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Test: Assassin's Creed II
Alles gut beim PC-Assassinen?
Wie schon beim Vorgänger trudelt die Rechenknecht-Version von Assassin's Creed 2 erst mit Verspätung in die Verkaufsregale ein. Das Warten hat sich aber gelohnt, wenn man das Spiel als solches betrachtet – was bei einem Testbericht ja auch der zentrale Punkt ist. Allerdings ist der Kopierschutz, den Ubisoft dem Titel spendiert hat, zumindest diskussionswürdig. Um Gottes Willen nicht die Verbindung verlierenDer wichtigste Satz steht außen auf der Packung: „Es wird eine permanente Internetverbindung benötigt, um das Spiel zu spielen.“ Damit sind die Fronten scheinbar geklärt, denn wer wie ich dauerhaft online ist, den schrecken solche Sätze nicht ab. Oder doch? Gleich am ersten Tag des Tests war ein Spielen unmöglich, obwohl ich mit dem Internet verbunden war – die Server von Ubisoft aber nicht. Sollte aus irgendwelchen Gründen also mal das Internet – auch während des Spiels – ausfallen, so ist Assassin's Creed 2 auf dem PC nicht zu spielen. Zwar wird durch einen automatisch geladenen Patch sichergestellt, dass Spiele von dem Punkt fortgesetzt werden können, ab dem die Verbindung abbrach, aber wer will sich durch das Internet die Spielzeit diktieren lassen? Mag die Aktivierung eines Titels über das Internet vollkommen in Ordnung sein, eine permanente Verbindung vorauszusetzen, halte ich für kompletten Unsinn. Außerdem gibt es mit Windows Live und Steam schon zwei Plattformen, über die eine Registrierung des Spiels möglich gewesen wäre. Wenn jetzt jeder Entwickler anfängt, sein eigenes Süppchen zu kochen, dann – gut, ich schweife ab. Auf die Bewertung des Titels hat der Kopierschutz in jedem Fall keinen Einfluss, aber es muss mehr als beiläufig erwähnt werden.Ein Mann, eine GeschichteAls italienischer Jugendlicher hat man es nicht leicht: Dauernd stehen irgendwelche Bandenkriege an und man muss sich und den Ruf der Familie verteidigen – klingt ein wenig nach einem Mafia-Thriller, aber im Italien des 15. Jahrhunderts geht es dabei eben noch mehr um Ruhm und Ehre. Zumindest für Ezio Auditore, den Hauptdarsteller aus AC2, mit dem wir uns während des Spiels permanent auseinandersetzen.Die Komponente aus dem ersten Teil, bei der die Erzählperspektive immer wieder wechselte und Desmond, dessen Körper im Animus liegt, gibt es nur noch als Schatten. Zu Beginn flüchten wir mit Desmond aus dem Hochsicherheitstrakt von Abstergo in ein Rebellenlager und nehmen dann im „Animus 2.0“ Platz – und dann geht Ezios Geschichte los. Dass sich dann die Mitstreiter via Headset bei einigen Rätseln „live“ dazu schalten, ist die einzige Verbindung zur realen Welt, was dem Spiel einiges an Spannung und Tiefe nimmt. Dass der aktuelle Titel dann eben nur der zweite von drei Teilen ist, wird später klar, entschuldigt aber solche Design-Schwächen nicht. Alles ganz einfach zu handhabenMit Ezio werden wir behutsam in das Spiel eingeführt. Überhaupt ist das Spiel sehr einsteigerfreundlich konzipiert, was sich – wie schon beim Vorgänger – deutlich beim Fassadenklettern bemerkbar macht. Statt eines geharnischten Schwierigkeitsgrades wird hier dem Spielspaß klar der Vorzug gegeben. Das mag viele Hardcore-Zocker verdrießen, ihnen wird die Herausforderung fehlen, aber für die weniger geübten Gamer ist es ein Fest, weil AC2 ein Erlebnis ist und auch keine Spaßbremse verdient. So steht an vorderster Front wieder ein Gameplay, an dem sich die Geister scheiden werden: Voll auf- und ausgerüstet ist Ezio in seinem Assassinen-Outfit erneut ein mächtiger Krieger, der sich im Grunde nur selbst bremsen kann. In den Kämpfen gibt es wieder die Konter, die leicht anzuwenden sind und filmreif inszeniert wurde. Da macht das Zusehen Spaß, auch wenn die Kameraperspektive hier und da übel schwächelt und den Blick auf das Geschehen verweigert. Dass sich beim Fassadenklettern gegenüber dem Vorgänger quasi nichts verändert hat, ist auch nicht weiter tragisch. Gespielt wird das alles mit Maus und Tastatur, was die Steuerung größtenteils etwas einfacher und übersichtlicher als bei den Konsolen gestaltet.Auf nach Italien, das Land der schönen StädteIn Sachen Grafik kann der PC die Konsolen deutlich überflügeln – aber auch hinter ihnen zurückbleiben. Je nach Ausstattung und Konfiguration des Rechners, der mit mindestens einem Core 2 Duo E6700 2,6 GHz und einer Grafikkarte ab GeForce 8800 GT aufwärts ausgerüstet sein sollte, sieht das Geschehen um Ezio noch einmal besser aus als auf den Konsolenbrüdern. Wer sich mit seinem Rechner auf den Mindestniveau bewegt, der bekommt ähnliche optische Probleme wie bei PS3 und Xbox: Ruckeln und Tearing gehört zum Anblick dazu. Unabhängig vom technischen Rüstzeug kämpft auch die PC-Version dauerhaft mit einige Popups und nachladenden Texturen. Wer einen flüchtigen Blick auf das Spiel wirft, meint, sich noch einmal den Vorgänger anzuschauen. Nun war die Grafik damals nicht schlecht, aber mittlerweile ist doch etwas Zeit ins Land gegangen und etwas mehr Feinschliff sollte man da erwarten könnten. |
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