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Anfang der 90er erschien mit MAD TV die erste witzige Wirtschaftssimulation und schnell gewann das Spiel eine recht große Fangemeinde. Nun, fast 20 Jahre später, wagt sich Kalypso Media mit MUD TV an ein Remake des einst so erfolgreichen PC-Spiels. Der Titel soll im Februar für PC erscheinen, Grund genug das Ganze schon mal anzuspielen. Manche Dinge ändern sich nieViel hat sich nicht verändert, was den Grundansatz von MUD TV im Vergleich zu MAD TV angeht. Immer noch gilt es einen Sender aufzubauen, der durch geschickt platzierte Werbeblöcke stinkreich wird. Der größte Unterschied besteht im Aufbaufeature. Bei MUD TV könnt ihr nämlich euren Sender mit zahlreich Funktionsräumen erweitern. Dazu später mehr.Nachdem der Sendername, sowie die Anzahl der KI-Gegner ausgewählt wurde, geht's auch schon los. Wir sehen eine spärlich bebaute Hochhausetage, mit ein paar kleinen Büros und einiger freier Fläche. Von hier aus werden wir also unser TV-Imperium regieren und langsam die Weltherrschaft an uns reißen. Zu diesem Zweck stehen uns zahlreiche weitere Räume zum Kauf bereit, u.a. eine Kaffeeküche zur Motivation der Mitarbeiter, diverse TV-Studios und zusätzliche Büros. Dazu fehlt uns allerdings zunächst das nötige Kleingeld. Also ab ins eigene Chefbüro und erstmal den Sendeplan erstellen. ARTE oder RTL2 – Die ZielgruppenfrageFür die Programmgestaltung stehen verschiedenen Formate zur Verfügung. Grundsätzlich sind diese unterteilt in Filme, Shows und Serien. Jede dieser Kategorien ist dann wieder unterteilt in acht verschiedene Zielgruppen. Diese reichen vom Rentner bis zum Yuppie und von der Hausfrau bis zum Emo-Teenanger. Da diese aber nur durch sehr kleine Bildchen dargestellt werden, ist es teilweise schwierig die Übersicht zu behalten. Die Kunst des Spiels besteht nun darin, die richtig Zielgruppe vor die Glotze zu locken, um so möglichst gute Werbeblöcke platzieren zu können, die dann wiederum Geld in die leeren Kassen spülen.Vorsicht ist allerdings geboten, denn wenn man die Werbeverträge nicht in der angegeben Zeit erfüllen kann, drohen statt Reichtum böse Geldstrafen. Es muss also schon genau hingesehen werden, welche Verträge man vorher annimmt und inwieweit diese zu den Sendeformaten passen. Werbung für leckeren Gerstensaft bei „Gundis Nähstube“ funktioniert etwa genauso schlecht, wie Tampon-Werbung beim neuen Actionkkracher mit Chuck Schnorres. Mindestens genauso wichtig sind im späteren Verlauf aber die Eigenproduktionen, da diese meist billiger sind und ebenso gute Quoten bescheren. Hierzu müssen natürlich erst die entsprechenden Funktionsräume und einiges an Personal vorhanden sein. Danach kann man dann seine eigenen Filme, Serien oder Shows produzieren. Grafisch kein Quantum TrostGrafisch hält sich das Spiel im Comicstil in einer drehbaren Draufsicht, die zweckdienlich ist, aber auch nicht gerade einen Schönheitspreis gewinnt. Die Systemanforderungen werden sich dadurch aber wohl auch im Rahmen halten. Bleibt zu hoffen, dass in der fertigen Version dann noch ein paar hübsche Details zu bestaunen sind, da bisher alles noch etwas leblos wirkt. Auch an der Musik sollten die Entwickler noch feilen, sie dürfte gern dezenter und abwechslungsreicher werden.Schön allerdings, dass wie im inoffiziellen Vorgänger MAD TV die KI-Avatare in Echtzeit durch das Hochhaus flitzen. Es hat nämlich durchaus seinen Reiz wenn man den Gegner tatsächlich sehen kann, wie er sich mit dem Saboteur unterhält und man nur hoffen kann, nicht selbst Opfer zu werden. Gesteuert wird fast alles über einen als Hauptmenü dargestellten PDA, über den sich fast alle Menüs erreichen lassen - mit Ausnahme diverser Menüs, die wieder nur in gebauten Funktionsräumen erreichbar sind. Der PDA verfügt z.B. über ein Mitarbeitermenü. Will ich meine Mitarbeiter aber weiterbilden, kann ich das nicht aus dem Menü heraus tun, sondern muss mich erst in einen extra Mitarbeiterraum begeben. Hier fehlt es als etwas an Struktur. Ein Mehrspielermodus über Internet oder LAN wird dabei sein, konnte aber genauso wie die Kampagne noch nicht getestet werden, da in der Preview-Version noch nicht vorhanden. Ebenso soll ein Filmeditor mitgeliefert werden, mit dem es dann möglich sein wird, die an reale Filme angelehnten, aber dennoch fiktiven Titel zu ändern. | ||||||||||||||||||||||||
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