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Test: Cursed Mountain

Ist Cursed Mountain der neue Gipfel des Survival-Horror Genres?
 
Konsolenumsetzungen auf den PC sind ja im Prinzip nichts besonderes. Wenn allerdings ein Spiel von Nintendos Fuchtelbox Wii auf den PC portiert wird, lässt das erstmal aufhorchen. Wie wurde das doch recht andere Steuerungskonzept für Maus und Tastatur angepasst und wie sieht es mit der technischen Umsetzung im Hinblick auf die Grafik aus? Immerhin ist die Wii ja im Grunde nur ein leicht aufgemotzter Gamecube. Ob Cursed Mountain der neue Gipfel des Survival-Horror Genres ist oder doch eher ein Fluch darauf liegt, soll der nachfolgende Test zeigen.

Auf dem Dach der Welt spukt's

Frank Simmons ist Extrembergsteiger und im Himalaya unterwegs, um im Auftrag des Expeditionsorganisators E. Bennett ein Artefakt zu finden, welches dort oben angeblich vor langer Zeit von buddhistischen Mönchen versteckt wurde. Allerdings ging während des Aufstiegs irgendwas schief und nun gilt Frank seit drei Tagen als verschollen. Eric Simmons, ebenfalls Profikraxler und zufällig auch in der Gegend, will seinen jüngeren Bruder natürlich nicht hängen lassen und begibt sich auf eine Rettungsmission.
Erster Anlaufpunkt ist die von Sherpas bewohnte Stadt Lhando in 5100m Höhe. Hier lebt auch Bennett, der noch am ehesten über Hinweise zu Franks Verbleib verfügen dürfte. Allerdings muss Eric erstmal dessen Haus ausfindig machen, was nicht so ganz einfach werden dürfte. Denn die Stadt, die den Eindruck erweckt als wäre die Zeit dort vor 50 Jahren stehen geblieben, wurde von ihren Einwohnern scheinbar fluchtartig verlassen. Schon bald merkt Eric, dass Lhando im wahrsten Sinne des Wortes eine Geisterstadt geworden ist.

Der Berg flucht

Cursed Mountain ist in spielerischer Hinsicht ein typischer Vertreter des Survival-Horrorgenres, allerdings im bisher unverbrauchten Himalayasetting. Man steuert die Spielfigur mittels WASD-Tasten durch die stets linear angelegten Levelstrukturen. Dabei schafft es das Spiel anfangs auch eine sehr dichte Atmosphäre aufzubauen. Die altertümlich-buddhistische Architektur und die dazugehörige kahle Berglandschaft wirken authentisch und die Darstellung von Nebel- und Schnee lässt einen fast Bergluft vor dem Monitor schnuppern.
Wenn dann die ersten phantomhaften Gestalten durchs Bild huschen, steigt die Hoffnung auf ein gelungenes Horrorspektakel nochmal ein ganzes Stück an. Die erste Begegnung der spukigen Art stellt dann aber auch fast den spannungsmäßigen Höhepunkt dar. Die ersten 3-4 Kämpfe mit den Geistern, die man mittels eines verzauberten Eispickels zunächst zerhackstückt und dann ganz profan abschießt, sind nur anfangs spannend. Spätestens nach dem 10. Fight verkommt der Eispickel-Exorzismus zur lästigen Pflichtaufgabe: mit dem Fadenkreuz anvisieren und 2-3 mal „ballern“ bis ein rotes Symbol am Gegner aufleuchtet. Dann kann man entweder den finalen Schuss setzen oder man führt eine Art Ritual aus, um den Geist zu bannen, was denselben Effekt hat: der Gegner löst sich in einer Aschewolke auf. Dazu zentriert man das Symbol, drückt Space und muss dann unter moderatem Zeitdruck mit der Maus ein zufälliges Symbol nachzeichnen. Der Vorteil der Mausschubserei ist, dass man auf diese Weise etwas Lebensenergie gutgeschrieben bekommt. Wirklich nötig hat man das jedoch nicht: Die Gegner wanken meist im Schneckentempo heran und sind viel zu einfach zu besiegen. Das Spiel ist generell für erfahrene Zocker zu leicht. Höhere Schwierigkeitsgrade? Fehlanzeige! Es gibt nur einen.
Zudem findet man an jeder Ecke in herumstehenden Vasen Räucherstäbchen, mit denen man an Schreinen Lebensenergie regenerieren kann. Auch rätseltechnisch gibt sich Cursed Mountain eher simpel. Meist müssen irgendwelche Schlüssel oder Gegenstände gefunden werden oder man muss magische Barrieren brechen bevor man einen neuen Bereich betreten kann. Letzteres funktioniert wie gehabt über das erwähnte Symbol-nachmalen. Irgendwelche Anreize die Gegend zu erkunden gibt es kaum. Die einzigen Gegenstände mit denen man interagieren kann sind meist die erwähnten Vasen die man mit dem Pickel zerdeppern kann und herumliegende Schriftstücke die etwas Licht in die Geschehnisse um den „heiligen Berg“ bringen. Daneben gibt es noch hier und da Statuen zu finden, die die Lebensenergie permanent ein wenig erhöhen. Das war's.

Wii-so sieht das so Bäh aus?

Matschige Texturen und wenige Details. Was auf der Wii noch in Ordnung sein mag ist für PC-Verhältnisse einfach zu wenig – zumindest wenn man wert auf gute Grafik legt. Cursed Mountain sieht stellenweise aus wie ein frühes PS2-Spiel. Zudem hat man den Eindruck, dass die Geister allesamt aus der Klonfabrik kommen. Entweder sind das wirklich immer dieselben Geister die sich nur nach jedem Ableben neu manifestieren oder die Entwickler haben einfach nach 5-6 Modellen keine Lust (oder Zeit) mehr gehabt. Zumindest punktet das Spiel mit ordentlichen Partikeleffekten, einer gelungenen sphärischen Soundkulisse und guten Sprechern.
Screen 1
Einige Stellen sehen ganz nett aus...
Screen 2
..und verbreiten eine angenehm-mystische Atmosphäre.
Screen 3
Die Geistwesen sind nur anfangs ein Grund für sanften Schauer.
Screen 4
Die Entwickler haben recherchiert und sorgen mit religiösen Stilmitteln für Authentizität.
Screen 5
Da langweilt sich jede Highend-Grafikkarte zu tode.
Screen 6
Die Stelle sieht gefährlich aus, aber man kann nicht runterfallen. Schade, so verschenkt man Spannung.

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Cursed Mountain

Packshot
Survival-Horror
von KOCH Media
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCFebruar 2010
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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