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Test: Die Sims Mittelalter
Muss das Spiel an den Pranger, oder werden Barden Lieder über seine Heldentaten singen?
Widerspenstige Untertanen an den Pranger stellen und mit faulen Eiern bewerfen, durch Spottgedichte einen Bauernaufstand anzetteln, Patienten zur Ader lassen und mit Blutegeln verarzten, der Gemeinde ewige Verdammnis androhen – mit dem richtigen Beruf kann man im Mittelalter jede Menge Spaß haben. Doch nicht nur das Setting und Karrieren wie Herrscher, Barde, Medicus und Priester bringen jetzt frischen Wind in die nach landläufiger Meinung recht überstrapazierte Marke. Nicht alle Neuerungen und Änderungen werden bei eingefleischten Die Sims-Fans auf Gegenliebe stoßen, warum der Ableger trotzdem eine Zeitreise wert ist, soll der folgende Artikel klären.Unser Land soll schöner werdenDas Ziel des Spiels besteht darin, ein blühendes Königreich (dem ein eigener Name verpasst werden darf) zu erschaffen, indem man die besonderen Fähigkeiten von insgesamt zehn, im Laufe der Zeit freigeschalteten Personen bzw. Berufen nutzt. Begonnen wird stets mit dem Monarchen, dessen erste Schritte auch gleich das Tutorial darstellen. Zuvor darf jeder Hauptcharakter aber erstmal mit serientypischen Werkzeugen an die Vorstellungen seines Lenkers angepasst werden. Faulpelze geben sich mit per Zufallsgenerator zusammengewürfelten Exemplaren zufrieden, alle anderen toben sich bei Frisuren, Feinheiten der Gesichtszüge, Statur, Kopfbedeckungen, Kleidern samt Färbung und ähnlichen Details aus.Neben diesen rein optischen Einstellungen wären da noch die auch spielerisch relevanten „Merkmale“ auszuwählen. Jeder Sim besitzt zwei dieser Eigenschaften sowie eine „Größte Schwäche“, jeweils verbunden mit passenden Interaktionsmöglichkeiten in späteren Treffen mit anderen Figuren. So kann man als Scherzkeks z.B. bestimmte Witze auf Zuhörer loslassen, erfreut sich als ungepflegter Sim an den in der Epoche bekanntlich eher mauen hygienischen Zuständen, kann besonders gut feilschen, hat an manchen Tagen nur Pech oder muss Lastern wie dem Glücksspiel frönen. Konzentrier dich!Quests sind für die Reihe zwar kein völlig neues Feature und kamen etwa schon beim Reiseabenteuer -Addon zum Einsatz, in Die Sims Mittelalter haben sie aber einen ganz anderen Stellenwert und geben dem ganzen Spiel einen Rahmen. Durchs Abschließen der Aufgaben erhält man unter anderem so genannte Königreichsspunkte, durch die in der Übersicht des kleinen Ländchens neue Gebäude und die damit verbundenen Berufe erworben werden. Außerdem erhöht sich der Wert des Territoriums in den vier Bereichen Wohlbefinden, Sicherheit, Kultur und Wissen – ein niedriger Sicherheits-Level hat beispielsweise zur Folge, dass Banditen die Einwohner terrorisieren, mit viel Wissen vergrößert sich die Ausbeute an Erfahrungspunkten für aktive Sims, was wiederum weitere Fähigkeiten verfügbar werden lässt. Abseits der Gebietskarte kontrolliert man den aktuellen Sim wie gewohnt durch Mausklicks auf den Zielort bzw. entsprechende Befehle bei benutzbaren Gegenständen und ansprechbaren Charakteren. Was Kennern hier sofort ins Auge sticht, sind die abgespeckten Bedürfnisse. Sim-Bändiger müssen diesmal lediglich Hunger und Energie ihrer Alter Egos beobachten, so dass mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens bleibt. Trotzdem kann es manchmal nerven, wenn der Sim gerade eine Aufgabe zu erledigen hat und sich erstmal dringend was zwischen die Kiemen schieben muss. |
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