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Test: Crysis 2
Vom Inselparadies in die Großstadt. Kann Crytek auch im Big Apple einen Hit landen?
In Crysis ging es in einem Inselparadies gegen fiese Außerirdische zur Sache, die die Welt in Eis hüllen wollten. In Crysis 2 geht es vom Dschungel in den Großstadtdschungel, um diesmal gegen Aliens anzutreten, die die Welt mit tödlichen Sporen verseuchen. Warum die Invasoren ihre Pläne so grundlegend geändert haben, haben wir zwar auch nicht rausfinden können, dafür aber warum Crysis 2 trotzdem ein klasse Shooter geworden ist. Dafür haben wir uns in den neuen Nanosuit gezwängt und durch die Kampagne und den Multiplayermodus geballert.IdentitätskriseDie Solokampagne des Spiels startet mit einem ziemlich dramatischen Einstieg. Wir schlüpfen in die Rolle des Soldaten „Alcatraz“ der an Bord eines U-Bootes grade in die Bucht von New York einfährt. Hier soll er zusammen mit seinen Kollegen humanitäre Hilfe leisten, da in der Stadt eine mysteriöse Ekel-Seuche ausgebrochen ist, die Menschen nach und nach auflöst. Daraus wird jedoch nichts, da das U-Boot von einem unbekannten Objekt angegriffen wird und zu sinken beginnt. Alcatraz und einige andere Soldaten können sich in letzter Sekunde aus dem U-Boot retten, werden jedoch an der Wasseroberfläche von einem bizarren Ufo fast ausnahmslos dahingemetzelt – bis auf Alcatraz der von einer ebenso bizarren wie imposanten Gestalt gerettet wird. Prophet, der augenscheinlich letzte Nanosuitsoldat taucht auf und kann das Ufo nach einer wilden Schießerei letztendlich zum Absturz bringen. Danach schleppt Prophet den schwer verletzten und fast bewusstlosen Alcatraz in Sicherheit. Als die Spielfigur wieder erwacht, ist die Welt eine andere: Wir stecken nun selbst im Nanosuit, während ein paar Meter weiter Prophet mit einem Loch im Kopf tot vor uns liegt. In einer Videobotschaft erklärt er, dass er selbst verseucht war und keine Kraft mehr hatte weiterzukämpfen. Darum hat er sich selbst gerichtet und Alcatraz in den Anzug gesteckt, damit er den Auftrag zu Ende bringen kann. Wichtigstes Ziel ist es zunächst, einen gewissen Dr. Gould ausfindig zu machen. Der könne uns weiterhelfen. Also macht man sich mit seinem neuen Spielzeug auf den Weg ...Vom Dschungel in den GroßstadtdschungelDer augenscheinlichste Unterschied zum Vorgänger ist sicherlich das Szenario, denn ganz Crytek-untypisch spielt Crysis 2 ausschließlich in der Großstadt New York. Das Spiel ist zudem deutlich linearer geworden, bietet aber trotzdem noch relativ große, offene Bereiche und manchmal auch Alternativrouten, mit denen sich Gegner umgehen lassen.Zunächst begegnet man nur menschlichen Söldnern der C.E.L.L. Dabei handelt es sich um eine paramilitärische Einheit, die im Auftrag der Biotechnikfirma Crynet hinter dem Nanosuit her ist und absolut skrupellos zu Werke geht. Um sich die Gegner vom Leib zu halten, stehen dem Spieler etwa 20 verschiedene Waffen zur Verfügung, die man teils schon aus dem Vorgänger kennt und lediglich ein wenig anders aussehen: das altbekannte SCAR ist wieder mit dabei, ebenso wie diverse Pistolen, Maschinengewehre, Schrotflinten und der brachiale Raketenwerfer. An einigen Stellen kann man sogar stationäre schwere MGs aus ihrer Halterung reißen und damit ordentlich aufräumen. Im späteren Spielverlauf bekommt man auch ein paar Fantasieknarren in die Hand: das K-Volt z.B. verschießt elektrisch geladene Projektile, die dem Nanosuit Energie entziehen. Die ist auch gegen die später auftauchenden Aliens mit Energieschutzschirmen sehr wirkungsvoll. Dann gibt es da noch eine Art Mikrowellenwaffe, die die Außerirdischen effektvoll in ihren Anzügen zerplatzen lässt. Man denke nur an den berühmten Hamster in der Mikrowelle. Alle Knarren lassen sich zudem wieder mit diversen Aufsätzen und Erweiterungen wie Reflexvisier, Laserpointer oder Schalldämpfer den eigenen Vorlieben anpassen. Dreh- und Angelpunkt ist allerdings der Nanosuit, der uns einige Spezialfähigkeiten verleiht, zumindest solange die Anzugenergie reicht, die sich beim Nutzen der Fähigkeiten verbraucht. Zum Glück regeneriert sie sich aber auch schnell wieder. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wirkt der Nanosuit in Crysis 2 allerdings etwas abgespeckt. Es gibt im Prinzip nur noch zwei Hauptfunktionen, die sich standardmäßig mittels der Tasten Q und E aktivieren lassen. Maximum Strenght und Maximum Speed wurden gestrichen. Stattdessen muss man für Sprints nur noch die Shift-Taste gedrückt halten. Mittels V-Taste lassen sich zudem z.B. Autos durch die Gegend kicken, was allerdings sofort die komplette Energie verbraucht. Übrig geblieben sind Maximum Armor (Taste Q), welche uns vor Fallschaden und gegnerischen Projektilen schützt und das Tarnfeld (Taste E) welches einen predatormäßig fast unsichtbar macht, sodass man von den Gegnern nicht mehr gesehen wird. In diesem Zustand ist es auch relativ einfach, sich von hinten anzuschleichen und Feinde mit einer gezielten Nahkampfattacke auszuschalten. Zusätzlich kann man mit der Taste N eine Art Thermalsicht, genannt „Nanovision“ einschalten, die uns im Dunkeln sehen lässt und Gegner farblich hervorhebt. Übrigens sehr nützlich im Multiplayermodus. Als letztes gibt es noch die Visorsicht, die mittels B aufgerufen wird und die Gegend nach Gegnern, Munitionsdepots und missionsrelevanten Zielen abscannt. |
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