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Filmkritik: Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack

| Infos: | Verleih: 20th Century Fox, Länge: 102 Min., Kinostart: 05.11.2009, FSK: Keine Jugendfreigabe |
| Regie: | Karyn Kusama |
| Darsteller: | Megan Fox, Amanda Seyfried, Adam Brody, Johnny Simmons |
| Links: | Offizielle Seite, Infos bei IMDB |
| Die Karriere der Megan Fox hat schon einen beachtlichen Verlauf genommen. Entdeckt von Michael Bay, der ihr mit der Rolle der Mikaela in der Transformers-Reihe die Tore nach Hollywood geöffnet hat, zierte sie mittlerweile unzählige Titelseiten von Hochglanzmagazinen. Ihre mediale Überpräsenz führte sogar dazu, dass einige US-Webseiten einen Megan Fox-freien Tag abhielten. Doch wird sie keineswegs nur bewundert. Nachdem sie in Interviews zahlreiche prollige Aussagen machte und Bay mit Hitler verglich, fühlten sich einige Mitglieder der Transformers-Crew sogar dazu berufen, für die Öffentlichkeit ein Bild der Actrice zu zeichnen, das mit „negativ“ noch wohlwollend umschrieben ist. Nun sieht man sie das erste Mal als Zugpferd auf einem anderen Gebiet, dem Horrorfilm Jennifer's Body. Wie weit reichen die Starqualitäten? Des Satans Tochter?Jennifer (Megan Fox) ist das Mädchen, nach dem sich an der High School alle Jungs die Finger lecken. Immer wie aus dem Ei gepellt, weiß Jennifer ihre Reize auch zu ihrem Vorteil zu nutzen. Ihre beste Freundin Needy (Amanda Seyfried) ist da das krasse Gegenteil, ein schüchterner Bücherwurm mit festem Freund, die sich in der Rolle der Aufpasserin für Jennifer gegen allzu aufdringliche Männer sieht. Eines Abends will Jennifer die Band „Low Shoulder“ in einer örtlichen Kneipe spielen sehen, natürlich mit Needy im Schlepptau. Jennifer flirtet mit dem Leadsänger, der sich davon auch ein amouröses Abenteuer zu versprechen scheint. Kurz nach Beginn des Konzerts bricht plötzlich ein Feuer los, aus dem sich kaum jemand retten kann und in dem Trubel wird Needy von Jennifer getrennt, die völlig traumatisiert von der Band gekidnappt wird. Noch in derselben Nacht taucht Jennifer blutverschmiert wieder bei Needy auf und ist ab da völlig verändert. Was Needy nicht ahnt, ist, dass Jennifer neuerdings von einem Dämon besessen ist und Jungs auf ihre Speisekarte gesetzt hat, um fit zu bleiben. Kann sie ihre beste Freundin stoppen, bevor sie sich auch noch an ihrem Freund verköstigt?21st Century FoxDie Drehbuchautorin Diablo Cody hatte im Jahr 2007 einen kometenhaften Aufstieg, indem ihr Script zum Überraschungsfilm Juno einiges Aufsehen erregte. Die Geschichte zu Jennifer's Body erdachte die ehemalige Stripperin noch davor und rückblickend kann sie froh darüber sein, dass ihre Werke in dieser Reihenfolge das Licht der Welt erblickt haben, denn qualitativ tun sich hier Welten auf. War Juno mit einer tollen Ellen Page und cleveren Dialogen ausgestattet, versucht Jennifer's Body aus Megan Fox, die ihr Image als sexy Vamp immer wieder auf's Neue zu pflegen versucht, Kapital zu schlagen. Wem würde man die schöne, fluchende, männermordende Furie eher abnehmen als dem momentanen It-Girl?Doch jene junge Frau hat im Film gar nicht mal die Sympathien auf ihrer Seite, denn die hier als graue Maus agierende Amanda Seyfried macht den wesentlich bodenständigeren und damit auch greifbareren Eindruck als die sich selbst in ihrer Figur unnahbar gebende Fox. Obwohl man meinen könnte, dass die Idee des Films frisch ist, lässt sich etwas Schablonenhaftes erkennen. Jennifer hat Hunger → verführt Jungen → Jennifer ist gut drauf, usw. bis zum Finale. Das ermüdet etwas, weil es doch leicht zu durchschauen ist, dass sich am Ende zwangsläufig die beiden Freundinnen gegenüberstehen müssen. Dass der Film von der FSK erst ab 18 Jahren freigegeben wurde, dürfte die Marketingabteilung des Verleihs freuen, doch verfälscht das die Erwartungen. Blutigen Splatter sollte man hier jedenfalls nicht erwarten. FazitJennifer's Body hat ein Problem und das ist nicht vorrangig Megan Fox. Vielmehr ist das Drehbuch zu schwach, um wirklich über die ganze Distanz einen unterhaltenden Film zu erzeugen. Fox ist die Rolle der arroganten und eitlen Jennifer wie auf den Leib geschrieben. Ob sie das jedoch sympathischer macht, darf man bezweifeln. |
| Wertung: 4/10 | von Roman Beele (4.11.2009) |
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