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Toki Tori
Denkspiel
von Two Tribes
PCJanuar 2010 (über Steam)
  Infosheet

Test

Trailer (1)  

Bewertungen

GameCaptain
80 %
Test lesen
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Screenshots zum Test

Screen 1
Toki Tori plant seine Route
Screen 2
Einfach: In diesem Level kann man unendlich oft teleportieren
Screen 3
Der Geist fällt gleich nach unten, das Küken bereitet die nächste Falle vor
Screen 4
Auf Tauchgang

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Kleiner Vogel, große Aufgabe: In vier Welten mit mehr als 80 Levels muss das Küken Toki Tori seine jüngeren Geschwister (sprich Eier) einsammeln, bedroht von Abgründen, Lava, Gespenstern und Sackgassen. Wie die Schlingel dorthin kommen, bleibt ein Geheimnis, denn genauere Infos oder ein Introvideo gibt es nicht. Wahrscheinlich sind sie einfach auf ihren abenteuerlustig aus der Schale lugenden Füßchen losmarschiert...

Nächster Versuch

Toki Tori watschelte erstmals auf dem GameBoy Color durch die Spielewelt, ging damals aber trotz guter Kritiken ein wenig unter. Die aktuelle PC-Variante über Steam entspricht weitgehend dem vor einer Weile erschienenen WiiWare-Remake, bekam aber ein paar Extralevels und natürlich eine angepasste Steuerung spendiert.
Letztere bietet für jeden etwas, unterstützt nämlich gleich drei Eingabegeräte, die man auch einfach mittendrin wechseln kann. Während man das Hühnchen mit der Tastatur oder dem Analogstick des Gamepads direkt durch die 2D-Umgebungen lenkt, bewegt es sich per Mausklick selbstständig zum Zielort (sofern möglich). Das ist sehr komfortabel, man muss nur ein bisschen aufpassen, dass Toki Tori nicht durch Fehlklicks übers Ziel hinausschießt oder in ein Stachelschwein rasselt. Außerdem ist seine Wegfindung gelegentlich nicht ganz optimal. Ansonsten funktioniert die Mauskontrolle aber überraschend gut.
Schon Höhenunterschiede, über die Jump&Run-Helden nur lachen, stellen für den kleinen Piepmatz unüberwindbare Hindernisse dar – er kann nämlich nicht springen (lediglich niedrige Stufen erklimmen) und nur senkrecht nach unten flattern. So gilt es, sich vor den ersten Schritten schon eine passende Reihenfolge fürs Einsammeln der Eier zu überlegen, damit man etwa eine tiefe Grube, aus der es kein Entkommen gibt, erst am Ende des Weges aufsucht.

Da raucht der Kopf

Das ganze Unterfangen ist anfangs ein Kinderspiel, wird bald aber zunehmend knifflig, vor allem in den später freigeschalteten schweren Varianten der Levels. Komplizierter und unterhaltsamer gestaltet sich die Eierjagd besonders durch eine meist festgelegte Zahl von Hilfsmitteln: Holzbrettchen überbrücken z.B. Löcher, per Teleport bewegt man sich durch Wände in alle vier Himmelsrichtungen, ein Schießprügel verwandelt unliebsames Getier in formschöne Eisklumpen (die anschließend aber schlimmstenfalls im Weg stehen...), eine Gespensterfalle lässt die Spukgestalten nach unten plumpsen und ein anderes Gadget erzeugt Blöcke.
Um diese Sachen an den richtigen Stellen und im perfekten Moment einzusetzen, braucht es schon etwas Köpfchen. Steht man mal ganz auf dem Schlauch, lässt sich der Abschnitt per Joker überspringen. Der Haken: Das Teil ist ein Einzelstück und muss zur späteren Verwendung erst wieder durchs Schaffen des aktuell ignorierten Levels abgeholt werden. Knobelfans sind nicht nur deshalb eine ganze Weile beschäftigt, zumal die Entwickler für die Zukunft kostenlosen Nachschub versprechen.
Durch bestimmte Leistungen wie das Abschließen einer Welt lassen sich „Errungenschaften“ erspielen, Highscores oder ein Duell gegen die Zeit gibt es hier aber nicht.

Bunt und süß

Technisch reißt Toki Tori keine Bäume aus, macht für ein Spiel dieser Art (und angesichts des unschlagbaren Preises) aber einen durchaus gelungenen Eindruck, vor allem durch fröhliche Hintergrundmelodien, knallige Farben und die Animationen des putzigen Vögelchens. Zu viele Details und Effekte können bei einem solchen Puzzle-Platformer ja auch stören.
Die Beschränkung auf eine Gegnerart pro Welt ist aber schon etwas mickrig und auch beim Drumherum hätte man, etwa durch kurze Zwischensequenzen als Ergänzung zu den kargen Textkästen, noch Sympathiepunkte sammeln können.
 
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