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Test: Napoleon: Total War
Echter Nachfolger oder Vollpreis-AddOn?
Napoleon Bonaparte war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Ein herausragender General, ein feuriger Revolutionär der bürgerlichen Interessen und trotzdem ein absoluter Monarch, der zudem nur über recht mickrige Körpergröße verfügte. The Creative Assembly widmet dem einstigen Artillerie-Soldaten eine ganze Auskoppelung der Total War Reihe mit neuen Features, einigen Verbesserungen und alten Macken. Hier erfahrt ihr, ob es sich um ein Vollpreis-AddOn oder ein vollwertiges Spiel handelt.Der Aufstieg eines HerrschersNapoleon: Total War setzt genau am Ende des Vorgängers an, am Ende des 18. Jahrhunderts. In drei Kampagnen auf drei frischen Kampagnenkarten verfolgt und teilt der Spieler den Aufstieg Napoleons. Zunächst darf man sich im Italien-Feldzug 1796 um die Österreicher kümmern und deren Macht in Norditalien ein Ende setzen. Eine gute Einstimmung auf den Ägypten-Feldzug, der eine Herausforderung der ganz besonderen Art darstellt, denn hier muss man sich gegen Mamelucken, Beduinen und den heißen Wüstensand durchsetzen, um dann gegen gut ausgebildet Osmanen zu kämpfen. Im dritten Feldzug darf man sich dann um ganz Europa kümmern. Die Kampagnenkarte ist allerdings auch wirklich nur auf Europa beschränkt, also kein Krieg um weitere Kolonien in der Neuen Welt.Allen drei Kampagnen ist aber ein strengerer Erzählstrang gemein, wie man ihn auch aus der „Road to Independance“-Kampagne aus Empire: Total War kennt. Der Spieler erhält immer wieder Missionen, um Städte einzunehmen oder bestimmte Gebäude zu errichten. Dazu gibt es auch zusätzliche Zwischensequenzen und kleinere Infohäppchen, die die Hintergründe zu Napoleons Feldzügen erläutern. Geschichtsunterricht auf spielerische Art und Weise. Etwas freier ist die Kampagne der Koalition, in der man sich gegen Napoleon stellen darf. Zur Wahl stehen hier Österreich, Russland, Preußen und England.Neben den drei Kampagnen gibt es auch verschiedene historische Schlachten aus Napoleons Feldzügen zum Nachspielen, die man nacheinander freischalten kann. Unter anderem Waterloo, Austerlitz oder die Seeschlacht Trafalgar. Was ist neu?Grundsätzlich ist das Spielprinzip natürlich gleich geblieben. Trotzdem gibt es im Kampagnenmodus ein paar Änderungen. So können bergige Regionen im Winter oder Wüsten die Truppenstärke reduzieren, Gebäude können ohne vorherigen Abriss in ein anderes umgewandelt werden und Truppen werden in befreundeten Regionen automatisch wieder aufgefüllt. Sehr interessant sind im Einzelspieler-Modus die Drop-In-Gefechte. Vorausgesetzt man geht in eine ausgeglichene Schlacht, kann man auch einen menschlichen Spieler als Gegner an die Spitze des feindlichen Heeres stellen. Allerdings kommt das, wenn man ein guter Stratege ist, äußerst selten vor. Denn wie sagt man so schön: „Kämpfe nur, wenn du weißt, dass du gewinnst.“ |
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