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Test: Necrovision 2: Lost Company

Haben die Entwickler aus den Schwächen des ersten Teils gelernt?
 Necrovision 2: Lost Company
Ein knappes Jahr ist es erst her, dass Entwickler The Farm 51 uns mit NecroVisioNWeitere Infos in den ersten Weltkrieg schickte um zahlreiche Dämonen zurück in die Hölle zu senden. Nun legt das polnische Team mit Necrovision 2: Lost Company nach.

Wir Kinder vom Bahnhof Zombie

Wir stürzen uns als Dr. Zimmermann, ein Deutscher Wissenschaftler, sofort in die Kampagne. Ohne jegliche Einleitung finden wir uns direkt auf einem Bahnsteig wieder, der vor Zombies wimmelt. Bewaffnet lediglich mit einer Pistole, weichen wir also den ersten lahmen Säcken aus und suchen uns erst mal eine vernünftige Wumme. Das geht leicht von der Hand, da zum einen überall zahlreiche Waffen rumliegen und zum anderen die KI der Zombies sowas von dämlich ist, dass die Meisten eh an der nächsten Ecke hängen bleiben. Schnell fällt auf, dass es nur sehr wenige verschiedene Zombies gibt, die auch alle die gleichen dümmlichen Sätze brabbeln. Zusammen mit der mehr als eintönigen musikalischen Untermalung wünscht man sich schnell den raschen Tod der eigenen Soundanlage. So rennen wir von Gebäude zu Gebäude, werden mehr oder minder eingeschlossen, schießen auf alles was sich bewegt und kommen zum nächsten Gebäude. Mit Ausnahme einer recht spaßigen aber zu kurzen Doppeldecker-Flugzeug-Mission war es das dann aber auch an Abwechslung.

Es war einmal....die Story?

Waren im ersten Teil noch Ansätze einer Story vorhanden, so haben die Entwickler dies nun völlig aufgegeben. Außer kleinen, vorgelesenen Briefen während des Ladebildschirms gibt es einfach keine Geschichte und diese Briefe sind auch noch recht wirr und zusammenhangslos. Ob man auf eine Story ganz verzichten kann muss wohl jeder Spieler für sich entscheiden, aber wenn man schon das Setting von Dämonen im ersten Weltkrieg wählt, sollte man doch zumindest ein wenig erklären, wie und warum.

Verdammt lang her...

...dass man Spieler mit so wenig Präsentation begeistern konnte. Necrovison 2 ist auf der PainkillerWeitere Infos-Engine aufgebaut, die nun doch schon recht betagt ist und das sieht man dem Spiel einfach vorne und hinten an. Die Texturen sind matschig und die Explosionen ein Witz. Dazu war ich mit der Kampagne bereits nach etwas mehr als sechs Stunden durch. Einen Mehrspielermodus gibt’s allerdings auch noch, der mit einem Modus namens „Nebelkammer“ neugierig macht. Dort treten bis zu 16 Spieler auf einem verseuchten Areal gegeneinander an und es gilt zügig an eine Gasmaske zu kommen, die dann zwar vor der giftigen Luft schützt aber das Sichtfeld massiv einschränkt. Wahlweise geht’s als Deutscher, Engländer oder Untoter in die Schlacht. Leider konnten wir das nicht testen, da sich einfach keine Mitspieler fanden. Laut Publisher ist die deutsche, gekürzte USK-18-Fassung, aber voll kompatibel zur ungekürzten, internationalen Version.

Ein Mann sieht.....weiß

Wie so oft im Shooter-Genre musste auch Necrovision 2 einige Schnitte über sich ergehen lassen. So verschwinden die Zombies während ihres Ablebens in einem weißen Blitz und zwar so früh, dass auch sämtliche Sterbeanimationen unter den Tisch fallen. Ragdoll und nachträgliches „Verändern“ der Leichen ist logischerweise auch nicht mehr im Spiel. Ob es denn wirklich notwendig war jegliches Blut zu entfernen, um einen Release in Deutschland möglich zu machen, bleibt angesichts von Titeln wie Dead SpaceWeitere Infos fraglich.
So haben wir also ein Zombiespiel mit schwacher Präsentation, nicht vorhandener KI und ohne ernsthafte Gewalt, welches aber dennoch erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Stellt sich die Frage welche Zielgruppe Necrovision 2 ansprechen soll.

Alles glänzt...so schön neu?

Die eigentliche Frechheit dieses Spiels fällt aber nur Kennern des Vorgängers auf. Für die zweite Hälfte der Kampagne wurden nämlich einige Level des Vorgängers frech recycelt. Selbst das Inventar innerhalb der Levels ist genau an denselben Stellen. Dazu gibt es im gesamten Spiel nicht eine einzige neue Waffe und bis auf die ausgetauschten Bossgegener gibt es auch am Rest der Front keine neuen Gegner. Hier von einer „völlig neuen Perspektive“ (laut Spielpackung) zu sprechen ist schon ziemlich dreist.
So bleibt der Beigeschmack, dass es sich hier eher um ein Addon handelt, das dazu außer im Multiplayer-Bereich nichts wirklich Neues zu bieten kann. Die Stärken von Teil 1, wie die kleinen Comicsequenzen wurden dazu noch ersatzlos gestrichen, während die Schwächen nahtlos übernommen wurden, so dass Necrovision 2 selbst Fans des Vorgängers nicht wirklich zu empfehlen ist.
Screen 1
Der Schlachter und die Schwester
Screen 2
Flieger, grüß mir die Sonne
Screen 3
Gasmasken engen sichtlich ein
Screen 4
Lieber Arm dran als Bein ab

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Necrovision 2: Lost Company

Packshot
3D-Shooter
von The Games Company
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCApril 2010
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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