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Test: Colin McRae: DIRT 2
Hat sich das warten auf die PC-Fassung gelohnt?
Den Rennspieleherbst 2009 eröffnete Codemasters im September fulminant mit Colin McRae: DIRT 2 als Konsolenversion für Xbox 360 und PlayStation 3. Nun ist es an genau diesem DIRT 2 das Rennspielejahr 2009 mit der PC-Version ausklingen zu lassen. Ran an die Lenkräder und feste drauf auf's Gas!All over the WorldMalaysia: Enge matschige Pfade durch dicht bewachsenen Dschungel. Vorsicht: Rechts und links jede Menge Bäume! Marokko: Knochentrockene Pisten über weitläufiges Gelände. Vorsicht: Versteckte Steine lauern unter verdorrten Grasbüscheln! Kroatien: Schotterpisten im bergigen Terrain. Vorsicht: Enge Haarnadelkurven! Utah: Staubige Strecken in malerischen Bergkulissen. Vorsicht: Steile Abhänge! London: Enge Arena-Rundkurse vor tobender Kulisse. Vorsicht: Leitplanken unangenehm nah!Hier und auf weiteren Stationen rund um den Globus müssen die Luftfilter von Subaru Impreza WRX Sti, Hummer H3, VW Race Touareg & Co. jede Art von Staub und Dreck fressen. Der Wagenumfang ist mit ca. 30 Vehikeln leider etwas mager, zumal die großen Race-Trucks aus dem Vorgänger ersatzlos gestrichen wurden. An Strecken hätten wir uns auch gern mehr gewünscht, etwa Kurse auf Schnee und Eis. Auch Events bei Regen mit ordentlich schlammigen Untergründen hätten dem Spiel noch gut zu Gesicht gestanden. Dafür darf man immerhin auch mal im Dunkeln um ausgesuchte Kurse räubern. My Trailer is my castleSoweit, so ernüchternd. Wodurch bezieht DIRT 2 aber dann seinen Reiz? Ganz einfach, hier fährt man nicht gegen Max Mustermann oder Norman Noname, sondern misst sich mit Fun- und X-trem-Sportlern, wie Travis Pastrana, Ken Block oder Dave Mirra. Damit nicht genug, wird man von diesen Stars sogar direkt mit Namen (soweit in der Profilauswahl vorhanden) angesprochen. Sehr aufbauend, wenn Travis sich lobend über den Fahrstil äußert oder Tanner Foust unser Freund werden und sogar mit uns Teamwettbewerbe austragen will. Für Atmosphäre sorgt auch, je nach Auswahl, ein weiblicher oder männlicher Beifahrer. Hier werden nicht nur Streckendetails angesagt, sondern da fallen auch nach Unfällen Bemerkungen wie: „War doch nur ein kleiner Kratzer.“ oder „Jetzt konzentriere dich aber mal!“Dazu kommt noch ein Menü, das seinesgleichen sucht. Im abgesteckten Quartier blickt man aus der Ego-Perspektive im Außenbereich umher und kommt so zu den Rennen, an seine Wagenliste oder die Optionen. Steigt man dann in seinen Trailer (Wohnwagen) findet man hier auch die Weltkarte mit der Rennauswahl auf dem Tisch. Eine Drehung zur Pinnwand und schon kommt man zum Multiplayer und auf der Couch liegen Bestenlisten aus. Das ganze geht flugs von der Hand und wird auch wider erwarten nach längerem Spielen nicht nervig. Glücklich mit Geld und EPDer Umfang an Renn-Modi ist angenehm und sorgt für Abwechslung. Neben den Standardrennen in fünf Modi, wie Rally, Raid oder Rallycross, warten noch drei Spezialdisziplinen auf den Fahrer. Bei Gate Crasher muss man kleine Schaumstoffaufsteller auf der Strecke zerstören um wertvolle Zeitgutschriften für einen ablaufenden Timer zu erhalten. Beim Last Man Standing (oder einfacher Ausscheidungsrennen) fliegt nach einer Minute der Letztplazierte raus. Nach jeweils 20 Sekunden folgt der Nächste. Dominanz nennt man den Modus, bei dem der Sieger nach Sektorenbestzeiten ermittelt wird.Positiv: Es gibt kein enges Karrierekorsett, vielmehr kann man sich die Rennen und Mini-Meisterschaften innerhalb der drei Rennklassen aussuchen, die man am liebsten fährt. Nur wenn man an den finalen World-Tour-Events teilnehmen will, müssen dafür in jeder Region verschiedenen Qualifikation-Events gewonnen werden. Grundsätzlich sind aber zu Beginn noch nicht alle Rennen und Events freigeschaltet. Dafür benötigt man Erfahrungspunkte (EP). Gesammelt werden diese bei jedem Rennen mit der einfachen Rechnung: Je besser platziert und je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Geld für Autokäufe und desto mehr EP bekommt man. Zusätzliche EP gibt es für Sonderaufgaben. So lassen u.a. Salto-Mortale, das Erreichen von Vorgaben bei Kilometerstand oder an Überholmanövern das EP-Konto anschwellen. Zwischendurch darf man noch an drei X-Games-Veranstaltungen in Europa, Asien und Amerika teilnehmen. Als weiteren Schub für die Motivation hat man noch verschiedene, mehr oder weniger sinnvolle Objekte zum Freischalten eingebaut. Neue Hup-Geräusche, Anhänger für den Innenspiegel oder Figuren für das Amaturenbrett sind genauso, wie zig vorgefertigte Lackierungen für die eigenen Autos oder gar flotte Boni-Wagen dabei. |
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