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Test: Create
Jede Menge bunte Objekte wollen in der Spielwelt verteilt werden...
Create wurde im Vorfeld kaum beworben, tauchte fast aus dem Nichts auf und ist noch dazu von Beginn an zum Budgetpreis zu haben – kann man hier rechtzeitig zum Weihnachtsfest ein Schnäppchen machen, das Kinder und ganze Familien erfreut, oder verhält sich die Qualität proportional zum betriebenen Aufwand seitens EA?Wie kommt das Gokart durch den Reifen?Create besteht aus allerhand im Laufe des Spiels freischaltbaren Themenwelten wie Freizeitpark oder Weltraum, in denen man hauptsächlich mit dem Lösen physikbasierter Herausforderungen beschäftigt ist, um so genannte „Funken“ zu sammeln, welche neue Inhalte verfügbar werden lassen. Dazu gilt es, per Maus die unterschiedlichsten Objekte in den kleinen Umgebungen zu platzieren. Darunter etwa Rampen, Ventilatoren, Luftballons, Magnete, Klebstoff oder Teleporter. Die Art und Zahl der verwendbaren Gegenstände ist oft vorgegeben, außerdem wird der sparsame Umgang mit Objekten auch durch mehr Funken belohnt.Unter anderem muss man ein automatisch rollendes Spielzeugauto zum Zielpunkt dirigieren, eine Rakete per Ball-Stubser umwerfen und auf die richtige Flugbahn lenken, oder einen Ballon mit wertvoller Fracht unbeschadet an Stacheln vorbei bringen. Lange Schwebephasen oder berührte Bonus-Multiplikatoren lassen den Punktestand dabei in ungeahnte Höhen klettern. Sind alle Teile zur Zufriedenheit des Spielers aufgebaut, kann er nach Klicken auf die Play-Taste beobachten, was schon funktioniert oder an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht. Die Puzzles erlauben verschiedene Lösungsansätze und sind in Maßen genossen durchaus spaßig, vieles erfordert aber ermüdendes Experimentieren und Feinjustieren, bis endlich alle Teile der Konstruktion passend aufgestellt und zurechtgedreht sind. Außerdem gibt es bei der Auswahl der jeweils verwendbaren Items meistens zu viele Einschränkungen und das Spiel nimmt einen über lange Strecken der Anfangsphase sehr an die Hand. Diese Tutorial-Einlagen sind gerade für unerfahrene Nutzer sicherlich hilfreich, von der Freiheit, die man angesichts des Titels erwarten würde, bleibt zumindest dort aber wenig übrig. Zudem weist das Spiel diverse Schwächen in der Bedienbarkeit auf. Die Schaltflächen sind klobig, die Auswahllisten dezent unsortiert und auch eingeblendete Tipps sorgen durchs Verdecken des Menüs nicht gerade für tolle Übersicht. Vor allem wäre es nett gewesen, jederzeit weiter herauszoomen zu dürfen, um alle Elemente der Versuche ordentlich im Blick haben zu können. Der Fantasie sind Grenzen gesetztNeben den Herausforderungen sollen im Rahmen der „Create-Ketten“ verschiedene Dekorationsprojekte absolviert werden. So hantiert man mit mehreren Pinsel-Tools, haufenweise Stickern und Spezialeffekten, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Schade dass man nur in vorgefertigten, statischen Levels aktiv wird. Die Umgebungen lassen sich eben nicht entscheidend verändern oder umbauen, sondern schlicht ein wenig verzieren.Wer 40 Funken ergattert hat, darf sich immerhin im Modus „Create-Frei“ auf einer unberührten Fläche austoben. Auch bei den angepriesenen Online-Features wurde aber Potenzial verschenkt. Man kann keine eigenen Puzzles auf die Menschheit loslassen, sondern lediglich die persönlichen Lösungen zu so genannten Community-Herausforderungen präsentieren oder Schnappschüsse der erstellten Landschaften veröffentlichen. Create erinnert stellenweise an LittleBigPlanet oder Scribblenauts , schon durch das Fehlen einer Identifikationsfigur bzw. überhaupt auch nur irgendeines Helden oder einer Rahmenhandlung hat das Spiel aber wesentlich weniger Charme und vor allem keine humorvollen Einlagen. So kommt nach relativ kurzer Zeit Langeweile auf – da kann man sich nicht wirklich über den großen Umfang (14 Welten mit je zehn Herausforderungen plus sonstige Aufgaben) freuen. Zumal sich viele Missionen doch ganz schön ähneln und man häufig mt den immer gleichen Standardhilfsmitteln Erfolg hat.Die Präsentation ist farbenfroh und kindgerecht, aber insgesamt alles andere als beeindruckend. Geräusche wie das Platzen von Luftballons oder Tier-Rufe begleiten das Geschehen sinnvoll, die dudelnden Hintergrundmelodien gehen dem Rätselfreund aber bald auf den Keks. |
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