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Test: Tour de France Saison 2010 - Der offizielle Radsport-Manager
Endlich richtige Neuerungen für die Serie?
Zum zehnten Mal beglückt uns Cyanide diesen Sommer pünktlich zur Tour de France mit einem neuen Radsport-Manager. Name und Publisher wechselten über die Jahre mal, die Spielmechanik blieb aber über die ganze Dekade hinweg im Grunde dieselbe. Nun endlich mal was Neues?Wünsche erhört?Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, Cyanide habe das Fazit meines Vorgänger-Tests als Vorlage für neue Features genommen. Endlich kann man eine verkürzte Saison mit nur den Rennen spielen, die man bestreiten will. Endlich gibt es neben der Sofort-Berechnung und der 3D-Simulation einen Textmodus.Auch wenn mein vor einigen Jahren noch großes Interesse am Radsport und dem Radsport-Manager mittlerweile erloschen ist, kam angesichts dieser Aussicht doch noch einmal Vorfreude auf. Vorfreude darauf, mal wieder die Geschicke eines der großen (oder eines der kleinen, oder eines eigenen) Teams zu übernehmen und als sportlicher Leiter in den Rennen die Befehle zu geben. Das große AberKurz nach Spielstart wird aber klar, dass wir es hier doch wieder nur mit einem Update zu tun haben, das das im Kern seit Jahren gleiche und seit 2008 auch technisch identische Spiel nur um Feinheiten verändert.Im Managermodus herrscht gewohnte Tristesse, nach wie vor muss man sich durch unzählige eMails klicken und sich um Killefitt wie die Anschaffung von Rahmen, Helmen und Laufrädern kümmern (mit einem großen Team kauft man einfach alles was man braucht und fertig). Die verkürzte Saison ist im Karriere-Modus aber nicht spielbar. Also entweder man spielt eine immerhin in einigen Stunden zu bewältigende Saison mit den großen Rundfahrten und ein paar Klassikern, verzichtet dann aber auf Sponsoren-Verhandlungen, Fahrer-Entwicklung usw, oder man spielt den Karrieremodus mit allem Drum und Dran, wo eine Saison - selbst wenn man nur die Ergebnis-Berechnung benutzt – eine halbe Ewigkeit dauert und in Monaten mit bedeutungslosen Rennen und noch im Formaufbau befindlichen Fahrern gähnende Langeweile aufkommt. Warum in aller Welt kann man nicht auch im Karrieremodus einen verkürzten Renn-Kalender spielen? Auf ins RennenBleibt als Innovationshoffnung noch der neue Text-Modus bei der Renndarstellung. Schon im 3D fällt auf, dass die Ereignisse deutlich ausführlicher beschrieben werden als in den Vorgängern und im Text-Modus sieht man eben nur diese Texte sowie oben das Profil mit einer Einblendung wo das Peloton sich befindet und rechts eine Auflistung der Fahrer und Fahrergruppen mit Zeitabständen.So weit, so gut. Allerdings ist die Umsetzung alles andere als gelungen. Das fängt damit an, dass man wie bei der Sofort-Berechnung die gesamte Renntaktik VOR dem Start des Rennens einstellen muss. Wenn man also im Text-Modus liest, dass einer der Mitfavoriten einen frühen Ausreißversuch startet, kann man seinen Fahrern keinerlei Befehle erteilen sondern nur zusehen, wie sie zurückfallen. Somit ist man kein sportlicher Leiter mehr sondern lediglich Zuschauer und kann sich durch seitenweise Text lesen. Da man keine Einflussmöglichkeit hat, kann man genausogut gleich bei der Schnell-Berechnung bleiben, einziger Vorteil des Text-Modus ist, dass das Ergebnis nachvollziehbarer wird. Dazu wurden alte Fehler nicht behoben. Nach wie vor sind Ausreißversuche fast immer zum Scheitern verurteilt. Auch wenn kein Massensprint zu erwarten ist und kein für die Gesamtwertung relevanter Fahrer unter den Ausreißern ist, dreht die KI im Peloton immer rechtzeitig auf, um die Gruppen vor dem Ziel einzusammeln. Einzige Ausnahme sind Bergetappen. Das DrumherumAnsonsten wurde viel Recycling betrieben. Der Sprecher gibt genau dieselben Kommentare von sich wie vor einem Jahr, die Grafik hat sich zwar verbessert und die Engine scheint etwas performanter zu sein, jedenfalls verkraftete derselbe PC wie im Vorjahr diesmal mehr Details. Dafür hatte ich wieder mit mehr Abstürzen zu kämpfen und peinliche Clipping-Fehler, hochploppende Objekte und noch immer geklonte Fahrer trüben das Bild genauso wie die elend langen Ladezeiten. Die Steuerung ist komplett identisch, am Interface gibt es nur marginale Änderungen.Der überarbeitete Editor ist nicht wirklich intuitiv zu bedienen für jemanden, der solche Tools noch nie benutzt hat. Multiplayer ist über das mitgelieferte GameCenter oder via LAN möglich, der Saison-Modus mit eigenem Rennkalender ist vor allem darauf ausgelegt. |
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