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Nachdem 1C Company Freunde von Strategie und Simulation bereits nach Europa in den Zweiten Weltkrieg geschickt haben, geht es nun nach Nordafrika. In staubiger Atmosphäre und mit einigen neuen Features ausgestattet, geht es um die Kontrolle von Pässen und Wüstenabschnitten. Von Sidi Bou Zid bis KasserineTheatre of War 2 ist, wie sein Vorgänger, ein Echtzeitstrategiespiel mit starkem Simulationscharakter und einigen RPG-Elementen. Inhaltlich bietet es 15 Missionen in drei Kampagnen auf Seiten der Deutschen, Amerikaner und Briten. Dabei wird historisch die Zeit nach der Schlacht von El Alamein beleuchtet, als sich das Afrika Korps zu seiner letzten Offensive aufmachte. Die Missionen sind allerdings eher lose durch recht lange Texte zusammengehalten. Zwischensequenzen sucht man hier vergeblich. Dazu kommt, dass man in unterschiedlichen Kampagnen auch mal die gleiche Mission spielt, nur seitenverkehrt. Inhaltlich bieten sie auch nur die altbekannten Szenarien für Angriff und Verteidigung. Man könnte fast von einem inhaltlichen AddOn für den ersten Teil sprechen.Dafür bieten die mehrere Quadratkilometer großen Karten erneut viel Spielraum für ausgedehnte Manöver und es können wieder Bomber, Jagdmaschinen und Sturzkampfbomber zur Hilfe gerufen werden. Den Mangel an Szenarien kann man mit dem beigefügten Editor selber oder durch die Community beheben. Des weiteren gibt es auch wieder die Möglichkeit über LAN und Internet mit bis zu acht Strategen die Kräfte zu messen. RollenspielWie sein Vorgänger bietet Theatre of War 2 wieder totale Kontrolle über jeden einzelnen Soldaten der Einheit. Es können wieder Rollen verteilt und Fahrzeugcrews festgelegt werden. Im Kampf kann man den Soldaten auch wieder neue Waffen zu teilen, falls ihnen die Munition ausgegangen ist. Auch Kampfmoral spielt hier wieder eine Rolle. Nach jedem Einsatz darf man zudem Erfahrungspunkte auf verschiedene Bereiche der Soldaten, wie Sichtweite, Geschwindigkeit oder Schussgenauigkeit verteilen. Man sollte also auch hier wieder Acht auf seine Soldaten geben.Das Arsenal des Nachfolgers fällt wie die Anzahl der Kampagnen und der Missionen recht gering aus. Nach über 150 Fahrzeugtypen, sind jetzt noch 50 übrig geblieben. Allerdings sind es ja auch weniger Parteien im zweiten Teil und auch der zeitliche Rahmen ist eingeschränkt. Nach Polen und Franzosen im ersten Teil, wären aber auch Italiener hier nicht falsch gewesen. SteuerungskrämpfeIn Theatre of War 2 hat man vor allem an den im Hintergrund werkelnden Mechanismen gearbeitet. Neue Eigenschaften der KI sind so z.B. das automatische Deckung suchen bei Beschuss und das angepasste Vorrücken. So robben die Soldaten unter Beschuss oder nutzen beim Vormarsch gegebene Deckungsmöglichkeiten wie Mauern oder Häuserwände. Daneben gibt es aber auch einige Probleme. So stockt die Bewegung ab und zu, reagiert spät oder Panzer versuchen sich zu drehen anstatt einfach rückwärts zu fahren. In heiklen Situationen kann das zu frustrierenden Verlusten führen. Im Allgemeinen scheint die Wegfindung nicht sonderlich gut zu sein.Das Sichtsystem wirkt zudem etwas unausgeglichen. So wird man aus einiger Entfernung mit MGs beschossen, sieht auch vorher das es kommt, hat aber keine Möglichkeit das Feuer, nicht mal mit Panzern, zu erwidern. Wenn dann die Infanterie in großen Zahlen stirbt wird man zudem von ständigen Unterbrechungen genervt, da jeder Tod mit einer Spielpause quittiert wird. Die Oberfläche ist ansonsten aber recht gut zu bedienen. Glücklicherweise, denn das eher schlecht gemachte Tutorial erklärt zwar die grundsätzlichen Möglichkeiten, versäumt es aber die Steuerung näher zu erläutern. Einsteiger haben es hier also schwer. RealistischBei der Darstellung gibt es ein paar Plus- und Minuspunkte. Positiv sind wieder die detailgetreuen Fahrzeugmodelle, die weit ausgedehnten Landschaften inmitten der bergigen Regionen Nordafrikas und auch die Gestaltung der wenigen Siedlungen ist gut gelungen.Schlecht sind aber wieder die Effekte von Explosionen und aufgewirbeltem Staub. Rauchtexturen, die sich durch Einheiten bewegen müssen halt nicht mehr sein. Wegen des Settings wirken auch die Karten etwas karg, die Animationen der Einheiten, vor allem die Übergänge, sind sehr sprunghaft und passen teils nicht zu der Bewegungsgeschwindigkeit. Wieder ein großes Problem ist die Performance. Selbst Systeme mit höheren Spezifikationen als den empfohlenen Anforderungen kommen bei größeren Gefechten stark ins Ruckeln. Der Sound kann dagegen gegenüber dem Vorgänger überzeugen. Das weit entfernte Dröhnen der Artillerie und auch die Explosionen in nächster Nähe wirken realistischer. Passend zum Simulationscharakter gibt es im Spiel selber auch keine Musik. | ||||||||||||||||||||||||
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