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Test: WRC - FIA World Rally Championship
Grund zum Jubel für Simulationsfans?
Während Codemasters seine Colin McRae-Rallye-Serie zuletzt mit DIRT 2 immer mehr zu einem Fun-Racer gemacht hat, geht Entwickler Milestone (u.a. SBK X ) mit WRC: FIA World Rally Championship eher den Weg Richtung Realismus. Können alle Simulationsfans jetzt kollektiv in Jubel ausbrechen?Vom Rookie zum Rallye-GottAktuell fährt der Rallye-Zirkus dem Glanz ganz großer Tage hinterher, was sich u.a. daran zeigt, dass mit Citroen C4 und Ford Focus nur noch zwei Hersteller um den Titel kämpfen. Doch die Entwickler haben zum Glück neben den aktuellen WRC-Helden wie Loeb, Hirvonen oder Ex-F1-Fahrer Raikkonen samt Fahrzeuge auch weitere, aktuelle Serien lizenziert. So darf man auch P-, S- und J-WRC-Autos, wie den Suzuki Swift S1600, Skoda Fabia S2000 oder Mitsubishi Lancer X an den Start bringen. Dazu gesellen sich Klassiker der Gruppe-B wie Peugeot 205 T16 oder der Lancia Delta S4. Natürlich beinhaltet das Spiel auch alle 13 WM-Stationen von Schweden über Deutschland bis Wales. Die knapp 80 Wertungsprüfungen wurden allerdings größtenteils frei erfunden und nicht original nachgebaut.Der Spieler darf zwischen den üblichen Singelplayer-Modi Einzelrallye, Einzel-Etappe oder Zeitfahren wählen. Dazu kann man sich noch eine eigene Meisterschaft basteln. Zwölf Prüfungen (u.a. Ideallinie treffen, Bremspunkte erlernen, Handbremse einsetzen) warten weiterhin noch in der Fahrschule auf ihre Absolvierung. Im Mittelpunkt des Spiels steht allerdings der Karriere-Modus. Ganz klassisch und unspektakulär kämpft man sich hier vom Rookie hoch in die WRC. Für die eingefahrenen Siegprämien kauft man sich neue freigefahrene Wagen und nimmt an freigeschalteten Events teil. Nebenbei kümmert man sich um Sponsoren, die aber kaum unterschiedliche Angebote vorlegen. Dass man neben Lackierungen selbst neue Farben erst freischalten muss, will nicht so recht zu einem Lizenzspiel passen. Gute Ansätze mit MackenIn Sachen Fahrzeughandling zeigt das Spiel durchaus, dass Realismus hier groß geschrieben werden will. WRC ist besonders ohne die zuschaltbaren Fahrhilfen richtig fordernd. Wer es mit Gas und Lenkung übertreibt, steht öfter quer als ihm lieb ist. Leider ist das Ganze nicht immer nachvollziehbar und so wundert man sich über den einen oder anderen ungewollten Dreher. Auch die Gripverhältnisse bei wechselnden Untergründen sind nicht immer logisch. Warum habe ich auf Schotter Grip und auf Asphalt plötzlich nicht mehr? Und warum haben die vielen Pfützen auf den Strecken keine Auswirkungen?Letztere spürt der Spieler, der an den vielen Setup-Möglichkeiten herumstellt. An Bremsbalance, Fahrzeughöhe bis zu den verschiedenen Differentialen darf geschraubt werden. Leider nur per Schieberegler und nicht mit richtigen Zahlenwerten. Das Schadensmodel zeigt nach einem Crash mit abgerissenen Stoßfängern oder Motorhauben nicht nur optisch, das mit dem Auto was nicht stimmt. Vielmehr werden auch Federung, Kühlung oder Motor in Mitleidenschaft gezogen, was sich im veränderten Fahrverhalten deutlich äußert und für unnötige Reparaturzeit zwischen den Prüfungen sorgt. Unrealistisch: Reifendefekte gibt es nicht!? Stehen bleiben die Wagen übrigens erst, wenn man mehrmals so richtig gegen Hindernisse knallt. Das muss nicht immer ein dicker Baum sein, da reicht an manchen Strecken auch schon ein Verkehrszeichen? Dies passiert Tastaturspielern wahrscheinlich öfter. Mit Gamepad oder Lenkrad ist da einiges mehr rauszuholen. Leider funktioniert dabei aber das Force Feedback nicht immer optimal. Mal so, mal soDie Wagen sehen von außen wirklich schick und detailliert aus. Die Innenräume lassen da schon etwas Liebe zum Detail vermissen. Dennoch können sich die Fahrten aus den beiden Innenraumperspektiven (plus Verfolger- und Motorhaubenansicht) sehen lassen, gleichwohl Effekte wie schmutzige Frontscheiben samt Scheibenwischer fehlen. Absolut altbacken ist die Umgebungsgrafik. Einige Strecken wie Schweden bei Schnee sind ja ganz annehmbar, das Gros sieht aber irgendwie unfertig modelliert und nach 0815-Baukastensytem aus. Dazu passend präsentieren sich auch die Menüs ideenlos schlicht in B-Waren-Optik. Großer Fauxpas: Da ohne Mausunterstüzung, muss das Spiel mit ALT+F4 beendet werden!Auch der Sound der Fahrzeuge ist Hop oder Top. Einige klingen recht gut, andere wiederum unrealistisch. Je nach Wunsch hat man Weiblein oder Männlein auf dem Beifahrersitz. Die Stimmen passen, die Ansagen zum Großteil auch. Deren Vorlaufzeit kann man individuell einstellen. Im Bereich Multiplayer setzen die Entwickler online auf ein Aufleveln durch Siege in Zeitrennen stets ohne Kollisionsabfrage für maximal 16 Spieler. Dabei kann man über GameSpy sowohl benutzerdefinierte Rallyes erstellen oder sich irgendwo zulosen lassen. Als Offline-Alternative darf man mit maximal vier Spielern einen Hot-Seat-Modus nutzen und dabei Einzelrennen oder ganze Meisterschaften austragen. Leider ohne Speichermöglichkeit. |
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80%
WRC - FIA World Rally Championship

Rally-Simulation
von Milestone, Black Bean
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
von Milestone, Black Bean
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
| PC | Oktober 2010 | |
| PS3 | Oktober 2010 | |
| 360 | Oktober 2010 |
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