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Test: R.U.S.E.
Stufenlose Echtzeitstrategie
In letzter Zeit stagnierte die Echtzeitstrategie. Keine Neuerungen, keine Highlights und auch selten ein spannendes Thema. Doch mit Starcraft 2 ist wieder ein ordentlicher Vertreter verfügbar und auch in RUSE setzt man große Hoffnungen. Aber kann ein Spiel in einem ausgebrannten Setting überhaupt gut werden und neu motivieren, sich in die Schlachten des zweiten Weltkriegs zu begeben?List und Tücke und List und TückeRUSE ist zunächst einmal ein urtypisches Echtzeitstrategiespiel nach alter Manier inkl. Basenbau und Ressourcenabbau, das den Spieler in die 40er Jahre zurückversetzt als die Amerikaner in den Krieg eintraten. Das Alter Ego des Spielers ist Joe Sheridan. Ein junger Offizier der US Army, der sich von Nordafrika über Italien nach Frankreich und Deutschland durchkämpft und es dabei mit allerhand Verrat, List und Tücke zu tun bekommt. Ehrlich gesagt sogar zu viel davon, denn in fast jeder Zwischensequenz ist die Rede davon und auch wer Prometheus ist, ist dem aufmerksamen Spieler nach dem dritten oder vierten Einsatz klar, so dass jede weitere künstliche Geheimniskrämerei fast schon weh tut. „Bitte löst es doch auf und dann ist gut….“, möchte man dem Monitor da entgegen schreien. Doch man wird nicht erhört, die 0815-Kriegs-Agenten-Story mit Seifenoper-Charakter vom Hauptmann, der in drei Jahren zum Brigadegeneral aufsteigt – ja klar - und dabei an jeder wichtigen Schlacht des Krieges teilnimmt, entfaltet sich langsam bis zum ihrem ach so vorhersehbaren Höhepunkt. Unterstützt wird das Ganze allerdings mit sehr schönen und gut synchronisierten Zwischensequenzen, die das Leid mildern können.Ansonsten kann die Kampagne aber durch ein sehr abwechslungsreiches Leveldesign überzeugen und ganz nebenbei werden dem Spieler Stück für Stück die Feinheiten der Kriegsführung in RUSE beigebracht. Denn neben dem Abbau von Geld aus Depots, die überall auf den Karten verteilt sind, müssen auch unterschiedliche Listen angewandt werden. Diese können auf verschiedene Sektoren der Karte angewandt werden und haben eine zeitliche Begrenzung. Zur Auswahl stehen Spione, die die feindlichen Einheiten aufdecken, Dekodierung der gegnerischen Befehle, Funkstille zur Tarnung der eigenen Einheiten oder auch Scheinangriffe und Scheinbasen zur Verwirrung des Gegners. Das Ganze funktioniert recht gut gegen die KI. Bei menschlichen Spielern sieht das meist etwas anders aus. Neben der Kampagne, die 23 Missionen umfasst, kann man sich an knackigen Szenarien und Gefechten versuchen, die teils reale und teils fiktive Begegnungen darstellen, um sich auf den Mehrspieler-Teil vorzubereiten. Dort kann man sich dann insgesamt zu 8 in Teams oder einzeln bekämpfen. Ein ordentliches Matchmaking-System sorgt zudem dafür, dass man es meistens mit gleichwertigen Spielern zu tun bekommt. Stein, Schere und soSpielt man nur die Kampagne, darf man auch nur die Amerikaner steuern. In den anderen Modi kann man auch mal andere Nationen führen, wie die Deutschen, Italiener, Briten, Russen oder Franzosen. Jede Nation bringt dabei einen sehr umfangreichen Fuhrpark mit. Vor allem die Fahrzeuge der Italiener und Franzosen sind dabei recht interessant, da man diese nur sehr selten in anderen Spielen zu Gesicht bekommt. Ansonsten trifft man auf alle bekannten Einheiten. Sei es der Königstiger, Wirbelwind, Messerschmidt BF-109, ME-262, Mustang, Spitfire, Sherman, T-34 oder Katyusha. Die Rusopedia genannte Bibliothek gibt zudem zusätzlichen Informationen über Stärken und Schwächen der Einheiten und ein paar Hintergrundinfos. |
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