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Futurmark, bekannt durch die 3D-Benchmark Reihe „3DMark“, begibt sich mit Shattered Horizon auf ein neues Betätigungsfeld: die Spieleentwicklung. Das Erstlingswerk ist ein Null-G Ego-Shooter, der nur auf DX-10 Grafikkarten und Windows Vista oder Windows 7 läuft sowie nur online vertrieben wird. Ob sich hinter dem kleinen Multiplayer-Shooter für 20 EUR ein spielbares Erlebnis befindet, könnt ihr hier nachlesen. Space-OperaDie Hintergrundgeschichte von Shattered Horizon ist schnell erzählt. Sie spielt etwa 50 Jahre in der Zukunft. Die Menschheit hat den Mond besiedelt und baut dort noch mehr Ressourcen als jemals zuvor ab. Allerdings nicht für lange Zeit, denn ein Unfall und eine dazugehörige Mega-Explosion auf dem Mond schleudern viele, sehr viele Gesteinsbrocken in die Erdumlaufbahn. Die Erde ist abgeschnitten und die auf dem Mond ansässige Minenbaugesellschaft ist natürlich der Bösewicht. Das finden die Arbeiter nicht so doll und rebellieren. Natürlich findet man das auf der Erde nicht gut und schickt ein paar Marines. Damit beginnt der Kampf um die Überreste im Erd- bzw. Mondorbit.Das Ganze wird dann stilecht in der Schwerelosigkeit in modernen Raumanzügen ausgetragen. Shattered Horizon ist allerdings ein reiner Multiplayer-Shooter für bis zu 32 Spieler inkl. Ranking-System. Es gibt keine Kampagne oder andere Einzelspielermodi. Auf den vier Karten spielen Hobbyastronauten in drei unterschiedlichen Spielmodi. Neben dem klassischen Team-Deathmatch gibt es auch einen Angriffsmodus, in dem beide Seiten in jeweils einer Runde bestimmte Kontrollpunkte erobern bzw. verteidigen müssen. Der dritte ist ein typischer Domination-Modus, in dem die Mehrzahl der Kontrollpunkte gehalten werden muss, um zu gewinnen. Angriff in 3DDas Shattered Horizon ein 3D-Shooter ist, ist klar aber im Gegensatz zu üblichen FPS muss der Spieler sich hier um seinen gesamten Sichtbereich kümmern, denn der Feind kann hier wirklich von überall kommen. Zusätzlich kommt die komplexere Bewegung mit allen Freiheitsgraden hinzu. Das kann gerade am Anfang etwas Verwirrung stiften. Zum Glück hilft das übersichtlich HUD mit seiner 3D-Radarsphäre beim Navigieren.Die Steuerung des Jetpacks ist erstaunlich intuitiv und schon nach wenigen Minuten bewegt man sich erstaunlich sicher durch den luftleeren Raum. Das Schweben im Weltall hat aber auch seine Nachteile. So ist das Schießen mit der einzigen Waffe im Spiel, dem Gewehr, recht ungenau. Und auch im alternativen Scharfschützenmodus erreicht man das Ziel nur mit Glück oder viel Übung. Zum Glück kann man sich mit seinen Gravitationsstiefeln auf jeglichen Oberflächen „befestigen“ und somit die Genauigkeit drastisch erhöhen. Allerdings ist man dadurch auch recht unbeweglich. Für kleine Schleichaktionen kann zudem die Anzugelektronik heruntergefahren werden. Man ist nicht mehr so schnell, das Radar ist aus aber dafür ist man nicht mehr so gut erkennbar. Wie gesagt ist das Waffenarsenal recht überschaubar. Zum Gewehr gesellen sich noch drei Typen von Handgranaten, mit denen man seine Gegner in die Weiten des Alls blasen, die Elektronik lahmlegen oder mit Rauch den Rückzug verdecken kann. Die Kälte des WeltraumsAnsehnlich ist Shattered Horizon auf jeden Fall. Die kühle des Weltraums wird mittels DX10-Technik sehr atmosphärisch eingefangen. Auch die Gestaltung der vier Levels ist gelungen. Ob Minenstationen im Asteroid, die angeschlagene ISS-Weltraumstation oder ein unübersichtliches Feld aus Felsbrocken, alle Orte bieten verschiedenste taktische Möglichkeiten. Dazu machen die Schatteneffekte und die detaillierten Texturen die Levels sehr realistisch. Was die Performanz angeht so benötigt man schon durch DX10 und Windows Vista bzw. 7 ein recht leistungsstarkes System um die volle Pracht genießen zu können.In Sachen Sound bedient man sich eines kleinen Tricks. Da im Weltraum Schall nicht so gut übertragen wird, werden die Schusseffekte und Explosionen in einer Sound-Simulation dargestellt, die auch abgeschaltet werden kann. Dann gibt es nur noch Herzschlag und Atmung zu hören. Auf die Dauer wäre es aber ohne Ton nicht so reizvoll. Musikalisch gibt es dem Thema entsprechend sphärische Klänge auf die Ohren. | ||||||||||||||||||||||
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