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Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr soundso und viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringen irgendwelche Schrottkisten in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor sehen wollte… Mit dem Plot kann man mich immer noch ködern, denn obwohl der damals zehnjährige Junge, den die Bilder der ersten Mondlandung zu wilden Space Opera Träumen verführten, in mir mittlerweile etwas ernüchtert aus der Wäsche guckt - etwas von der alten Faszination ist geblieben. Ein Hack'n'Slay wie Greed - Black Border, platziert in einer Science Fiction Welt lässt mich aufhorchen. Der Fantasy-Background dieses Genres ist vergleichsweise erschöpfend beackert und wer will schon, mit Diablo 3 am fernen Horizont, sich zum x-ten Mal den blutigen Weg durch endfertige Ork- und Goblinhorden bahnen? Aus dem gleichen Haus wie Greed kommt übrigens Avencast , ein Vertreter ebendieser Gattung, welcher vor zwei Jahren einige neue Ideen ins Schnetzeleinerlei brachte und wohlwollend wenn auch nicht enthusiastisch aufgenommen wurde. Und ewig schlurft das MurmeltierLeider erweist sich Greed nun auch nicht gerade als gehaltvoller Geschichtenerzähler. Mit sparsamen Bildern und Infos skizziert der Vorspann eine Zukunft in der sich die fünf Planetenkolonien der Menschheit im Kampf um das seltene und wertvolle Metall Ikarion in den Haaren liegen. Unser Protagonist folgt derweil einem Notruf und steuert ein havariertes Raumschiff an. Kaum angekommen muss er feststellen, dass ein Großteil der Besatzung fragmentiert und großflächig auf dem Boden verteilt auf die Entsorgung durch die Putzkolonne wartet. Die Raumfahrer, die nicht so viel Glück hatten, tapern stöhnend und seufzend als Zombies durch die Korridore und schlurfen ihrer Erlösung durch Flammenwerfer, Plasmastrahlen oder Laserkanone entgegen.Hmpf. Zombies in Raumschiffe zu verfrachten ist nicht wirklich ein brandneuer Einfall, der auch durch Aufsplittung in untote Mechaniker, Chemiker, Vorarbeiter, Sägemeister(!) u.ä. nicht an Originalität gewinnt. Warum hat man eigentlich noch nie was von untoten Sozialarbeitern, Ohrenärzten oder Bäckereifachverkäuferinnen gehört? Kann doch nicht sein, dass hier offensichtlich ganze Berufsgruppen diskriminiert werden! Gehört aber womöglich nicht hierhin. Der zweite Teil des beweglichen Raumschiffinventars rekrutiert sich aus durchgeschüsselten Wartungsrobotern und spinnenartigen Maschinenwesen sowie einigen Exoten, wie diesem wirren Kerl, der mit explosivem Material engen Körperkontakt sucht um dann, ja, zu explodieren. Erinnert irgendwie an Serious Sam . Die Artenvielfalt hält sich leider, nicht nur im ersten der drei Schauplätze (auch später treffen wir wieder auf Horden von Zombies), in engen Grenzen. Besonders beeindruckend sind die Widersacher sowohl optisch als auch im Kampfgeschehen nicht, lediglich die überdimensionierten Bossmobs sind sehr fordernd. Da wir uns etwas entfernt von der Action in der bekannten isometrischen Draufsicht durch die Schauplätze bewegen, wird die möglicherweise angestrebte gruselige oder schaurige Stimmung nicht erreicht. Der dünne Handlungsfaden, der nur sporadisch mittels Textnachrichten weitergesponnen wird, sorgt ebenfalls nicht für große Aufregung. Nun gut, dann verabschieden wir uns einfach mal von der Vorstellung, dass wir hier mit einer spannenden Geschichte und abwechslungsreicher Handlung verwöhnt werden sollen, legen die ganz platte Diabloschablone an und – siehe da - jetzt passt es besser. | ||||||||||||||||||||||||
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