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Test: Sniper: Ghost Warrior

Ab durch die Hecke mit dem Scharfschützengewehr...
 Sniper: Ghost Warrior
Der Publisher City Interactive hat bisher vor allem mit mittelmäßigen Egoshootern wie Code of HonorWeitere Infos oder Terrorist TakedownWeitere Infos von sich reden gemacht. Mit der Ankündigung von Sniper: Ghost Warrior sah man dann schnell, dass man hier zumindest optisch auf ein höheres Niveau aus ist. Ob die Scharfschützen-Schleicherei nun wirklich überzeugen kann und den gegenüber früheren CI-Titeln deutlich höheren Preis wert ist, klären wir in unserem Test.

Die grüne Hölle

Sniper: Ghost Warrior macht keine großen Anstalten uns mit einer übermäßigen Story zu unterhalten und so geht es schon nach einem kurzen Missionsbriefing rein in die Schlacht. Das Konzept ist dabei klar. Als Scharfschütze machen wir uns aus der Ferne an die Arbeit, die Schergen eines unterdrückenden Regimes zu dezimieren.
Auch im Missionsdesign gibt es nichts Originelles und so geht es eigentlich immer darum ein bestimmtes Ziel zu töten oder dafür zu sorgen, dass ein bestimmtes Ziel eben nicht stirbt. Hier hätte man mit etwas mehr Blick auf den Stealth-Faktor sicherlich noch eine Schippe drauf packen können.
Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Aufträge ist hingegen wirklich gut. Es bleiben immer mehrere Wege zum Ziel zu kommen und man hat sehr häufig die Möglichkeit mit Schleichen Kämpfen aus dem Weg zu gehen. So bleibt der Wiederspielfaktor relativ hoch, denn Schauchlevels begegnen uns höchstens in kurzen Abschnitten.
Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf moderatem Niveau und wird erst auf der höchsten Einstellung wirklich knifflig. Dann nämlich serviert uns das Spiel eine wirklich gute Ballistik-Simulation. Ab jetzt gilt es Entfernung und Wind in den Zielvorgang mit einzurechnen und es wird bedeutend schwieriger, aber auch motivierender, den perfekten Schuss zu landen.

Beton-Büsche und Stahl-Äste

Die Grafik des Titels weiß durchaus zu gefallen, denn wir bewegen uns durch einen schicken Tropendschungel a la Far CryWeitere Infos. Überhaupt ist die Vegetation auf den ersten Blick eine der dichtesten die es bisher in einer virtuellen Welt zu bestaunen gab. Bei genauerem Hinsehen stechen allerdings einige unschöne Clippingfehler sowie so manche matschige Textur ins Auge. In der PC-Version sind die zwar auch vorhanden, aber dennoch in höchster Auflösung etwas schöner als die X360-Version, die zudem ab und an mit leichten Rucklern zu kämpfen hat, was aber kaum stört.
Leider begegnen wir im Unterholz zahlreichen undurchlässigen Büschen und bleiben an Ästen und Kanten hängen, was teilweise frustriert und durchaus an dem einen oder anderen virtuellen Tod Schuld ist. Auch die KI hat ihre Aussetzer und so werden wir manchmal aus 200 Metern entdeckt obwohl wir regungslos in den Hecken liegen, während wir beim nächsten Mal auf offenem Feld reihenweise Gegner umlegen können ohne eine wirkliche Reaktion.

Stirb langsam

Ein absolut nettes Feature ist die Bullet-Cam. Treffen wir einen Gegner genau in den Kopf, verfolgt eine hübsche Kamerafahrt die Kugel bis zu ihrem blutigen Finale. Dabei geht es durchaus heftig zur Sache und das Spiel wurde zurecht erst für Erwachsene freigegeben. Im Gegenzug bekommen aber auch deutsche Spieler die ungeschnittene Version des Spiels auf ihrem Monitor zu sehen.
Die Spielzeit hält sich mit rund acht Stunden in einem durchschnittlichen Bereich, ist aber auch etwas subjektiv, da es extrem abhängig vom Spielstil ist. Wer sich lange damit beschäftigt den Feind zu beobachten und den perfekten Weg durch die Levels zu finden, wird sicher länger brauchen um den Abspann zu sehen, als jemand der auf alles schießt was sich bewegt.
In Sachen Multiplayer-Modus sieht es leider recht eintönig aus, denn die Action lebt nicht gerade hoch, wenn sich bis zu 12 Scharfschützen gegenseitig zu Tode campen.

Grusel aus der Schattenwelt

Was mit den Schatten im Spiel passiert ist, bleibt mir etwas schleierhaft. Diese zeigen sich ständig total grob aufgelöst und meist potthässlich. Ob es sich dabei um Schlamperei oder einen Bug handelt bleibt abzuwarten, doch es fällt schon auf, wenn in einer eigentlich recht hübschen Dschungelgrafik die Schatten in etwa auf PS-One-Niveau die Gegend verschandeln. Dieses Problem tritt sowohl in der PC-Version als auch in der X360-Version auf.
Screen 1
Eine ruhige Hand ist gefragt
Screen 2
Angriff aus dem Hinterhalt
Screen 3
Die BulletCam in Aktion
Screen 4
Die übliche Gefechtsdistanz

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Sniper: Ghost Warrior

Packshot
3D-Shooter
von City Interactive
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCJuni 2010
PS3April 2011
360Juni 2010

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

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besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

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Letzter Trailer zum Spiel

Trailer-Bild
Basic Tactics (3:34)

 
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