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Test: APOX
Lohnt die Low-Budget Endzeit-Strategie?
Echtzeitstrategie-Spiele gibt es wie Sand am Meer. Im krassen Gegensatz dazu gibt es aber offenbar nicht mal eine Hand voll Themengebiete, auf die sich die Macher konzentrieren. APOX beschreitet hier vergleichsweise wenig ausgetretene Wege, in dem es in einer postnuklearen Zukunft ansetzt, die an das Mad-Max-Universum erinnert. Viel gibt es da nicht und deshalb gibt es auch keine Story. Klar ist, man muss kämpfen. Auf etwa 100 Karten entweder gegen Bots oder im Mehrspielermodus, auf den das Spiel klar den Fokus setzt.KnappheitAndere Wege geht man auch im Spieldesign. Anstatt ein paar Gebäude zu bauen, Ressourcen zu sammeln und dann mit einer Armee über die Karte zu fegen, darf man sich in APOX mit den Widrigkeiten beschäftigen, die so eine Vernichtung der Gesellschaft mit sich bringt. Rohstoffe sind knapp und da sind Soldaten nicht ausgenommen.In der Zuflucht, dem Hauptgebäude, sammeln sich die Überlebenden. Aus ihnen rekrutiert man Soldaten, eigentlich unbewaffnete Arbeiter, die andere Gebäude bauen, wie die Kaserne, ein Lazarett, eine Werkstatt usw. Zu den Startgebäuden gehört auch der Schrottplatz, der einmal Altmetall und zum anderen Munition gewinnt. In der Tankstelle wird Treibstoff gewonnen. Zusätzliche Gebäude, wie die Raffinerie und die Munitionsfabrik können auf der Karte erobert werden. Eine Besonderheit gibt es bei den Raffinerien zu beachten, denn man muss lange Pipelines zur Tankstelle bauen, um den Treibstoff in der Heimatbasis nutzen zu können. Mit diesen Grundressourcen rekrutiert man Gewehrschützen, Flammenwerfer-Soldaten, Mörser, Scharfschützen und verschiedene gepanzerte Fahrzeuge, die wie umgebaute Pkw aussehen. Aber auch Verteidigungseinrichtungen wie MG-Nest, Flammenwerferturm oder Panzerabwehr werden damit gebaut. Durch den permanenten Mangel an Personal gibt es kaum mehr als eine Handvoll Einheiten für jeden Spieler. Mehrspieler-KampfIn den verschiedenen Tutorials wird man auf den Kampf vorbereitet. Das Stein-Schere-Papier-Prinzip wird anhand von Beispielen erklärt und vereinfacht so den Einstieg. Für erfahrene Spieler ist das allerdings eher langweilig. Besser wird es dann schon in den Einzelspielermissionen. Von diesen gibt es zwar nur ein paar, sie bieten aber mehr Abwechslung und warten auch mit einer kniffligen Stealth-Mission auf.Das Hauptaugenmerk liegt aber klar in den Gefechten mit bis zu 32 Spielern über das Internet. Hier darf man sich im Deathmatch, Team-Deathmatch oder im Survivalmodus bewähren. Letzteres ist ein Koop-Modus, in dem man Wellen gegnerischer Truppen für 25 Minuten standhalten muss. Im Online-Ranking zählen sogar Spiele gegen oder zusammen mit Bots, was teilweise den geringen Spielerzahlen geschuldet sein könnte. Einen Wermutstropfen stellen auch die noch nicht verfügbaren Karten dar. Viele müssen über sogenannte APOX-Kredite zunächst erworben werden. Auf der anderen Seite erlebt man auf den hinzugekauften Karten nicht viel Neues, sind die Karten doch nur in drei Klimazonen für Sommer, Winter und Wüste eingeteilt. RollenspielelementeAPOX bietet nicht nur profane RTS-Action, sondern hat auch verschiedene Rollenspielelemente im Gepäck. So gewinnen die Soldaten an Erfahrung, tragen Munition und Treibstoff und können andere Waffen aufnehmen. Im Kampf fallen die Soldaten auch nicht gleich nach einem Treffer um. Daneben können sie kriechen und rennen, um feindlichem Beschuss zu entgehen. Dadurch gewinnt das Spiel etwas taktische Tiefe, ohne all zu viele unterschiedliche Einheiten zu verwenden.Die Steuerung der Soldaten ist recht unkonventionell. Zwar können sie mit einfachem Rechtsklick zum neuen Standort bewegt werden, allerdings muss für das Kriechen jedes Mal ein Extrabefehl gegeben werden. Vergisst man das, steht der Herr auf und rennt, wo er nicht hätte rennen sollen. Auch die Kamera bedient der Spieler etwas anders. So kann die Kamera nur mit der Umschalttaste zusammen gedreht werden, was mit etwas Gewöhnung aber gut klappt. Pluspunkte erhält die Bedienung aber für die skalierbare Minimap. Daneben ist die Steuerung grundsolide und nur wenige Macken stören den Spielfluss. Die Menüführung ist allerdings manchmal etwas irreführend. Der Schwierigkeitsgrad ist insgesamt recht knackig. Die Bots können in den Spielen gut gegenhalten, was auch daran liegt, dass man mit den wenigen Soldaten sehr gut haushalten muss und kaum Spielraum für große Manöver hat. TrostlosGrafisch passt APOX absolut zu seinem Szenario. Triste und detailarme Landschaften und Einheiten, schlechte Animationen der Soldaten und wenige Effekte. Das Thema mag zwar gut gewählt sein, ist aber schlecht in Szene gesetzt. Auch wenn das Spielprinzip ganz gut funktioniert, ist es fraglich, ob sich eine genügend große Community um APOX bilden wird.Auch soundtechnisch hat APOX nicht viel zu bieten. Die wenigen Soundeffekte und die monotone Musik lassen kaum Atmosphäre aufkommen. Zudem darf man sich mit einigen Übersetzungsfehlern und überhaupt nicht übersetzten Aufgaben herumschlagen. |
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