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Test: Making History II: The War of the World

Geschichte machen im Zweiten Weltkrieg
 Making History II: The War of the World
Nachdem Muzzy Lane mit Making History eine Art Simulation verschiedener Geschichtsverläufe für den Zweiten Weltkrieg erstellt hat, um damit den Geschichtsunterricht interessanter zu machen, versucht man nun weiter die kommerzielle Vermarktung voranzutreiben. Allerdings mit eher durchwachsenem Ergebnis.

Erweiterter Hearts of Iron-Klon

Spieler von Hearts of IronWeitere Infos sehen bereits an der Aufmachung von Making History II, dass es sich hier um eine weltpolitische Simulationen des Zweiten Weltkriegs handelt. Auch hier geht es darum, mit einem von über 100 Ländern die Kriegswirren zu überstehen. Dazu stehen drei Szenarien zur Auswahl, die jeweils zu unterschiedlichen Zeitpunkten vor dem Zweiten Weltkrieg starten. Allerdings spielt sich das Ganze nicht in Echtzeit sondern rundenbasiert ab. Dabei stehen neben militärischen Entscheidungen auch solche über Politik, Diplomatie und Wirtschaft an. Die Weltkarte ist in Regionen unterteilt, die zudem Städte beinhalten, in denen Industrieanlagen, Forschungseinrichtungen und militärische Einrichtungen gebaut werden können. Das Mikromanagement ist dabei weitaus komplexer als in Hearts of Iron, da hier die Produktion und Forschung auf einzelne Städte verteilt werden kann. Ressourcen wie Kohle, Metalle oder Öl sind in den Regionen verteilt und können mittels entsprechender Bergwerke oder Bohrtürme abgebaut werden. Zusätzlich müssen Waffen für die Armee gebaut oder eingekauft werden.
Jede militärische Einheit, jedes Gebäude und jede Verbesserung einer Region benötigt diese Ressourcen. Aber auch die Bevölkerung benötigt verschiedene Waren, um zufrieden zu sein und den Wohlstand zu steigern. Der Weltmarkt bietet dazu verschiedene Möglichkeiten ökonomische Macht zu erlangen. Indem zum Beispiel die weltweiten Kohlereserven aufgekauft werden. Etwaige Schulden können dann nach und nach in Gewinn umgewandelt werden.

Mehr Wirtschaftsim als Strategiespiel

Auf der Wirtschaft liegt offensichtlich auch das Augenmerk von Making History II. Denn während der Wirtschaftsteil relativ ausgeklügelt wirkt und der riesige Forschungsbaum viel Spielraum für Konzentration auf einzelne Bereiche lässt, sieht es bei Diplomatie und Militär anders aus. Es werden einzelne Einheiten erstellt, zu Gruppen zusammengefasst und über die Karten geschickt. Dabei spielen Wetter, Terrain und Zusammensetzung der Truppe scheinbar keine Rolle. Ob man mit einer Armee von superschweren Panzern im Winter über die Alpen oder durchs niedersächsische Tiefland angreift, ist unerheblich.
Auch die Diplomatie wirkt eher zufällig denn nachvollziehbar. Selbst bei starken diplomatischen Beziehungen werden Bündnisse abgelehnt. Wo doch jede Seite einem starken Partner nicht abgeneigt sein sollte. Zugegeben, Making History II simuliert auch unterschiedliche Religionen, Ethnien und politische Systeme, aber wie heißt es doch so schön: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“

Komplexe Bedienung

Dass ein Strategiespiel wie Making History II eine Einführung braucht, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dennoch werden kaum Informationen durch das Handbuch gegeben. Selbst im Spiel hat man sich die Einführungen gespart. Das ist bei der Komplexität der Menüs wahrlich kaum zu verstehen. Vor allem der schwer zu überblickende Forschungsbaum und die teilweise recht unterschiedlichen Bedienkonzepte für einige Aktionen können gerade Neulinge stark verwirren. Auch die teilweise recht sperrige Steuerung der Einheiten und der Karte verursachen eher Frustmomente, als dass sie den Spielspaß fördern. Positiv kann man aber die verschiedenen Kartenmodi erwähnen, die verschiedenste Blicke auf die Welt zulassen, wie Regierungsform, Religion, Landesgrenzen usw.
Die KI macht meistens auch einen ganz ordentlichen Eindruck. Allerdings kann man sich als Inselstaat recht gut vor amphibischen Invasionen schützen, denn meistens werden nur einzelne Provinzen immer wieder angegriffen. Über Land sieht das etwas anders aus. Aber gerade hier verdirbt dem Strategen die Belanglosigkeit von Terrain, Wetter und Truppenzusammensetzung den Spielspaß.

Veraltete Optik

In Sachen Präsentation macht Making History II nicht viel her. Zwar wird mit orchestralen Klängen etwas Atmosphäre aufgebaut, aber die Darstellung ist selbst für dieses Genre zu schwach. Hier bekommt man nur niedrig aufgelöste und schlecht animierte Einheitenmodelle und schrecklich eintönige Provinzen zu Gesicht. Der Großteil der Menüs ist zudem recht verwirrend aufgebaut, sodass einige Zeit zum Erlernen der Funktionalitäten nötig ist. Auch die schwache Performance ist bei dieser Optik nicht nachvollziehbar. Die Rundenzyklen der KI dauern teilweise sehr lange, beim Scrollen hakt es und das eine oder andere Mal reagieren Schaltflächen nicht sofort.
Die Einzelspielerszenarien können auch im Mehrspieler-Modus genutzt werden. Bis zu 8 Spieler können sich über das Internet oder das lokale Netzwerk messen. Ein Play-By-EMail gibt es hier allerdings nicht.
Screen 1
Die Welt liegt euch zu Füßen.
Screen 2
Das Deutsche Reich vor dem Krieg.
Screen 3
Der Forschungsbaum ist schwer zu überblicken.
Screen 4
Wer baut was? Massives Mikromanagement.
Screen 5
Wir greifen Mexiko an. Wie unspektakulär.
Screen 6
Waren benötigt? Da hilft der Weltmarkt.

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