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Test: Magicka

Warum das putzige Rollenspiel ein Geheim- und Spartipp ist...
 Magicka
Neues Futter für alle Hack'n'Slay Liebhaber verspricht das kleine, unscheinbare Spielchen Magicka, welches seit kurzer Zeit im Steam Shop erhältlich ist und demnächst auch in die Läden kommt. Dabei brüsten sich die ambitionierten Entwickler vor allem mit einem einzigartigen Magiesystem und viel Spielwitz. Warum sie vieles richtig machten und trotzdem Potenzial verschenkten, klären wir hier.

0815 ohne 0815

Die typische „Held rettet die Welt vor Bösewicht XY“-Geschichte ist der Klassiker schlechthin bei den Rollenspielen. Und wenn man jede noch so ausgefeilte Story herunterbricht, geht es im Prinzip doch immer um das Gleiche. Magicka versteht sich vornehmlich als Satire auf das gesamte Genre und kommt demnach auch mit einer selten einfallslosen Story daher, die genau das typische Rollenspiel verkörpert. Der Charme des Spiels entsteht deshalb durch den Witz, der unsere Reise begleitet. Das fängt bei den ulkig verzerrten Stimmen der Charaktere an und hört bei zahlreichen Anlehnungen an allerlei Filme und Genrekollegen auf. Schmunzeln ist also garantiert.
Wer in die skurrile Welt von Magika eintauchen möchte, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Im Singleplayermodus stellen wir uns alleine der Story und Horden an Widersachern. Das Spiel bietet jedoch auch die Möglichkeit, die Kampagne komplett zu viert im Koop zu bestreiten, was für einige spaßbringende Nächte sorgen kann. Wer stattdessen eher das kurze Vergnügen sucht, kann sich auch mit bis zu drei anderen Freunden in der Arena austoben und Welle um Welle standhalten.

Mut zur Lücke

Doch ein paar Faktoren stören den Mulitplayerspaß: Magicka mangelt es sowohl an einem Levelsystem als auch an richtigen Ausrüstmöglichkeiten. Wir lernen auf unserem Weg durchs Abenteuer lediglich neue Zaubersprüche dazu und finden die ein oder andere Waffe, ansonsten gibt es nicht viel Abwechslung. Das wirkt sich vor allem auf den Wiederspielwert aus. Auch wenn es auf den ersten Blick nach einem DiabloWeitere Infos-Klon aussieht: Dessen Prinzip greift hier nicht, denn trotz des Rollenspiel-Konzepts bleibt der Titel sehr arcadelastig. Wer die Geschichte zügig durchzieht, sieht nach spätestens acht Stunden das Ende, was in Anbetracht des Preises aber immer noch ordentlich ist.
Doch Kommen wir zu dem, wobei sich Magicka von jeglichen Genrekollegen abhebt: Die Entwickler versahen das Spiel mit einem einzigartigen Magiesystem. Statt vorgefertigter Zaubersprüche können wir aus einem Arsenal von acht Grundzaubertypen uns zu jeder Situation die passende Kombination zusammenstellen. Diese acht Zauber sind dazu jeweils auf eine Taste gelegt und werden dann per Druck aufgeladen und aneinandergereiht. Durch diese Zauberweise können zahllose Kombinationsmöglichkeiten entstehen und es macht eine Menge Spaß nach und nach neue teils mächtige Angriffe herauszufinden.

Leider nicht bis zum Ende gedacht

Doch auch wenn dieses System sehr originell ist, so wurde es nicht konsequent genug umgesetzt. Zunächst sind viele Zauberkombinationen einfach nutzlos bzw. im Vergleich zu anderen viel zu schwach. So läuft es mit der Zeit stets darauf hinaus, dass wir immer wieder auf die gleichen Angriffe zurückgreifen. Außerdem sind die Symbole in der Zauberleiste viel zu klein, so kommt es öfters zu Verwechslungen. Noch dazu ist es äußerst knifflig, in den hektischen Gefechten genau die richtigen Zauberkombinationen zu wirken. Das erfordert sehr viel Geduld und Übung. Hier wäre beispielsweise eine Hotkeyleiste mit schnell abrufbaren eigenen Kreationen hilfreich gewesen. Dadurch, dass sich die Entwickler so sehr auf dieses Feature konzentrierten, geht zudem alles andere im Kampf unter: Zwar können wir auch mit unserem Schwert auf die Gegner schlagen, dieses macht im Vergleich zu den Zaubern aber ebenfalls derart wenig Schaden, dass es sich nicht lohnt, es zu benutzen. Ebenso ist es nicht möglich, zwischen mehreren Klassen zu Beginn des Abenteuers zu wählen, es gibt nur die Kapuzen tragenden kleinen Zauber-Ewoks. Eine Gruppentaktik bleibt daher also auf der Strecke. Immerhin können Mitglieder ihre Zauber aber untereinander koppeln, was sie nochmals stärker werden lässt. Doch Vorsicht in den eigenen Reihen: In Magicka ist es stets möglich auch befreundete Ziele zu treffen, was zu einigen Frustmomenten führen kann. Zu loben ist allerdings, dass die Entwickler regelmäßige Patches zu dem Spiel liefern, vielleicht gelingt es ihnen sogar noch, die Kritikpunkte auszumerzen.
Technisch wirkt Magicka recht veraltet, die meisten Texturen sind schwammig und wenig detailliert. Immerhin können sich die verschiedenen Zaubereffekte aber sehen lassen. Leider gibt es bisher auch noch keine deutsche Lokalisation, gleichwohl die englischen Texte nicht sehr anspruchsvoll sind.
Screen 1
In der Arena müssen wir immer stärkere Wellen bekämpfen
Screen 2
Nicht nur Angriffszauber lassen sich kombinieren
Screen 3
Dass man die Geschichte des Spiels nicht zu ernst nehmen sollte, wird dem Spieler schnell klar
Screen 4
Rollenspieltypisch gibts auch Quests von NPCs
Screen 5
Unser gesamtes Inventar besteht nur aus Schwert und Stab
Screen 6
Mit komplexeren Kombinationen lassen sich auch mächtige Zauber wie Meteor beschwören

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Magicka

Packshot
Action-Rollenspiel
von Paradox Entertainment
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCFebruar 2011
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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