektakulär, wäre da nicht die Tatsache, dass man in dieser wertvolles, magisches Ember finden kann. Dieses seltene Material lockte natürlich immer mehr Menschen in die Stadt und die Stollen wurden immer tiefer in den Grund getrieben. Entgegen ihrem Glauben, waren sie jedoch nicht die ersten Entdecker der Reichtum versprechenden Ader. Schon bald stoßen sie auf die Ruinen uralter Zivilisationen und lernen jene Kreaturen kennen, die deren Untergang zu verantworten hatten.Als Spieler schlüpft man nun in die Rolle eines von drei Helden, um die Quelle des Bösen zu endgültig vernichten. Zur Wahl stehen dabei der barbarähnliche Destroyer, die fernkämpfende Vanquisher und der magiebegabte Alchemist. Jeder Recke verfügt über drei Talentbäume, sonderlich komplex ist das Ganze jedoch nicht. Die einzige Voraussetzung zum Erlernen einer Fertigkeit ist das Level und auch die Anzahl der Skills kann nicht mit einem echten Diablo mithalten. Fass Hasso!Die Charaktererstellung fällt simpel aus, man wählt die Klasse, gibt ihr einen Namen und es geht los – Geschlecht oder Aussehen sind vorgegeben. Zumindest fast, denn man entscheidet sich zusätzlich zwischen einer Katze (die aussieht wie ein Puma) und einem Hund (aka Wolf) als Begleiter.Der treue Gefährte ist aber nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern unterstützt den Helden aktiv im Kampf. Er verfügt sogar über ein eigenes Inventar, ist das eigene also mal wieder überladen, wirft man seinem Haustier kurzerhand ein paar Sachen zu. Das geht sogar so weit, dass es sich per Knopfdruck auf den Weg zurück nach Torchlight macht und beim örtlichen Händler sämtliche Gegenstände in seinem Besitz anpreist. Nach kurzer Zeit kommt es dann wieder zurück und übergibt dem Spieler das erlöste Gold. Selbst eine Paris Hilton dürfte an dem Begleitersystem ihre helle Freude haben, denn man darf sein kleines Hundilein zusätzlich mit Schmuck wie Ketten und Ringen behängen – natürlich nur, um dessen Werte aufzubessern. Zufällige WiederholungKleidung bleibt ihm jedoch verwehrt, diese ist für den Haupthelden reserviert. Klassenspezifisches gibt es hier nicht, die einzigen Voraussetzungen sind die vier Grundattribute Stärke, Geschick, Magie und Verteidigung (die man pro Level um fünf Punkte steigern darf). Wer also möchte, kann genauso gut einen Alchemisten mit einer riesigen Axt spielen.Natürlich gibt es die Gegenstände wieder in verschiedenen Wertigkeiten. Der übliche Sammlertrieb wird also durchaus geweckt, aber viel zu schnell befriedigt. Schon recht früh findet man die ersten einzigartigen Items und bereits weit vor Abschluss der (belanglosen) Story glänzt die gesamte Ausrüstung in goldenen Farben. Und das obwohl diese mit maximal 10 Stunden Spielzeit nicht gerade lange dauert. Generell ist der Umfang etwas gering geraten, die paar Nebenquests wiederholen sich ständig und letztendlich gibt es nur einen Dungeon mit 35 Ebenen – ein Schelm, wer dabei an Diablo denkt. Wenigstens ändert sich das jeweilige Setting nach ca. fünf Ebenen, von der ursprünglichen Mine durchwandert man so eine Stätte voller Untoter und findet sich plötzlich in den paradiesischen Estherian Chambers wieder. Die Gebiete selbst werden stets zufallsgeneriert, jedoch wiederholen sich die Bausteine des Öfteren. Es kommt sogar durchaus vor, dass man komplette Abschnitte inklusive Fallen in einer tieferen Ebene noch einmal durchwandert. Nette BedienungTechnisch gesehen glänzt Torchlight nicht unbedingt mit detaillierten Texturen oder besonderen grafischen Höhepunkten, dennoch ist die Welt mit viel Liebe zum Detail versehen (auch wenn sich diese durch die Zufallsgenerierung natürlich stets wiederholen). Zudem verpasst der Comicstil dem Game ein ganz eigenes Flair und zumindest die zahlreichen Effekte wissen zu überzeugen, welche die Performance, bei zu ausuferndem Einsatz, leider auch kurzzeitig in den Keller ziehen. Der diabloähnliche Soundtrack bleibt stets im Hintergrund, wirkt aber dennoch stimmungsvoll.Wer das Spiel um den roten Onkel aus der Hölle kennt, wird sich mit der Steuerung schnell zurecht finden. Die übliche Belegung der linken und rechten Maustaste wurde zusätzlich noch um eine MMOG-übliche Schnelleiste erweitert, auf der man bis zu zehn Fähigkeiten ablegen und direkt aktivieren kann. Auch andere etablierte Features, wie z.B. der Itemvergleich, wurden integriert und bieten dem Nutzer so einen optimalen Bedienkomfort. Einen Multiplayer-Modus gibt es übrigens nicht, dieser soll später als eigenständiges Spiel erscheinen, dafür wird es einen Editor geben. |
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