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Test: Sonic & SEGA All-Stars Racing
Endlich ein Mario Kart für PCler?
Das es Mario Kart oder etwas Vergleichbares nicht für den PC gibt, ist einer der häufigsten Sätze, die ein Spieleverkäufer auf Anfrage von Groß und Klein von sich gibt. Doch das ändert sich nun dank der PC-Fassung von Sonic & SEGA All-Stars Racing, einem Mario Kart-Klon, mit dem wir unzählige Testrunden gedreht haben.Alles SEGA oder was?Ähnlich wie in SEGA Superstars Tennis versammelt SEGA auch hier wieder 20 Figuren aus hauseigenen Games. Neben Namensgeber Sonic kann man u.a. mit Ryo Hazuki, AiAi oder Billy Hatcher an den Start gehen. Für Einzelspieler stehen dafür Einzel- und Zeitrennen auf dem Programm. Dazu gesellen sich noch Grand Prix-Veranstaltungen, die jeweils aus vier Rennen bestehen. Wird man mindestens Gesamtdritter, schaltet man den nächsten Grand Prix frei. Für weitere Abwechslung sorgen Missionen. Hierbei muss man Rennen gewinnen, Gegenstände sammeln, die meisten Driftpunkte einheimsen, Ausscheidungsrennen überstehen oder auf Zeit Tore durchfahren. Das alles möglichst gut, um weitere der über 60 Missionen freizuschalten. Anfangs ganz easy, wird es später stetig schwerer. Alle Rennen haben eins gemeinsam, zum Schluss gibt es SEGA-Meilen auf das Konto. Dafür gibt es weitere Charaktere, Musikstücke oder Strecken zu kaufen. Mit 24 ist die Anzahl letztgenannter recht umfangreich. Sie sind allesamt schick und zum Teil knallbunt animiert und vom Design her an bekannte SEGA-Titel angelehnt. So fährt man a la Curien Mansion durch einen Wald voller Zombies oder düst a la Super Monkey Ball über einen Baumkurs samt obligatorischer Bananenschalen. Die meisten Strecken machen durch ein einfaches Layout richtig Spaß. Bei einigen haben es die Entwickler allerdings mit Abkürzungen, Abgründen und fiesen Verwinkelungen etwas übertrieben, was für den einen oder anderen Spieler zur Spaßbremse werden könnte. Von Temposchuhen und SuperhupenJede hübsch animierte Figur tritt mit ihrem eigenen, liebevoll gestylten Gefährt an. Während Dr. Eggman mit einem Monstertruck ankommt, rast Shadow The Hedgehog auf einem Bike um die Kurse. Vom Papier her gibt es unterschiedliche Fahreigenschaften, die man beim spielen aber kaum spürt.Zu spüren bekommt man eher die Wirkung der neun Power-Ups, die sich in Kapseln auf den Strecken verstecken. Während man dank Temposchuh Schub bekommt oder sich per Schild schützen kann, ärgert man die Gegner mit Minen, Raketen oder einem Verwirrstern, der den Spielbildschirm gespiegelt auf den Kopf stellt. Per Knopfdruck lassen sich die Power-Ups aktivieren, dabei kommt es aber auf das richtige Timing an um Wirkung zu zeigen. Mit etwas Übung kein Problem. Positiv: Fast alle Fernwaffen lassen sich sowohl nach vorn, als auch nach hinten nutzen. Negativ: Das Spiel vergibt die Power-Ups doch manchmal recht launisch. Nichtsdestotrotz gibt es noch für jeden Charakter ein persönliches All-Star-Power-Up. Dr. Eggman kann dann kurzzeitig fliegen und schießt Raketen auf die Gegner, Amy Rose verteilt Schläge per Piko-Piko-Riesenhammer oder Sonic legt den ultimativen Turbo ein. Zudem sind auf den Kursen sich bewegende Hindernisse zu umfahren oder Turboschalter optimal zu nutzen. Zusätzlichen Schub gibt es, wenn man lange genug im Drift um Kurven fährt. Und geübte Spieler werden sicher auch schnell Tricks während eines Sprunges drauf haben um dadurch zusätzlichen Temposchub zu bekommen. Vier Spieler = Spaß hoch vierTrotz launischer Power-Up-Vergabe, Temposchüben und Drifteinlagen wirkt das ganze Spiel recht gut ausbalanciert. Man hat nur selten das Gefühl, dass die KI unfair zu Werke geht. Dafür sorgen auch die drei, vor (fast) jeder Veranstaltung einstellbaren Schwierigkeitsgrade, die wiederum Einfluss auf das Verhalten der KI haben. Auch sonst sind die Einstellungsmöglichkeiten vorbildlich: Power-Ups lassen sich ein- oder ausschalten, Rundenzahl von einer bis neun einstellen oder gar ein Aufholjagdsystem für die KI aktivieren. Dazu wird an Statistiken oder Infos zu allen Figuren nicht gegeizt.Auch die SEGA-typische Hintergrundmusik und die Effektgeräusche können gefallen. Nur der Sprecher nervt mit der Zeit – ist aber zum Glück abstellbar. Die feste Tastenbelegung der Tastatursteuerung taugt nicht unbedingt um auch noch auf Stufe Profi bestehen zu können. Hier ist es für das ideale Handling angebracht ein Wireless X360 Pad für Windows zu nutzen. Hat man derer gleich mehrere, wird auch das Rasen im Splitscreen-Modus für max. vier Spieler ein Vergnügen. Die Capture-the-Flag-Varianten sind dabei doch eher Geschmackssache. Vielmehr reizt man das Potential des Spieles erst so richtig mit den spaßigen Ausscheidungs- und Rundenrennen aus. Denn nichts ist schöner als seinen Mitspieler kurz vor der Ziellinie noch mit einem Faustschlag per KO-Handschuh den Sieg wegzuschnappen. |
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