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Test: Tale of a Hero

Ob Monster oder eifersüchtige Freundinnen - diesen Helden kann nichts schocken.
 Tale of a Hero
Olaf ist ein Held – und das meint hier nicht nur im Sinne von „Star dieser Geschichte“, sondern nebenberuflich (wenn er sich nicht gerade als Fischer betätigt). Der junge Bewohner mittelalterlich bzw. märchenhaft angehauchter Gefilde verdient sich seine Brötchen zwischendurch mit dem Ausmerzen monströser Landplagen, lässt dabei aber auch mal Fünfe gerade sein und sucht eine diplomatische Lösung, falls die Kreaturen überraschend sympathisch rüberkommen.
Genau wie das Monstererledigen gehört ja auch die Prinzessinnenrettung zum Alltag eines tapferen Recken und die aktuell verschleppte Holde hat sowieso noch was beim Hauptdarsteller gut. Dass zu guter Letzt auch Olafs Jugendfreundin, Hexe Pripogala, ins Spiel kommt, macht ihm das Zusammenleben mit seiner eifersüchtigen Verlobten Alia allerdings nicht unbedingt leichter...

Das war eben aber noch nicht da...

Die Ansätze der Story sind auf den ersten Blick wenig innovativ, doch interessante Wendungen und Nebenhandlungen lassen die Klischees schnell in Vergessenheit geraten. Die auffallenden märchenlastigen Züge des Szenarios stammen wahrscheinlich schon aus der tschechischen Heimat der Entwickler, die bekannten Motive werden aber durch neue Ideen sowie Selbstironie und sonstige humorvolle Elemente eigenständig präsentiert. Tale of a Hero ist vielleicht nicht unbedingt ein Adventure, bei dem man lauthals loslacht, zumindest ein amüsiertes Schmunzeln ist aber des öfteren durchaus drin.
Vom Gameplay her zeigt sich das Spiel weitestgehend traditionell – per Mausklick lässt man Olaf zum gewählten Platz marschieren, Sachen begutachten, benutzen oder zur späteren Verwendung einsacken, woraufhin sie im versteckten Inventar am Bildschirmrand verstaut werden. Fährt man mit dem Cursor darüber, sind die Objekte zu sehen und können kombiniert oder anderweitig manipuliert werden. Dies stellt neben Gesprächen mit ein paar Nebenfiguren die wichtigste Aufgabe des Protagonisten dar, andere Rätsel wie etwa Schiebepuzzles spielen keine Rolle. Die Inventar-basierten Knobeleien fügen sich gut in die jeweiligen Situationen ein und bleiben fast immer logisch nachvollziehbar. Nur die teils starre Abfolge kann da stören – manche Objekte tauchen so beispielsweise erst auf oder werden plötzlich benutzbar, wenn zuvor feste Aktionen abgearbeitet wurden. Dadurch muss man die Gegenden häufig mehrfach abklappern bzw. Leute erneut belabern.
Olaf bewegt sich ein wenig lahmarschig, durch einen Doppelklick auf die entsprechenden Markierungen kann man ihm aber zumindest etwas Feuer unterm Hintern machen, damit er die Umgebung unverzüglich verlässt. Das sollte man jedoch nicht zu früh tun, denn sonst wird schnell ein entscheidender Gegenstand übersehen. Wegen des überwiegenden Fehlens von Hotspots oder sonstigen Kennzeichnungen wichtiger Dinge sollten die, übrigens meist statischen, Kulissen penibelst abgesucht werden.

Nicht ganz taufrisch, aber okay

Dank des vernünftigen Umfangs werden Adventure-Freunde eine ganze Weile Spaß an Olafs Reise durch abwechslungsreiche Welten haben. Dabei sollte man sich nicht vom kurzen ersten der vier Kapitel täuschen lassen, das eigentlich eher als spielbarer Prolog zu sehen ist.
Die Orte wurden von den Machern liebevoll in Szene gesetzt und können beileibe nicht als hässlich bezeichnet werden, kritisch betrachtet wirkt die Grafik dann aber doch etwas altbacken. Neben praktisch nicht vorhandenen Einstellungsmöglichkeiten (Auflösung etc.), fehlender Belebung der Hintergründe sowie eher unansehnlichen Zwischensequenzen fallen vor allem mangelnde Details und schwache Animationen der fast schon verschwommen erscheinenden Charaktere negativ auf. Ein noch stärkerer Comic-Touch wie etwa auf dem Cover, gern in „richtigem“ 2D, hätte mich persönlich mehr angesprochen.
Die musikalische Untermalung mit fröhlichen bis spannenden Melodien und die Sprachausgabe sind dafür fast überall gelungen (insbesondere dem Helden hört man gerne zu), lediglich kleine Ausrutscher bei der Betonung stören das gute Gesamtbild.
Screen 1
Olafs bescheidenes Heim
Screen 2
Welche Geheimnisse verbergen sich in den Sumpfruinen?
Screen 3
Erstmal nachdenken
Screen 4
Die Schauplätze sind recht abwechslungsreich
Screen 5
Die Grafik ist zwar nicht zeitgemäß, bietet aber trotzdem einige schöne Details
Screen 6
Zum genaueren Betrachten oder Interagieren wechselt das Geschehen häufig in eine solche Nahansicht

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