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Test: James Bond 007: Blood Stone

James Bond ohne Filmlizenz? Egal! Hauptsache die Lizenz zum Töten wurde nicht verlegt.
 James Bond 007: Blood Stone
Die Leinwandzukunft für die Doppelnull ist zwar eher ungewiss, aber auf den heimischen PC-Monitoren rettet James Bond mit tatkräftiger Untersützung von Bizarre Creations weiterhin die Welt. Frauen dürfen wir zwar nicht aufreißen, aber dem Top-Agenten ihrer Majestät immerhin beim ballern, prügeln und rasen über die Schultern schauen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ohne Hollywood im Rücken

James Bond: Blood Stone hat diesmal keine Filmvorlage an der man sich orientieren kann und so hatten die Entwickler freie Hand was Gamedesign und Story betrifft. Letztere ist allerdings bestenfalls zweckmäßig: Im Grunde dreht sich das Spiel um einen skrupellosen Geschäftsmann, der im großen Stil Biowaffen herstellen lässt, um diese für ein hübsches Sümmchen an diverse Terroristen zu verkaufen, die damit ihrerseits die Welt erpressen wollen. Durch einen verschwundenen Wissenschaftler bekommt der MI6 Wind von der ganzen Sache und setzt 007 darauf an. Den Rest kann man sich, selbst als nur gelegentlichen Bond-Gucker, problemlos denken: schnelle Autos, Explosionen, Ballereien, eindimensionale Bösewichte und natürlich eine schöne Frau. Die Welt von Bond ist so einfach gestrickt ...

Gameplay

Anders als beim Vorgänger James Bond: ein Quantum Trost ist Bloodstone nicht mehr nur reiner Shooter, sondern ein Genremix aus 3rd-Person-Action, Schleichpassagen und Rennspiel. Gut geschüttelt, nicht gerührt.
Den Löwenanteil nehmen die Shootersequenzen ein, in der man Bond über die Schulter schaut und ihn von Deckung zu Deckung huschen lässt. Blood Stone setzt hier ganz dem aktuellem Trend folgend auf ein aktives Deckungssystem und Autoheal. Man geht also per Spacetaste hinter Wänden oder Kisten in Deckung und feuert bei Gelegenheit auf auftauchende Gegner. Diese gehen zwar in Deckung und starten hin und wieder sogar halbherzige Flankenmänöver, sind aber in der Regel nicht mehr als Kanonenfutter. Als nettes Gimmick beherrscht 007 sogar eine Spezialattacke namens Focus-zielen, mit der er Gegner in Zeitlupe ausschalten kann. Und egal an welcher Stelle die Gegner dann getroffen werden, sie sind in jedem Fall tot. Allerdings muss man diese Focusangriffe erst mittels Stealthkills bzw. Nahkampfangriffen aufladen. Bis zu drei Stück kann man in Reserve halten.
Innovationen oder neue Ideen sucht man in den Ballerabschnitten zwar vergeblich, trotzdem macht's Spaß, da das Spiel intuitiv und flüssig von der Hand geht und dank zahlreicher kleiner Überraschungen und Variationen im Leveldesign zum weiterspielen motiviert. So muss man z.B. in einer Mission möglichst leise vorgehen, Wachen unbemerkt ausschalten, Klettern oder Kameras hacken. Gerade die letzten beiden Aspekte werden jedoch etwas stiefmütterlich behandelt. Warum? Nun, das Hacken funktioniert mit Bonds Mobiltelefon über ein einfaches Tastendrück-Reaktionsspiel, welches weder originell noch sonderlich anspruchsvoll ist. Leider ist das Superhandy auch das einzige Agentengadget, das dem neuen Bond zur Verfügung steht. Immerhin kann das Ding auch Wegpunkte und herumliegende Waffen anzeigen, Laptops nach brisanten Daten scannen und sogar telefonieren (ui!), was die Leute vom MI6 auch gerne nutzen um Bond neue Missionsziele und Tipps durchzugeben. Bond-Fans werden da sicherlich trotzdem etwas enttäuscht sein, sind sie es doch gewohnt mit Laserarmbanduhren und Raketenwerferkugelschreibern zu hantieren. Das andere etwas halbherzig wirkende Spielelement sind die Klettereinlagen, die hin und wieder vorkommen. Nun will Bond zwar kein Tomb RaiderWeitere Infos-Abklatsch sein, aber komisch ist es schon, dass der Topagent nur an ganz bestimmten Stellen springen kann. So verkommt z.B. die an sich nervenaufreibende Flucht vor einem Tunnelbohrer eher zu einer halb-selbstablaufenden Zwischensequenz, da die Sprünge auch immer automatisch ablaufen und nie daneben gehen.
Screen 1
Die Charaktere haben Wiedererkennungswert, hätten jedoch noch etwas Feinschliff vertragen können.
Screen 2
Blood Stone spielt an exotischen Schauplätzen. Aber bei Bond erwartet man auch nichts anderes.
Screen 3
Immer schön in Deckung bleiben. Eine direkte Konfrontation ist auch für 007 meist tödlich.

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James Bond 007: Blood Stone

Packshot
Action
von Activision, Bizarre Creations
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCNovember 2010
PS3November 2010
360November 2010

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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James Bond: Blood Stone erscheint jugendfrei

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Trailer-Bild
Launch Trailer (1:34)

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