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Test: Civilization V
Neustart für den Strategie-Urvater?
Der Garant für durchzockte Nächte mit dem typischen „Nur noch eine Runde“-Gefühl ist in der fünften Version erschienen. Neu sind sechseckige Felder, Stadtstaaten, ein geändertes Kampfsystem und viele Änderungen am Spielsystem und der Oberfläche. Wie sich der Urvater der Rundenstrategie geschlagen hat, könnt ihr hier nachlesen.Von der Antike bis in die ZukunftStartpunkt in Civ V ist die Antike, in der man irgendwo auf einer zufällig-generierten Karte oder der Erde mit einem Siedler abgesetzt wird und zugleich die erste Stadt gründet. Zug um Zug werden dann wieder neue Gebäude und Einheiten erstellt, die Stadtumgebung aufgehübscht, Krieg geführt, geforscht und wahlweise militärisch, diplomatisch, kulturell oder per Weltraumwettrennen der Sieg eingefahren. Wieder darf man sich als Anführer einer Nation und mit einem berühmten Alter-Ego selbiger durch die Gezeiten der verschiedenen Epochen von der Antike, über das Mittelalter, die Renaissance, Industriezeitalter bis in die Zukunft durchkämpfen. Jede Nation, ob Deutschland, Amerika, Ägypter, Chinesen oder Griechen haben eine besondere Eigenschaften und spezielle Einheiten, die so am besten den Stereotyp der einzelnen Nation widerspiegeln.Klingt alles bekannt, die Neuerungen am Klassiker sind aber dennoch gravierend. Zu allererst wurden die Felder der Karte von Quadraten auf Sechsecke umgestellt. Neben rein grafischen Vorteilen hat dies aber auch taktische Auswirkungen. Dazu kommt, dass pro Feld nur noch eine militärische Einheit aufgestellt sein kann. Damit ändert sich das Kampfsystem drastisch und ähnelt dadurch eher klassischen Titeln wie Panzer General. Sogenannte „Stacks of Doom“, riesige Armeen, die von Feld zu Feld bewegt wurden, gehören damit der Vergangenheit an. Neu sind in Civilization 5 auch die Stadtstaaten. Diese KI-Fraktionen spielen nur eine untergeordnete Rolle im Kampf der großen Nationen. Dennoch können sie eine wichtige Stütze auf dem Weg zum diplomatischen Sieg sein. Per Geldspritze oder dem Erfüllen von Aufgaben der Stadtstaaten kann man sein Ansehen bei den kleinen Parteien erhöhen. Dazu müssen sie vor Feinden beschützt, Luxusgüter geliefert oder Einheiten übergeben werden. Sie bedanken sich dafür beispielsweise mit Einheiten für den Spieler. Neben dem Kampf gegen reine KI-Gegner, darf man sich auch im Mehrspieler gegen maximal 11 Spieler behaupten, was recht gut funktioniert, aber meist viel zu lange dauert. Da ist es besser, wenn man sich mit Freunden regelmäßig zum Weiterspielen verabredet, als jedes Mal neue Gegner zu finden. Vereinfachungen – die kleine RevolutionDie großen Änderungen haben wir bereits besprochen, dazu gibt es noch viele kleine Änderungen im Spieldesign und an der Oberfläche, die aus dem fünften Teil ein einfacher zu erlernendes Spiel machen.Zum einen wurden die Religionen und Staatsformen sowie die Spione, Missionare und Botschafter entfernt. Stattdessen darf man unterschiedliche sozialpolitische Errungenschaften einführen, die man mittels Kulturpunkten kaufen kann. Diese befinden sich auf unterschiedlichen Gebieten, wie Ehre, Tradition, Freiheit, Autokratie oder Frömmigkeit. Sie geben unterschiedlichste Boni und schließen sich teilweise gegenseitig aus, was eine Anpassung an den Spielstil erfordert. Hier wurde gewaltig gestrichen, denn was jetzt nur noch kleine Boni sind, hatte im Vorgänger gravierende Einflüsse. Die fehlenden Religionen und Staatsformen vereinfachen zusätzlich den Forschungsbaum. Stattdessen wird mehr Wert auf verschiedene Gebäude gesetzt. Mehrere Gebäude wie Kaserne oder Waffenkammer sorgen für Erfahrungsboni für die Einheiten, eine Werkstatt beschleunigt die Gebäudeproduktion, während der Schmied die Einheitenproduktion anfeuert. Andere Gebäude erhöhen wie gehabt den Kulturwert, die Nahrungsproduktion oder das Goldeinkommen. Civ 5 bietet hier eine etwas größere Vielfalt. |
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