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Test: Ion Assault

Der Weltraum-Shooter mit dem Staubsauger-Prinzip ...
 
Boba Fett wäre vermutlich stolz auf mich, wie ich mein Raumschiff durchs Asteroidenfeld manövriere, ohne dabei irgendwo anzuecken. Es erinnert an den Klassiker Asteroids, wenn ich den kleinen Jäger von oben gesehen durch einen rechteckigen Raum lenke und dabei die Asteroiden in der Umgebung der Reihe nach in kleine Stücke zerschieße, bis schließlich selbst von den kleinen Brocken nichts mehr übrig bleibt.
Die Münchener Entwickler von Core Play wollten jedoch offenbar nicht nur das alte Asteroids-Gameplay nochmal aufwärmen, und so ließen sie sich für ihren kleinen, aber feinen Space-Shooter Ion Assault auch von Titeln wie Geometry WarsWeitere Infos und ihren eigenen Ideen beeinflussen. Auf Xbox Live erschien der Arcade-Titel schon vor rund einem Jahr, wir haben uns nun die über Steam erhältliche PC-Version einmal angesehen.

Das Staubsauger-Prinzip

Was Ion Assault von anderen Weltraum-Shootern unterscheidet, ist vor allem die Ionenkanone des kleinen Raumschiffs, die auf eine recht ungewöhnliche Weise aufgeladen wird. Denn um die Feuerkraft dieser Primärwaffe zu steigern, kann man mit gedrückter Maustaste den feinen Ionennebel der Umgebung aufsaugen. Wenn nötig, kann man sogar umherfliegen und die komplette Energie des Raumes in sich aufnehmen, um einem hartnäckigen Gegner einen besonders heftigen Treffer zu verpassen. Beim Aufschlag zersetzt sich der abgefeuerte Schuss wieder in seine Ausgangspartikel – und steht somit wieder als neue Munitionsquelle zur Verfügung. Nur ein Wandtreffer löst sich nicht auf, sondern prallt ab wie beim Billard. Das Zielen ist dank eines Laserpointers kein Problem, die Schussrichtung wird dabei aber nicht direkt gesteuert, sondern durch Drehung um die Achse des Schiffes erreicht. Beim Aufladen bildet sich zwar ein für Gegner nicht ganz ungefährlicher Ionenwind um das Schiff herum, zugleich ist aber auch die Beweglichkeit eingeschränkt.

Wurmeier, Power Ups und Extrawaffen

Neben Asteroiden lauern im All natürlich auch noch weitaus größere Gefahren wie feindliche Raumschiffe, Minenfelder, Laserkanonen und Würmer, die die ganze Gegend mit ihren Eiern zupflastern, wenn man sie nicht rechtzeitig erledigt. Vereinzelt tragen Gegner und Asteroiden auch Power Ups gut sichtbar mit sich herum. Während Schutzschild, Gegner-Verlangsamung und Gravity Boost (für erhöhte Saugwirkung beim Aufladen der Ionenkanone) vom Zeitpunkt des Aufsammelns an sofort wirken, hebt man sich zielsuchende Granaten und Plasmawirbel am besten für schwierige Spielsituationen auf. Am Ende von jeder der vier Welten mit ihren je fünf Räumen wartet auch noch ein Bossgegner in einem Extraraum auf seinen Bezwinger. So schickt zum Beispiel ein einäugiger Riesenfelsen erst eine Raumfliegenbrut und dann auch noch Laserringattacken auf euch los. Außerhalb der Boss-Stages muss man aber nicht alle Gegner, sondern nur die Asteroiden beseitigen, um durch ein Wurmloch ins nächste Level zu gelangen.

Mini-Action-Feuerwerk

Dass es keine Speicherpunkte gibt, nervt zwar etwas, allerdings dauert die Solo-Kampagne ohnehin nur rund 2 Stunden beim ersten Durchspielen. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad zwar spürbar an, und die Zahl der Leben pro Level ist begrenzt, Neuversuche hat man jedoch ohne Ende. Highscore-Jäger dürfte indes freuen, dass Multi-Hits oder mehrere Abschüsse hintereinander den Punktestand ordentlich in die Höhe treiben, so dass man manchmal sogar mit einem Extraleben belohnt wird. Neben Online-Bestenlisten steht auch noch ein knackiger Survival Mode zum Zähne-Ausbeißen zur Verfügung, auf einen Multiplayer-Modus müssen PCler allerdings im Gegensatz zu den Xbox-Live-Usern verzichten.
Grafisch ist Ion Assault zwar kein sehr aufwändiger Titel, der Mix aus herumschwirrenden Raumobjekten, schicken Explosionen und faszinierenden Partikelströmen ergibt aber trotzdem ein schönes Effekt-Feuerwerk, das auch auf älteren Rechnern noch in höchsten Einstellungen flüssig läuft. Ähnlich wie bei Geometry Wars muss man bei all der schönen Reizüberflutung nur aufpassen, dass man nicht die Übersicht verliert.
Die seichte Space-Musik im Hintergrund ist nicht allzu aufdringlich und als Hintergrundbeschallung ganz in Ordnung, professionelle Komponisten scheinen dort aber nicht am Werke gewesen zu sein. Auch die Ansagerin klingt recht herkömmlich mit ihrer typischen Roboter-Stimme. Das hätte mein Kumpel Boba Fett vermutlich besser gekonnt.
Screen 1
Das Spielprinzip ähnelt dem Klassiker Asteroids …
Screen 2
… allerdings mit einer ungewöhnlichen Staubsauger-Komponente
Screen 3
Dieses Monstrum brät seine Umgebung mit tödlichen Lasern …
Screen 4
… und dieses hat sich zum Teil in Schutzschilde gehüllt

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Ion Assault

Packshot
Action
von bitComposer
USK-Freigabe keine Angabe
PCNovember 2010 (Steam)

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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