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Test: Dragon Age: Origins

Ein Must Have für Rollenspieler.
 Dragon Age: Origins
Seit Jahrhunderten beschützen die Grauen Wächter das Fantasyreich Ferelden und schlagen, wenn auch unter großen Verlusten, jede Welle der dämonischen Verderbnis heldenhaft zurück. Doch nie war ihre Aufgabe so schwer wie beim aktuellen Krieg gegen die Dunkle Brut, zumal sich die Reihen der Wächter gelichtet haben und manche ihrer Zeitgenossen die Bedrohung leugnen oder sie gar für eigene finstere Zweck ausnutzen. Nun ist es an einer Handvoll Abenteurer, Fereldens Streitkräfte für die entscheidende Schlacht zu vereinen...

Welcher Prolog darf´s denn sein?

Mensch, Elf oder Zwerg (jeweils weiblich und männlich) mit allerhand äußerlichen Gestaltungsmöglichkeiten wie Gesichtszügen, Haartrachten und Tattoos sind die möglichen Rassen für den Hauptcharakter, als Klassen stehen Krieger, Schurke und Magier mit später erfolgenden Spezialisierungen zur Verfügung. Als kleinwüchsiger Kraftprotz muss man sich die Karriere in der Zauberer-Branche allerdings abschminken – Zwerge sind gegen Magie resistent und können selbst keine wirken.
Man bestreitet das Spiel in jedem Fall als neues Mitglied der Grey Wardens, wo andere RPGs gerade erst beginnen und den Spieler mit mageren Vorgeschichten abspeisen, hat man in Dragon Age aber schon einen spannenden spielbaren Prolog erlebt und so erste Voraussetzungen für den großen Wiederspielwert des Abenteuers geschaffen. Die so genannten Origins, sechs mögliche Hintergründe von je ungefähr zwei Stunden Dauer, führen den Spieler nicht nur vorbildlich ins Gameplay ein, sondern resultieren noch lange Zeit später in passenden Anspielungen und Ereignissen.
So legt man sich wahlweise etwa als Angehöriger des unterdrückten Elfenvolkes mit der menschlichen Obrigkeit an oder wird als Kind des Zwergenkönigs zum Opfer einer gemeinen Intrige in der von strengen Standesgrenzen, Rivalitäten und wechselnden Bündnissen geplagten Höhlenstadt. Geschlechts- und rassespezifische Dialogzeilen sowie dazugehörige Vorurteile garantieren Abwechslung in den oftmals hervorragend, teilweise humorvoll, aber auch gern bösartig inszenierten Multiple-Choice-Gesprächen.
Meine Zwergin lästert so z.B. gern mal über die Religion der Menschen, man kann sich jedoch auch ganz tolerant geben und sogar segnen lassen. Leute wie ein Priester, der nur in Zitaten aus der heiligen „Schrift“ redet, sind aber einfach zu verlockende Ziele.

Xbox-Besitzer bleiben am Boden

Die Handhabung ist in allen Versionen gelungen, auf dem PC aber am praktischsten. Während man auf der Xbox dem vom Analogstick bewegten Helden lediglich in der drehbaren Nahansicht über die Schulter schaut, lässt sich die Kamera bei der PC-Version bis in die übersichtliche Vogelperspektive zoomen. Außerdem kann man Figuren als Alternative zu WASD auch per rechtem Mausklick an Zielorte schicken und auf Feinde hetzen. Sogar das Ziehen von Echtzeitstrategie-ähnlichen Kästchen zur Steuerung von Gruppen ist hier möglich.
Beiden Versionen gemeinsam ist hingegen die Möglichkeit zum Pausieren des Geschehens, um weitere Aktionen festzulegen, Waffen zu wechseln oder Sachen aus dem Inventar zu kramen. Die Zahlenleiste kann mit Objekten und Fähigkeiten für die Schnellauswahl belegt werden, auf der Xbox lassen sich lediglich zwei Sets aus je drei Button-Feldern dafür nutzen.
Die Spezialfähigkeiten werden im Lauf der Zeit und durch Neuzugänge in der Party immer vielseitiger. Da kann man z.B. Gegner reizen und so von geschwächten Kameraden ablenken, ihnen einen Tritt in die Weichteile verpassen, oder als Vorbereitung zum Brutzeln Ölfallen auf dem Boden platzieren, um diese dann anzustecken.
Der Schwierigkeitsgrad kann in vier Stufen geregelt und jederzeit geändert werden. Darüber hinaus lässt sich einstellen, in welchem Maße „Friendly Fire“ den Verbündeten zusetzt. Eine Rast ist zwischendurch nicht nötig, Lebensenergie und Zauberkraft regenerieren sich außerhalb der Kämpfe recht schnell. Trotzdem lohnt sich ein Abstecher ins heimische Camp, wo etwa ein zurückgebliebener Zwergenjüngling Waffen durch Verzauberungen aufmotzt. Mit entsprechenden Fähigkeiten lassen sich außerdem Kräutersalben herstellen oder auch Fallen zusammenbasteln.

Er will nur spielen!

Die Party besteht normalerweise aus vier steuerbaren Personen, zwischen denen man per Tastendruck hin und her springen kann. Mögliche Begleiter sind zum Beispiel der sympathische Wächter-Kollege Alistair, die zynische Hexe Morrigan oder ein geheimnisvoller Mörder namens Sten. Nicht genutzte Figuren holen das verpasste Aufleveln automatisch nach, wenn man sie wieder ins Team befördert.
Mit der Zeit komplexer werdende Einstellungen für Taktiken garantieren intelligentes Verhalten der KI-kontrollierten Figuren. So kann man auf Wunsch genau festlegen, wann sie zu Heil-Items greifen sollen, in welchen Situationen welche Spezialfähigkeiten einzusetzen sind und auf welche Feinde sie sich zuerst stürzen müssen.
Eine besondere Rolle spielt der selbst zu benennende Hund aus der Rasse der Mabari. Von furchteinflößender Gestalt, hoch intelligent und ein Kampfhund im wahrsten Sinne des Wortes, macht er mit Monstern kurzen Prozess, gibt sich gegenüber seinem Besitzer aber verspielt wie ein junger Welpe. Der Köter kämpft nicht nur als fast vollwertiges Gruppenmitglied inklusive Fähigkeiten oder Taktiken, sondern kann zwischendurch auf die Suche nach versteckten Gegenständen geschickt werden. Ein Vierbeiner als Sidekick ist natürlich nichts Neues und der Hund aus Fable IIWeitere Infos konnte ja auch Zeug ausbuddeln, aber der Mabari ist schon dadurch etwas Besonderes, dass er direkt gesteuert werden kann. Abgesehen davon ist der fellige Kumpel für ein paar ulkige Begebenheiten gut. So muss er im Nachtlager der Truppe zu seinem Leidwesen feststellen, dass Aas-Geschenke in der Unterwäsche bei der menschlichen Damenwelt weniger gut ankommen.
Screen 1
Duncan rekrutiert Wächter-Anwärter ohne Berücksichtigung ihrer Herkunft
Screen 2
Der Held kann mit Tätowierungen verziert werden
Screen 3
Origin Story: Der adelige Zwerg
Screen 4
Man ahnt es schon: Ein Widersacher
Screen 5
Morrigan nebst Mutter
Screen 6
Nahansicht...

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Dragon Age: Origins

Packshot
Rollenspiel
von EA, Bioware
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCNovember 2009
PS3November 2009
360November 2009

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

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Hexenjagd (DLC) (0:47)

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