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Test: APB - All Points Bulletin
Polizei gegen Verbrecher in einer offenen Onlinewelt - Nach den ersten Patches nun mit Potenzial?
Mit All Points Bulletin, kurz APB versucht sich nach Age of Conan und dem kaum erwähnenswerten Auto Assault das dritte Spiel im MMO-Bereich für Erwachsene. David Jones, Miterfinder der GTA-Reihe, schnappt sich das Sandkastensystem des Vorzeige-Open-World-Titels und baut dieses in ein Online-Rollenspiel um.Wie schön wäre es ein Spiel wie Grand Theft Auto IV als MMO mit vielen anderen, realen Spielern online zu erleben? Doch leider sind diese Erwartungen um ein Vielfaches zu hoch. Willkommen in San ParoNach der Installation entscheiden wir uns für einen Server und eine Fraktion. Auf der einen Seite stehen die Enforcer (Polizei) auf der anderen die Gangster. Nachdem wir uns für eine der beiden Parteien entschieden haben, geht es auch schon los mit der Charaktererstellung und diese ist mit das Beste an APB. Wir können wirklich alles an unserem Avatar anpassen. Von der Tätowierung bis zur Frisur und den Kleidern, einfach alles. Hinzu kommt die Tatsache, dass jeder Spieler über ein individuell gestaltbares Fahrzeug verfügt, welches ebenso über einen umfangreichen Editor nach Lust und Laune gepimpt werden darf.Die Spielwiese von APB ist die fiktive Stadt San Paro, die in drei verschiedene Distrikte unterteilt ist: Zwei PvP-Distrikte und einen sozialen Distrikt, wo nicht gekämpft, sondern gehandelt und gekauft wird. Dort stehen uns verschiedene NPC-Händler und ein Auktionshaus zur Verfügung und es gibt so ziemlich alles, was der geneigte Straßenkämpfer so gebrauchen kann. In den beiden PvP-Gebieten wird es dann ernst. Von den verschiedenen Kontaktpersonen bekommen wir Missionen, die es zu erfüllen gilt. Dadurch steigt unser Bedrohungsgrad, der mit bis zu fünf Sternen dargestellt wird. Erreichen wir Stern Nummer 3, werden Polizisten gegen unsere Mission angesetzt, also bekommen wir es recht schnell mit echten Spielern als Gegner zu tun. Der Vorteil der Sterne besteht darin, dass die Belohnungen für die jeweiligen Missionen umso höher ausfallen, je mehr Sterne wir aktuell haben. Verhalten wir uns in der Stadt ruhig, beginnt der Bedrohungsgrad aber auch schnell wieder zu sinken. Im Gegenzug steigt er beim Abschließen der Missionen, sowie auf Seiten der Gangster für diverse Verbrechen, wie Mord, Raub, Autodiebstahl usw. 1 gegen 100Leider offenbart APB nun sehr schnell gravierende Schwächen. Mit das größte Problem ist die Fairness. Als kleiner, schlecht bewaffneter Neuling setzt uns das Spiel sofort gestandene Profis als Gegner entgegen. Die Chancen auf einen Sieg sind da gering und werden durch die Tatsache, dass wir uns öfters alleine gegen drei oder vier Gegner wehren müssen, nicht gerade erhöht. Frust ist da leider vorprogrammiert.Das zweite große Problem ist der fehlende Content. Natürlich gehört das mittlerweile zu einem MMO in der Startphase dazu, aber wenn nach gerade einmal drei Stunden die Missionen sich zu wiederholen beginnen, dann ist das ein Witz. Wirklich offen ist die Welt von APB nun auch nicht, da jede Instanz nur 100 Spieler fasst. Nicht von jeder Seite, sondern insgesamt. Danach werden weitere Instanzen aufgemacht. Wenn sich das nun besonders gut auf die Performance auswirken würde, wäre man einverstanden, doch leider kämpft auch APB immer wieder mit starken Lags, trotz der umfangreichen Instanzierung. Die Grafik von All Points Bulletin kann sich für ein MMO durchaus sehen lassen. Sie ist zwar einige hässliche Texturen weit entfernt von einem GTA IV, aber der leichte Comic-Stil kann durchaus überzeugen. Die Charaktermodelle sind bei hoher Auflösung sogar richtig schön anzusehen. Ganz anders zeigt sich die Steuerung. Autofahren in San Paro gleicht einer Ski-Abfahrt. Gezielte Fahrmanöver sind fast unmöglich, da die Karren träge reagieren und sich teilweise mehr wie ein Schlachtschiff lenken lassen. Auch sonst macht gerade die Kameraposition teilweise einen unglücklichen Eindruck, wenn immer wieder Fassaden den eigenen Spieler verstecken oder uns umgekehrt jeder hinter einer Deckung sehen kann, in dem er einfach die eigene Kameraposition einmal dreht. Positiv zu vermelden ist allerdings das Bezahlsystem. Gezahlt wird mit sogenannten RTW-Points, die in einem Shop gekauft werden können. So kostet ein Monat APB 400 RTW-Points, die für 8,99€ zu haben sind. Im Vergleich zu vielen anderen MMOs also noch relativ günstig. Als Alternative gibt es zudem die Möglichkeit einzelne Spielstunden zu kaufen. So kosten 20 Spielstunden 280 RTW-Points, umgerechnet rund 6€. Für Gelegenheitszocker sicherlich ein interessantes Modell, zumal gekaufte Spielstunden unbegrenzt gültig sind. |
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