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Test: Alarm für Cobra 11 - Highway Nights
Neue Stärken, alte SchwächenFrüher konnte man im Freitagskrimi einen gewissen Harry dabei bestaunen, wie er schon mal den Wagen vorfahren durfte. Gääähn. Heute hingegen jagt der Krimi-Fan am PC selber mit seinen Serienidolen Semir oder Ben Verbrecher über die Autobahn. Und das zum wiederholten Male mit einem Teil der Alarm für Cobra 11-Reihe von RTL Playtainment und Entwickler Synetic namens Highway Nights. Diesmal mit StoryWow! Da wartet die Kampagne doch diesmal tatsächlich mit einer echten Story auf. Per Videosequenz wird der Spieler gleich nach Spielstart Zeuge wie ein schwarzer Van, gejagt von Ben und Semir, ein stehendes Flugzeug zur Explosion bringt. Cut. Ortswechsel. Eine Texteinblendung verrät, dass man ab sofort die Geschehnisse eine Woche vor dieser terroristischen Tat nachspielen darf. Für Spannung ist dank dieser Rahmenhandlung also gesorgt.Doch leider entpuppen sich die kommenden Einzelaufgaben, die erst nach und nach freigeschaltet werden müssen, größtenteils wieder als biedere Checkpoint-Events. So jagt man Ganoven, in dem man mit dem Wagen Checkpoints abklappert. Überwacht autonome Aktivitäten in der Stadt, in dem man Checkpoints abklappert. Oder infiltriert einen Tuner-Club – richtig – in dem man Checkpoints abklappert. Da können auch die Schießeinlagen aus dem fahrenden Wagen oder der Einsatz eines ferngesteuerten Minifahrzeugs nur kurzfristig für Abwechslung sorgen. Immerhin muss man nicht alle Aufgaben starr der Reihe nach durchführen. Vielmehr darf man zwischendurch frei durch die Stadt cruisen und wird dann per Funk zu einem Einsatz gerufen. Neue Elemente wurden also durchaus eingebaut, dennoch will und kann wohl auch nicht einmal im Ansatz das Feeling eines Grand Theft Auto aufkommen. Schade, die durchaus wendungsreiche Story hätte mehr verdient. Es werde NachtDie Fahrphysik der Wagen ist wie gewohnt sehr arcadelastig und damit einsteigerfreundlich. Gefahren werden darf per Tastatur, Controller oder Lenkrad. Stoßstangen-, Motorhauben- oder Verfolgerperspektive, aus denen man u.a. das stets schöne Wetter im Spiel beobachten kann, sind standardmäßig dabei. Neu ist, dass man auch des Nachts auf Streife geht und zum Teil auch während eines Einsatzes den Wechsel der Tageszeiten erleben darf.Ebenfalls neu ist ein Fünf-Sterne-Bewertungssystem der Einsätze. So werden dem Spieler davon Sterne abgezogen, wenn etwa das Zeitlimit nicht eingehalten oder das Schadenslimit überschritten wird. Bei einigen Missionen ist – je nach Aufgabenstellung - bei zu viel Schaden aber auch gleich Schluss. Trotz alledem bleibt der Schwierigkeitsgrad ganz moderat. Für die erspielten Sterne werden übrigens nach und nach die ca. 40 Fahrzeuge (und Strecken) frei gefahren. An Bord sind wieder nur Fantasieautos, die aber echten Modellen bis auf den Namen so ziemlich gleichen. Das Spektrum reicht dabei von normalen Streifenwagen, schnellen Sportflitzern, monströsen Trucks bis hin zum klapprigen Dreirad! Die freigefahrenen Fahrzeuge und Strecken dürfen dann auch in Einzelrennen oder im Splitscreen für maximal zwei Spieler eingesetzt werden. Online-Multiplayer ist nicht vorhanden. Das Spiel zu welcher TV-Serie?Traurig: Nicht einmal mehr der Original-TV-Serienvorspann hat es ins Spiel geschafft. Es fehlt am Cobra 11-Feeling an allen Ecken und Enden. Ein paar Originalstimmen aus der Serie, die zudem noch recht unmotiviert wirken – mehr haben die Entwickler für die Fans der Serie und die Käufer der Spiele nicht übrig.Wenigstens wurde die Grafik etwas aufgepeppt. Die Fahrzeuge waren ohnehin schon recht ansehnlich. Hauptsächlich hat die Frischzellenkur daher den Explosionseffekten, dem Schadensmodell sowie der Umgebungsgrafik gut getan. So wirken Autobahnen, Ortsstraßen oder innerstädtische Kreuzungen des ca. 32 Quadratkilometer großen Einsatzgebietes ziemlich authentisch. Auch wenn Fußgänger komplett fehlen und der CPU-gesteuerte Verkehr allen StVO-Regeln zum Trotz nach wie vor macht was er will. Leider gibt es immer noch einige Clippingfehler und aufpoppende Gebäude am Horizont. Das HUD zeigt alle wichtigen Infos samt Rückspiegel an. Die Minimap, bzw. das Navigationsgerät hätte etwas weiträumiger gezoomt ausfallen können. Oft erkennt man zu spät, wo man abbiegen muss. Dafür lässt sich aber jederzeit per Tastendruck eine große Übersichtskarte zur Orientierung einblenden. Der Soundtrack ist nach wie vor Serienstandard und der Motorensound könnte zukünftig gern noch etwas mehr Schmackes vertragen. |
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