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Test: Das Geheimnis des Berghotels

Endlich Schnee! Packen wir die virtuellen Ski ein oder sparen wir uns den Ausflug ins Berghotel?
 
Besser spät als nie? Nachdem das Das Geheimnis des Berghotels bereits 2007 in Russland und 2008 in Frankreich erschienen ist, hat das Spiel nun auch seinen Weg nach Deutschland gefunden.
Interessanterweise basiert die Story des Adventures auf dem Roman Hotel ‚Zum verunglückten Bergsteiger’ von Arkadi und Boris Strugatkzi. Shooter-Fans sind die beiden Brüder bereits ein Begriff. Dem Endzeit-Hit S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of ChernobylWeitere Infos diente ebenfalls ein Roman des Schriftstellerpaars als Vorlage. Eine faszinierende Story und dichte Atmosphäre sind also garantiert, oder?

Mordsurlaub

Endlich kann Peter Glebski seinen wohlverdienten Urlaub antreten. Als Ort der Entspannung hat der Polizei-Inspektor ein Hotel mit dem vertrauenserweckenden Namen Zum verunglückten Bergsteiger gewählt. Schon bald muss Glebski feststellen, dass in dem eingeschneiten Berghotel einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Gleich nach seiner Ankunft wird Glebski in seinem Zimmer eingeschlossen. Wertgegenstände verschwinden. Steckt hinter all dem der Geist des namensgebenden Bergsteigers, der hier in der Nähe verunglückt ist?
Trotz der mysteriösen Ereignisse kann kaum so etwas wie Spannung aufkommen. Erst nach zwei Dritteln des Spiels geschieht ein Mord, und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Jedoch bleibt die Story stets oberflächlich, was auch an den trägen Dialogen und langweiligen Charakteren liegt. Bemerkenswert ist jedoch, dass es innerhalb des Spiels verschiedene Varianten und somit auch unterschiedliche Spielenden gibt. Diese beziehen sich aber vor allem auf die Rolle der Hotelgäste innerhalb der Handlung.

Laufarbeit

Inspektor Glebski wird von uns per Point&Click durch das Hotel gesteuert. Fahren wir mit dem Cursor über den Bildschirm, verwandelt er sich kontextabhängig. Dies geschieht jedoch mit einiger Verzögerung, so dass ein schnelles Absuchen der Hotelräume nicht möglich ist. Auch eine Hotspot-Aktion ist nicht vorhanden. Endgültig zur Geduldsprobe macht die Suche der Umstand, dass es in dem Hotel eine riesige Anzahl an Räumen gibt, welche mit nur wenige Pixel kleinen Objekten nicht geizen. Eingesammelte Gegenstände wandern per Linksklick ins Inventar.
Dort finden wir zudem ein Tagebuch, das Informationen über Personen im Hotel bereithält. Darüber hinaus gibt es hier Notizen über das bisher Geschehene sowie Gedanken von Glebski. Diese sollen als roter Faden dienen, was in der Praxis jedoch nicht immer funktioniert. Auch an einen Grundriss des Hotels haben die Entwickler gedacht. Dieser ist mangels Beschriftungen nur mäßig nützlich, so dass wir lieber auf eigene Faust das Hotel erkunden.
Die Handhabung krankt noch an anderen Stellen. Es gibt keine Objektbeschreibungen oder Feedback von Glebski. Zudem ist beim Rätseln die Handhabung durch umständliches An- und Abwählen der Objekte im Inventar schlecht gelöst worden. Rätsel sind aber ohnehin kaum vorhanden. Zwar sind die Räume mit einer Unmenge an Gegenständen ausgestattet, aber wirklich spielrelevant ist davon kaum etwas.
Neben den wenigen Kombinationsrätseln wartet das Spiel mit einigen Logikspielen auf. Diese sind dann etwa so wie folgendes aufgebaut: Glebski steht am Buffet und muss aus der riesigen Auswahl das richtige Essen für sich zusammenstellen. Dabei muss er darauf achten, dass sich keiner der Hotelgäste über seine Zusammenstellung lustig macht. Schwachsinniger geht’s wohl kaum! Das schwache Gameplay glänzt zudem mit öden Minispielen, die bis auf eines für die Lösung des Spiels keine Bedeutung haben. Die Liste mit den Gameplaymängeln ließe sich noch beliebig fortführen. Besonders störend fallen jedoch etliche Logikfehler auf.

Nussknacker

Das Szenario ist durchaus stimmungsvoll. Die Räume und Szenen des verschneiten Berghotels verfügen über Charme und viele Details. Nette Animationen wie Schneefall oder gefrorener Atem hauchen der Spielwelt Leben ein. Auch die Beleuchtungseffekte und Spiegelungen sehen nett aus. Störend ist jedoch die niedrige Auflösung der Spielgrafik. Auch die Tatsache, dass Aktionen wie eine Objektaufnahme nur symbolisch ausgeführt werden, fällt negativ auf. Darüber hinaus sind die 3D-Charaktere keine Schönheiten. Passend zur Jahreszeit erinnern ihre Mundbewegungen an Nussknacker. Ihre Gesten und Mimiken bestehen lediglich aus unkontrollierten Zuckungen.
Die Hintergrundmusik ist bis auf einige wenige geradezu lächerlich schlechte Titel insgesamt ordentlich und passt zumeist zum Szenario. Auch die Qualität der Sprecher ist auf einem durchschnittlichen Niveau.
Screen 1
Ankunft im Berghotel
Screen 2
Ein Plausch auf dem Balkon
Screen 3
Früher war alles besser.
Screen 4
Glebski nutzt seine Jedi-Kräfte.

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Das Geheimnis des Berghotels

Packshot
Klassisches Adventure
von KOCH Media
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
PCNovember 2009

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
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Bewertungen zum Spiel

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