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Test: Lara Croft and the Guardian of Light
Laras neue Sicht der Dinge
Die Tomb Raider -Serie hat seit ihren Anfängen eine bewegte Geschichte mit Höhen und Tiefen hinter sich. Nun kommt ein neues Spiel mit der wehrhaften Grabräuberin: Lara Croft and the Guardian of Light. Wer allerdings annimmt, dass es sich hierbei um ein neues Tomb Raider handelt (dieser Zusatz fehlt nämlich nicht ohne Grund im Spieletitel), der sieht sich getäuscht. Das neue Lara-game bricht nämlich mit zwei alten Grundeigenschaften der Serie, macht aber trotzdem (oder gerade deswegen) eine Menge Spaß!Lara aus einem neuen BlickwinkelDie augenscheinlichste Neuerung ist die Vogelperspektive, aus der das Spiel ausschließlich gespielt wird. Somit sieht es eher einem Actionrollenspiel oder Top-Down-Shooter a la Shadowgrounds ähnlich. Ansonsten spielt sich Guardian of Light (kurz GoL) fast wie ein richtiges Tomb Raider, inklusive der Lara Croft typisch klischeehaften Story. Die Hobbyabenteurerin jagt im tiefsten Urwald mal wieder einem Artefakt hinterher und befreit durch dessen Bergung ungewollt einen fiesen Erzdämon aus seinem Gefängnis, in dem er seit 2000 Jahren eingesperrt war. Der ist natürlich stocksauer und hat auch erstmal nichts Besseres zu tun, als mit jeder Menge Monstergesocks im Schlepptau über die Erde herzufallen. Das passt Lara nun verständlicherweise gar nicht in den Kram und so bleibt es mal wieder an ihr hängen, die Welt zu retten. Dabei wird sie vom mystischen Aztekenkrieger Totec unterstützt, welcher ebenfalls am Ort des Geschehens auftaucht und damals den Dämon schon einmal mittels besagtem Artefakt in sein Gefängnis gebannt hatte. Woher der gute Mann so plötzlich kommt und wieso der nach 2000 Jahren überhaupt noch lebt, ist dabei im Prinzip nebensächlich, denn im Singleplayer taucht Totec eh nur in einigen Zwischensequenzen auf. Interessant wird es, wenn man den Koop-Modus für zwei Spieler startet, den man gemeinsam an einem PC spielen kann. Während der eine wie gehabt Fräulein Croft mit Maus und Tastatur dirigiert, übernimmt der andere die Rolle von Totec (z.B. mit einem Gamepad). Die diversen Aufgabenstellungen werden dahingehend angepasst, dass beide Charaktere zusammenarbeiten müssen, um weiterzukommen. Der Koopmodus macht richtig Spaß – ist aber gleichzeitig auch der einzige Multiplayermodus des Spiels und leider (noch) nicht über LAN oder Internet spielbar. Lara ist nicht mehr SingleAber egal ob man das Spiel alleine oder zu zweit spielt - es ist im Grunde ein typisches Tomb Raider: Kletter- und Sprungpassagen, Kämpfe gegen Monster und Rätsel wechseln sich in angenehmen Dosen ab. Die Steuerung ist dabei etwas vereinfacht worden, was dem Spieltempo aber sehr gut tut. Kein Vergleich mit den ganz alten Tomb Raiders, wo der Hauptfeind noch die Steuerung selbst war. Nach etwas Eingewöhnungszeit steuert man die Amazone ganz intuitiv und flott durch die Katakomben. Lediglich das zielgenaue Springen verlangt etwas Übung. Trotzdem wird man bei den Sprungpassagen, die gelegentlich auch unter Zeitdruck gemeistert werden müssen, hin und wieder ins Gras beißen. Damit da kein Frust entsteht, hat das Spiel ein sehr faires Speichersystem, welches vor so ziemlich jeder kritischen Stelle automatisch speichert.Die Rätsel der Marke „roll mal die Kugel auf die Druckplatte, dann geht da hinten die Tür auf“ sind meist recht einfach zu knacken und belohnen den Spieler oft mit Bonusitems wie Lebens- oder Munitionsupgrades sowie Artefakten, die der Spielfigur zusätzliche Fähigkeiten wie etwa besseren Schutz vor Angriffen verleihen. Zusätzlich gibt es in den Levels optionale Bonusziele zu erfüllen. Wer z.B. im dritten Level mehr als 300.000 Punkte schafft, bekommt eine mächtige Automatikschrotflinte. Das sorgt für zusätzliche Motivation und verleiht GoL einen kleinen Rollenspieltouch. Leider ist das Spiel schon fast wieder vorbei, wenn man richtig warm geworden ist. Nach etwa 6 Stunden hat man den Obermotz zurück in seine Höllendimension geprügelt. Dafür ist der Preis des Spiels aber mit etwa 15€ über die Onlinevertriebsplattform Steam fair und dem Umfang angemessen. Lara sieht sogar von oben gut ausGoL ist grafisch zwar keine Revolution, aber auch alles andere als hässlich. Die Umgebungen sind schick texturiert, stimmig ausgeleuchtet und interessant gestaltet. Auch die Spielfiguren sowie die Licht- und Partikeleffekte wissen zu gefallen. Es gibt sogar eine Physikengine im Spiel, die dafür sorgt, dass Trümmerteile nach Explosionen realistisch in der Gegend herumpurzeln.Auch von der Soundabteilung kann man nichts wirklich Negatives berichten. Die treibende Musik unterstützt das Gameplay sehr gut und auch die Soundeffekte und Sprecher sind stets passend gewählt. Da beim Rendern der Spielgrafik naturgemäß immer nur ein kleiner Ausschnitt der Spielwelt zu sehen ist, braucht man auch keinen Monsterrechner für GoL. Schon ein mittelschneller Dualcore und eine Grafikkarte der unteren Mainstreamklasse reichen dicke aus, um in voller Pracht ruckelfrei zu spielen. |
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80%
Lara Croft and the Guardian of Light

Action-Adventure
von Square Enix
USK-Freigabe ab 12 Jahren
von Square Enix
USK-Freigabe ab 12 Jahren
| PC | September 2010 | |
| PS3 | September 2010 | |
| 360 | August 2010 |
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