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Test: Max and the Magic Marker
Jump & Run mit Zauberstift.
Liebe Kinder: Wenn ihr in der Post einen magischen Stift findet, lasst am besten die Finger davon. Oder malt wenigstens kein Monster... Der kleine Max hat diesen Rat nicht beherzigt (kein Wunder, ich hab mir die tolle Weisheit ja auch gerade erst ausgedacht) und dadurch jetzt das bösartige Wesen Mustacho am Hals, welches in den Bildern des Jungen für Ärger sorgt. Bewaffnet mit der Quelle allen Übels macht sich der Nachwuchsheld auf die Reise durch drei Welten mit jeweils fünf Unterabschnitten.Hüpfereien mit Schwerkraft und StatikIm Herzen ist Max and the Magic Marker ein recht klassisches 2D-Jump & Run, in dem man sich per Tastatur durch die Gegend bewegt, Sprungpassagen meistert, Sachen sammelt und eine Portion Timing benötigt. Der Clou des Spiels ist der Einsatz des durch die Maus kontrollierten Zeichenstifts, mit dem man (sobald genug Farbkügelchen eingesackt wurden) z.B. Brücken und Treppen aus einfachen Strichen erschafft. Dabei sollte man die Steighilfen unter anderem nicht zu windschief zeichnen oder einfach in die Luft hängen, sonst kippt die Konstruktion. Auch auf ordentliche Verankerung bei Stegen ist zu achten, damit sie nicht, dem lebensnahen Physiksystem folgend, in den Abgrund plumpsen. Gemalte „Steine“ (also Kringel) fallen ebenfalls physikalisch korrekt zu Boden, je nach Höhe und Farbmenge unterschiedlich heftig, und katapultieren Max z.B. mit Wippen in die Höhe, beschweren Heißluftballon-Körbe, plätten Gegner (leider die immer gleichen, wenig fantasievollen Kreaturen) oder zerreißen Hängebrücken, um darunter liegende Gegenstände erreichbar zu machen.Weitere Einsatzmöglichkeiten wären beispielsweise ein Brett zum „Surfen“ auf rotierenden Plattformen oder eine Schutzkuppel gegen sauren Regen, die man außerdem – wie etwa auch Kisten - herumschieben kann. Um in Ruhe werkeln zu können, wechselt man bei Bedarf in den Pausenmodus, der im sympathischen Kritzelstil präsentiert wird. Per Rechtsklick lassen sich anvisierte Striche einzeln löschen, alternativ schüttelt man den Stift durch Mausbewegungen bei gedrückter Taste und bekommt die komplette verwendete Farbe auf einen Schlag zurück. Hey, meine Farbe!Die anfänglichen Herausforderungen sind recht leicht zu bewältigen und verlangen kaum mehr als simple Brücken und Treppen, mit der Zeit kann man aber schon ein wenig auf dem Schlauch stehen, vor allem, falls die überall verteilten Sammelobjekte vollständig ins Gepäck wandern sollen. Dafür sind unter anderem kleine Nebenaufgaben zu lösen – mal soll ein Basketball in den Korb befördert werden, mal gilt es vorwitzige Erdhörnchen zu erwischen.Leider werden Max an jedem Rücksetzpunkt die aktuellen Farbvorräte weggenommen, er muss also lernen, sparsam mit der Tinte umzugehen. Die Verwendungsvarianten des Stifts sorgen zwar für Spaß, könnten aber durchaus noch vielschichtiger sein, wenn man vielleicht besondere Farben für Schwungseile und andere, hier nicht verwendbare, Gebilde entdecken könnte. Ein paar Levels mehr wären nettIn der Vorstadt, einer mit Piratenschiffen geschmückten Inselwelt und den eher trostlosen Gefilden einer Fabrik hält sich Max, außer wenn er an kniffligen Stellen scheitert, leider nicht allzu lange auf. Die Levels sind jeweils innerhalb von ein paar Minuten abzuhaken, die Spieldauer fällt dementsprechend relativ niedrig aus. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her hat auf jeden Fall die vor einer Weile erschienene Downloadvariante auf der Wii wegen des günstigeren Preises die Nase vorn.Perfektionisten wagen sich ans Komplettieren der Item-Sammlung und stellen Geschwindigkeitsrekorde auf, was ein paar Extras freischaltet. Darunter z.B. den Spielplatz, ein Blatt Papier, auf dem man mit unbegrenzter Tinte nach Lust und Laune kritzeln kann. Vielleicht eine gute Übung, denn die Grundsteuerung ist zwar schnell verinnerlicht, die Konstruktionen nehmen die Physik aber eben wirklich ernst und wollen ordentlich, wackelfrei und geschickt platziert sein. Trotz witziger Gestaltungsideen ist die kindgerechte Grafik des Spiels eher schlicht gehalten und stellenweise ein wenig abwechslungsarm. Das gilt auch für die Musikbegleitung, deren Gedudel bei längeren Sitzungen nervt. |
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