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Vor ein paar Jahren machte der kleine tschechische Entwickler Amanita Design mit seinen originellen Flash-Games erstmals auf sich aufmerksam. In Samorost musste ein Wichtel allerlei knifflige Rätsel lösen, um die Kollision zweier Planeten zu verhindern. Nachdem das Spiel vor allem dank seiner ausgefallenen Bilder und Sounds eine große Fangemeinde um sich scharen konnte, folgte schließlich ein zweiter Teil. Mit Machinarium steht nun das erste Vollpreis-Adventure der Tschechen in den Händlerregalen. ErinnerungslückenDer kleine Roboter Josef kann unsere Hilfe dringend gebrauchen. Auf einem Maschinenplaneten findet sich der Blechmann auf einem Schrottplatz wieder. Zu allem Überfluss ist er in sämtliche Einzelteile zerlegt worden und kann sich nicht daran erinnern, wie er in diese unangenehme Situation geraten ist.Nachdem wir ihm unter die Metall-Arme greifen und einen Weg in das ausschließlich von Roboteren bewohnte Machinarium-City finden, kommt Josef rücksichtlosen Bombenlegern auf die Spur, die ein zentrales Gebäude der Stadt in die Luft jagen wollen. Doch damit nicht genug. Zudem halten die Verbrecher Josefs große Liebe gefangen. Die rechte Maustaste ist tabuUm die Pläne der Fieslinge zu verhindern, steuern wir den kleinen Roboter per Point & Click durch die Locations. Da das Spiel wie schon die Samorost-Adventures auf Flash basiert, fallen sofort Besonderheiten auf. Josef kann nicht alle Objekte einer Szene umgehend erreichen, sondern muss zunächst zum Objekt unserer Begierde gesteuert werden. Darüber hinaus können wir erst dann sehen, ob der entsprechende Gegenstand überhaupt manipulierbar ist.Eine weitere Eigenheit ist die Verbannung der rechten Maustaste. Während in zahlreichen anderen Adventures ein Rechtsklick einen aus dem Inventar aufgenommenen Gegenstand ins selbige zurückbefördert, muss ein Objekt in Machinarium ins Inventar zurückgeschoben und mit der linken Maustaste abgelegt werden. Das ist insofern umständlich, als dass sich das Inventar stets erst nach einer zeitlichen Verzögerung öffnet. Ein Rechtsklick öffnet übrigens die Flash-Einstellungen. Ausprobieren ist erste RoboterpflichtDieses umständliche Aufnehmen und Weglegen ist vor allem deshalb ein unnötiges Handicap, weil Ausprobieren in Machinarium erste Roboterpflicht ist. Die Objekträtsel lassen sich nämlich nicht immer mit Logik lösen. Wer kommt schon auf die Idee, dass bei der Zubereitung von Popcorn ein hilfreicher Haken für uns herausspringt? Ebenso würde man auch nicht vermuten, dass es nötig ist, das Wachstum einer Pflanze künstlich zu beschleunigen, um in dieser eine Lupe zu finden, die wiederum für einen Diaprojektor notwendig ist. Daher beschränken sich die Objekträtsel oftmals darauf, alle Möglichkeiten - auch wenn sie scheinbar überhaupt nichts mit einem aktuellen Rätsel zu tun haben - in einer Location auszukundschaften. Immerhin wird das Inventar nicht zu voll, so dass die Anzahl an Möglichkeiten hierdurch eingeschränkt wird. Nachvollziehbarer kommen die zahlreichen Schiebe- und Schalterrätsel daher. Sie sind zumeist logisch aufgebaut und machen dank des zwar fordernden, aber nie unfairen Schwierigkeitsgrads viel Spaß. | ||||||||||||||||||||||||||||||
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