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Test: Darkness Within 2: Das dunkle Vermächtnis

Dem Wahnsinn auf der Spur
 
Vor zwei Jahren schlüpften Abenteurer erstmals in die Rolle von Howard E. Loreid und untersuchten einen bizarren Mordfall. Warum sollte ausgerechnet der Hauptverdächtige Loath Nolder, ein angesehener Privatdetektiv, die Tat begangen haben? Und warum wurde Loreid von immer heftiger werdenden Alpträumen heimgesucht, in denen die Grenze zwischen Vision und Realität allmählich verschwand?
In Darkness Within 2 schlüpfen wir nun wieder in die Rolle von Howard und führen unsere Ermittlungen fort. Ob die Fortsetzung des von H.P. Lovecrafts Werken inspirierten Grusel-Adventures wahnsinnig viel Spaß macht oder uns auf direktem Wege in die Irrenanstalt befördert hat, erfahrt ihr im folgenden Test.

Dem Wahnsinn auf der Spur

Als Howard erwacht und die Männer in den weißen Kitteln neben sich entdeckt, wird klar, dass sich der Verstand unseres Hauptprotagonisten allmählich in eine Packung weicher Kekse verwandelt. Howard befindet sich in einer Irrenanstalt! Oder doch nicht? Wenige Augenblicke später kommt der Detective in einer alten Hütte zu sich und findet einen Brief von einem gewissen…Loath Nolder! Weil die Zeit davonläuft, nimmt Howard nach einem Hinweis Nolders in dem kleinen Städtchen Arkhamend die Ermittlungen auf, um herauszufinden, was mit ihm geschieht und was es mit seinen bizarren Visionen auf sich hat…

Dokumentenanalyse

Zunächst entscheiden wir uns für einen von drei Schwierigkeitsgraden. Dies hat Einfluss darauf, wie viele Tipps wir im Spielverlauf erhalten. Zudem ist hiervon abhängig, ob wir Dokumente eigenständig nach Hinweisen durchforsten oder diese gleich automatisch angezeigt werden. Ein solches Dokument, bei dem es sich um einen Brief von Nolder handelt, finden wir gleich zu Beginn in der Hütte. Mittels Cursor unterstreichen wir potentiell spielrelevante Informationen. Haben wir einen Treffer gelandet, landet die Information im Inventar in einem Gedanken-Menü. Dies ist eine nette Idee, da sich Howards Ideen und Gedanken auf diese Weise wie ein Objekträtsel miteinander kombinieren lassen. Problematisch ist allerdings, dass die Hinweissuche oftmals in wildes Geklicke ausartet, da einige Dokumente gar keine Hinweise enthalten bzw. nicht nachvollziehbar ist, warum in einem ellenlangen Text voller Namen, Orte und Ereignissen nun ausgerechnet der Name XY spielrelevant ist.
Diese fehlende Nachvollziehbarkeit finden wir nicht selten auch bei den Denksportaufgaben. Diese sind zwar sehr vielfältig (von Objekträtseln, Puzzle, Maschinenrätsel über die allseits beliebten Labyrinthe bis hin zum Brauen von Getränken), aber auch ziemlich buggy und/oder benutzerunfreundlich. Ein Beispiel: Wir finden ein altes Buch mit einem Zahlenschloss. Dieses lässt sich erst in Kombination mit einem Stethoskop öffnen, da Howard das Geräusch des Schlosses hören muss. Soweit die Theorie. Als wir die beiden Objekte kombiniert haben, kann es losgehen. Wir klicken auf den Mechanismus des Schlosses und hören….NICHTS!!! Klasse, dann muss die Lösung also durch Ausprobieren gefunden werden. Da es mehrere solcher Ungereimtheiten gibt und der Schwierigkeitsgrad ohnehin etwas höher angesetzt ist, drückt dieser Umstand dauerhaft auf die Motivation.

Die berühmte Nadel im Heuhaufen

Auch das Spielinterface sorgt nicht für ausgelassene Freudensprünge. Die Inventarsteuerung ist recht umständlich, was zuletzt auch an den darin abgelegten Mini-Objekten liegt. Immerhin funktioniert die Steuerung von Howard fast einwandfrei. Per WASD steuern wir in aus der Ego-Perspektive durch die Szenerie. Sogar eine Reisekarte wurde dem Detective spendiert, so dass uns mühevolle Laufarbeit ersparen bleibt. Störend fallen jedoch die unsichtbaren Levelgrenzen auf. Zudem artet die Suche nach spielrelevanten Objekten bisweilen in die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen aus.
Dies liegt teils an den kleinen Gegenständen, teils an der ständig vorherrschenden Dunkelheit, aber auch an der nicht zeitgemäßen Optik, die manchmal Erinnerungen an zehn Jahre alte 3D-Grafik wachruft. Fehlende Texturen, schwache und fehlende Animationen…die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Für Grusel-Stimmung sorgen immerhin die dunklen Schauplätze sowie sorgfältig platzierte Schockeffekte. Auch die akustische Hintergrundkulisse trägt hier ihren Teil bei. Für Atmosphäre und Motivation kann zudem die unterhaltsame Story sorgen, wenngleich sie dramaturgisch doch so manche Schwächen hat.
Wer deutschen Sprecherstimmen lauschen möchte, wird enttäuscht sein. Darkness Within 2 kommt mit (ordentlicher) englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln daher. Davon gibt es aber ohnehin nicht sonderlich viel zu hören. Da Howards Hauptbeschäftigung darin besteht, einsam durch verlassene Herrenhäuser und unterirdische Gänge zu schleichen, hören wir den Detective eher selten. Seine Gedanken wurden nämlich nicht vertont. Das hat auch zur Folge, dass der Spieler die zahlreichen gefundenen Dokumente selbst lesen darf.
Screen 1
In diesem Text gibt es genau EINEN Hinweis.
Screen 2
Defekte Grafikkarte?
Screen 3
Das Zentrum von Arkhamend
Screen 4
Das Inventar

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Darkness Within 2: Das dunkle Vermächtnis

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USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCJuni 2010
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