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Test: Dark Fall: Lost Souls

Fans von Grusel-Adventures kommen hier voll auf ihre Kosten.
 
Eine Schere ist nicht nur ein praktisches Werkzeug zum Zertrennen oder Einschneiden verschiedener Materialien, sondern laut griechischer Mythologie auch ein Utensil der Schicksalsgöttin Atropos. Die Aufgabe dieser gar nicht netten Dame war es, den Lebensfaden der Sterblichen zu zerschneiden. Eine zentrale Rolle nehmen Scheren ebenfalls im neuesten Adventure des Indie-Entwicklers Jonathan Boakes (zuletzt The Lost CrownWeitere Infos) ein. Wir haben uns mit Schneidwerkzeugen ausgestattet und wagemutig in die düstere Welt von Dark Fall 3 – Lost Souls begeben.

Auf der Suche nach Amy

Der Inspektor kommt wegen seines letztes Falles einfach nicht zur Ruhe. Vor Jahren ist in dem englischen Städtchen Dowerton das kleine Mädchen Amy spurlos verschwunden. Bei der Aufklärung wurde der Inspektor schließlich suspendiert, weil die Presse ihm vorwarf, er habe Beweise gefälscht, als er den mysteriösen Vagabunden Mr. Bones der Tat überführte. Um mit sich selbst ins Reine zu kommen, kehrt der Inspektor nun nach Dowerton zurück. Seine Suche nach Amy beginnt im seit Jahrzehnten verlassenen Bahnhof mitsamt seiner verfallenen Nebengebäude. Fäulnis und Einsamkeit beherrschen die Szenerie. Doch bald muss der Inspektor feststellen, dass er nicht allein ist und etwas Böses in der Dunkelheit der alten Gemäuer auf ihn wartet...

Schockmomente

Nachdem wir uns für einen der beiden Schwierigkeitsgrade entschieden haben, finden wir in uns in einem Tunnel wieder. Da wir aber nicht mit Katzenaugen ausgestattet sind, greifen wir per Mausklick auf die Taschenlampenfunktion unseres Handys zurück. Dann der Schockmoment, als sich der Raum erhellt! Was ist das? Bei näherer Betrachtung entpuppt sich eine bizarre Kreatur glücklicherweise als Schaufensterpuppe. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack, denn in Dark Fall 3 wird dem Spieler auf diese Weise immer wieder ein Schrecken eingejagt. Neben der spannenden Story, die vor allem in Form von Zeitungsartikeln, Fotos, SMS-Nachrichten und Tagebüchern erzählt wird, wartet Dark Fall 3 mit dichter Grusel-Atmosphäre auf. Zusammen mit dem morbiden Grundtenor sowie dem hohen Ekel-Faktor erscheint die Altersfreigabe ab 16 Jahren (im Adventure-Genre eher die Ausnahme) durchaus gerechtfertigt.

Karussell-Fahrt

Nachdem wir uns vom ersten Schrecken erholt haben, machen wir uns mit der Steuerung vertraut. Aus der Ego-Perspektive klicken wir uns durch verschiedene Szenen. Der kontextabhängige Cursor zeigt uns dabei jedes Mal an, in welche Richtung wir uns bewegen können. Da es zumeist auch möglich ist, nach unten und oben zu schauen, gibt es zahlreiche Lokalitäten zu untersuchen. Zudem sorgt dies für einen sehr gemächlichen Spielablauf. Wenn wir beispielsweise von der Bahnhofshalle ins Restaurant wechseln wollen, muss der Inspektor durch etliche Bildschirme geklickt werden. Um uns um die eigene Achse zu drehen, ist es nötig, zweimal an den linken oder rechten Bildschirmrand zu klicken. Die Kamerafahrt gleicht dabei einer Karussellfahrt, wenn sie erst langsam startet, dann ruckartig Geschwindigkeit aufnimmt und schließlich abrupt stoppt. Spieler mit nervösem Magen seien also gewarnt.

Abwechslungsreiche Knobeleien

Bei den Rätseln bietet Dark Fall 3 reichlich Abwechslung. Die Palette an Denksportaufgaben reicht von klassischen Objekträtseln, Dialogknobeleien über Logikrätsel bis hin zu Puzzles. Die Aufgaben sind überwiegend fair und mit etwas Gehirnschmalz zu lösen. Negativ fällt aber auf, dass sie manchmal sehr konstruiert wirken oder aber in Sisyphus-Arbeit ausarten. Gelegentlich kommt hierbei übrigens auch die eingangs erwähnte Schere zum Einsatz - entweder als Allround-Werkzeug in Kombination mit anderen Objekten oder als Tötungsinstrument von bizarren Kreaturen. Die Credits sieht man bei solchen Begegnungen zwar nicht vorzeitig, dennoch kann es geschehen, dass es trotz größten Einsatzes der grauen Zellen nicht weitergeht. Dies mag dann damit zusammenhängen, dass in einer der dunklen Szenerien mangels Hotspot-Anzeige wieder einmal ein Gegenstand übersehen wurde.

Dichte Grusel-Atmosphäre

Die grafische Präsentation von Dark Fall 3 ist insgesamt ordentlich. Flackernde Lichtquellen, Nebelschwaden, der Atem unseres Alter Ego sowie natürlich auch die verfallenen und unheimlich wirkenden Schauplätze tragen zur gruseligen Stimmung des Spiels bei.
Fast rundum gelungen ist ebenso der akustische Part. Der verstörende Soundtrack passt wunderbar zu jeder Situation. Auch wird die Panik des Inspektors förmlich spürbar, wenn er in Schockmomenten schneller atmet und die Geräusche seines erhöhten Herzschlags aus den Boxen dröhnen. Etliche Effekte wie etwa knarrende Türen, der Wind oder aber flüsternde Stimmen sorgen ebenfalls für dichte Atmosphäre. Einzig die dramaturgisch schwachen Dialoge sowie die unterdurchschnittlichen Sprecher fallen negativ auf.
Screen 1
Amy ist verschwunden.
Screen 2
Auf dem Bahnhofsgelände
Screen 3
Bon appetit!
Screen 4
Was bedeuten diese Zeichen?

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Dark Fall: Lost Souls

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