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Test: Hearts of Iron 2: Arsenal of Democracy

Arsenal der Erweiterungen
 
Mit Sicherheit gehört die Hearts of Iron-Reihe von Paradox Interactive zu den besten Strategiespielen. Grund genug, damit sich auch Fans damit beschäftigen und etwas noch besseres daraus machen. Die Entwickler von BL-Logic haben sich das gute alte Hearts of Iron II – DoomsdayWeitere Infos zur Brust genommen und ordentlich erweitert. Nun bringt Paradox mit Arsenal of Democracy das Ergebnis in die Läden, wir haben uns das Standalone-Mod-Addon angesehen.

Standard & mehr

Arsenal of Democracy ist zunächst einmal eine Erweiterung, die allerdings das Hauptspiel nicht benötigt und auch alle Inhalte von Doomsday enthält. Im Vordergrund stehen hier aber die Änderungen unter der Haube, denn die Modder von BL-Logic haben viel Feintuning betrieben, um das Balancing zu verbessern.
Zusätzlich gibt es aber auch Nachschub für die Hobbygeneräle. So darf man in verschiedenen Kampfszenarien in den arabischen Kriegen auf Seiten Israels oder der arabischen Verbündeten kämpfen oder aber im Koreakrieg die Nordkoreaner von der Landkarte fegen. Interessant sind auch zwei Szenarien, die im Jahr 1936 starten, komplett fiktiv sind und auf einem alternativen Geschichtsverlauf aufbauen. Was wäre, wenn der Sezessionskrieg zu einer dauerhaften Spaltung von USA und CSA geführt oder Spanien und Frankreich ein bourbonisches Königreich gebildet hätten? Was wäre, wenn Russland nationalsozialistisch geworden wäre und das dritte Reich nicht existiert hätte? Diesen Fragen kann man sich stellen. Schade ist allerdings, dass diese Szenarien viel zu unglaubwürdig sind, denn die Welt ist komplett in Weltreiche aufgeteilt. Kleine Staaten gibt es so gut wie gar nicht.
Neben neuen Szenarien, wurden vor allem die Forschungsbäume erweitert und einige neue Einheitentypen integriert, so dass man rein technisch bis in die 1960er Jahre hinein auf authentische Einheiten zurückgreifen kann.

Steuerungsanpassungen

Die Entwickler haben sich vor allem um Änderungen der Engine gekümmert. Das Mausrad für den Zoom wird unterstützt, Einheiten und Provinzen können einfacher an Verbündete übergeben und zurückgeholt werden und viele weitere Kleinigkeiten sorgen für eine einfachere Bedienung. Aber auch Änderungen, die das Spiel realistischer machen wurden integriert, so benötigen neu zugewiesene Generäle einige Zeit bis sie bei der Truppe sind, es werden mehr Transportschiffe benötigt um Armeen über die Weltmeere zu transportieren, es gibt neue Missionstypen, wie Artillerieangriff oder Flughafenbombardement. Neu sind auch die Nationalen Ideen, die gewisse Boni bzw. Mali auf bestimmte Bereiche geben. Zu den großen Änderungen gehören auch der Produktions- und der Handelsbildschirm, welche das Handling der Wirtschaft wesentlich vereinfachen.
Das man auch an der KI gewerkelt hat, ist ebenfalls spürbar. Die Computergegner verhalten sich wesentlich aktiver zu Kriegszeiten, führen öfter Landungen aus und können für viel Ärger sorgen, wenn sie einmal die Linien durchbrochen haben. Insgesamt wurde der Schwierigkeitsgrad damit leicht angehoben, dabei überwiegt aber die Spielspaßsteigerung.

Bekanntes Aussehen

Grafisch ist auch AoD ein echtes Hearts of Iron. Wahlweise mit NATO-Symbolen oder animierten Soldaten. Verbesserungen gibt es hier nur wenige. Ein paar Symbole wurden ausgetauscht, das war es dann auch schon. Auch bei der Musik wurde nichts geändert.
Ganz klar lag das Ziel dieser Erweiterung nicht darin ein besseres grafisches Erlebnis zu erschaffen. Erfahrene HoI Spieler werden sich deshalb sofort zurecht finden und auch die Änderungen schnell verstehen und ihre Zweck erkennen. Schade nur, dass die neuen Features kaum erklärt werden und teilweise auch Texte falsch oder gar nicht übersetzt wurden.
Screen 1
Neue Szenarien sorgen für Abwechslung.
Screen 2
Die Produktion wurde angepasst.
Screen 3
Der Koreakrieg als Kampfszenario.
Screen 4
Man darf auch mal Israel unterstützen oder bekämpfen.
Screen 5
Neue Technologien erweitern die Spieldauer.
Screen 6
Die ganze Welt ist wieder das Spielfeld.

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3D-Echtzeitstrategie
von Paradox Entertainment
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCMai 2010

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