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Test: Black Sails - Das Geisterschiff
Schluss mit Funny-Style. Bei Black Sails zeigt Deck 13 seine dunkle Seite.
Mit Black Sails – Das Geisterschiff kehren Deck 13, nachdem sie sich mit Venetica einen Ausflug ins Rollenspiel Genre gegönnt haben, wieder zurück zu den Adventures, wo sie sich mit Ankh und Jack Keane einen Namen gemacht haben. Doch diesmal bekommen wir es sowohl optisch, als auch inhaltlich nicht mit einem Spiel im Funny-Style zu tun. Black Sails ist ein echtes Gruselabenteuer und präsentiert sich in realistischem Gewand.Anna und das GeisterschiffNach einem Schiffsunglück können sich die Journalistin Anna und der zwielichtige Lex auf ein zufällig passierendes Segelschiff retten. Doch es scheint niemand an Bord zu sein. Im Verlauf des Spiels ergründet man so einige Geheimnisse und Vorkommnisse auf dem Schiff, das sich letztendlich als die Mary Celeste herausstellen wird, die schon in vielen anderen Erzählungen als Geisterschiff herhalten musste. Black Sails fügt den bisherigen Schauergeschichten um das verlassene Schiff, eine weitere hinzu, die zwar heftig klischeebelastet ist, aber dennoch einige originelle Ideen einbringt.Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle von Anna und aus dem ursprünglichen Versuch die Mannschaft zu kontaktieren, wird allmählich ein Ergründen ihres Verschwindens. Insgesamt ist das sehr spannend umgesetzt und hält die eine oder andere Überraschung bereit. Ein ausgewogenes Maß aus unterschwelligem Horror und Schockeffekten sorgt für die entsprechende Atmosphäre. Klick michWie schon bei ihren früheren klassischen Adventures, bedienen sich die Entwickler auch diesmal wieder bei der bewährten OGRE Grafikengine. Und so wundert es auch nicht, das die Bedienung wieder ganz ähnlich ausgefallen ist. Mit nur einer Maustaste lassen sich alle Aktionen durchführen, da offenbar immer nur eine Option möglich ist.Das Inventar liegt stets offen am oberen Bildschirmrand. Dort platzierte Objekte können genauer untersucht werden, indem man sie auf eine Lupe am linken Rand zieht. Eine Hotspot-Funktion gibt es natürlich auch wieder, die man entweder über die Leertaste, oder durch Platzieren des Mauszeigers auf ein Augensymbol, unten links aktivieren kann. Außerdem steht noch ein Logbuch zur Verfügung, in dem alle bisher gelösten und aktuell ausstehenden Aufgaben aufgeführt sind. Hübsch hässlichDer Look von Black Sails ist deutlich erwachsener, als man es von Deck 13 Titeln sonst gewohnt ist. In Gegensatz zu den meisten anderen klassischen Adventures wird auf statische Perspektiven verzichtet und komplett auf 3D-Umgebungen mit beweglichen Kameras, aus unterschiedlichen Blickwinkeln gesetzt.Wie schon angedeutet sind Umgebung und Figuren recht realistisch dargestellt. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass man es immer noch mit Kinderkrankheiten, wie Clippingfehlern und teilweise verwaschenen Texturen zu tun bekommt. In Anbetracht der heutigen technischen Möglichkeiten fühlt man sich um Jahre zurückversetzt. Was man dem Spiel zugute halten muss, ist die tolle düstere Atmosphäre, die sowohl durch das blassgrüne Ambiente, als auch durch die Soundkulisse gefördert wird. Musikalisch wird im Grunde nur in besonderen Situationen die Stimmung verstärkt, ansonsten hört man eher nur das unheilschwangere Knarren und Knarzen des Schiffes. Die professionellen Sprecher tun ihr weiteres, um für ein rundes Bild zu sorgen. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um bekannte Stimmen aus Film und Fernsehen, die passend ausgewählt wurden. Kurzer Rätsel-/GruselspaßVom Spielablauf hat Black Sails, im Vergleich zu Jack Keane allerdings keinen Fortschritt, wenn nicht gar einen Rückschritt gemacht. Konnte man in dem vorherigen Adventure noch verschiedene Lösungsansätze verfolgen, so ist das diesmal kaum der Fall. Selten gibt es Rätsel, die parallel, bzw. unabhängig voneinander gelöst werden können, so dass ein relativ linearer Ablauf entsteht.Einzig bei Dialogen, zwischen Lex und Anna kann man verschiedene Antworten wählen, die das Gespräch in bestimmte Richtungen lenken, was allerdings für den eigentlichen Spielverlauf keinen Einfluss hat. Lediglich zum Schluss kann man darüber beeinflussen welches der zwei Enden man sehen möchte. Die Rätsel beschränken sich vorwiegend auf Inventar-Kombinationsrätsel von Gegenständen, die dann wiederum an bestimmten Orten verwendet werden können. Dank sinnvoller Kommentare lassen sich entsprechende Kombinationen auch ohne wildes Ausprobieren schnell herausfinden. Maschinenrätsel gibt es nur sehr wenige und Minispiele gar nicht, wobei letzteres vermutlich auch sehr unpassend gewesen wäre. Das Ende sieht ein erfahrener Spieler leider vermutlich schon nach ca. drei Stunden, was selbst für Deck 13 Verhältnisse extrem kurz ist. Einsteiger brauchen vielleicht ein bis zwei Stunden mehr. In dieser Zeit schafft es Black Sails allerdings auch nicht wirklich eine Geschichte zu erzählen, da man die wenigen Charaktere kaum kennen lernt und das Ende sehr abrupt kommt. |
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