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Test: Anomaly: Warzone Earth

Tower Defense mal andersrum
 Anomaly: Warzone Earth
Spätestens seit Plants vs. Zombies hat es ein relativ junges Sub-Genre der Echtzeitstrategie geschafft, sich vom Underdog zu einer ernstzunehmenden Sparte zu entwickeln: die Rede ist von den Tower-Defense Games. Das Prinzip wurde in einem Community Projekt als Mod von Warcraft 3Weitere Infos soweit perfektioniert, das über kurz oder lang etliche gewerbliche Softwarefirmen das Spielprinzip übernahmen, und zahlreiche eigene Ableger produzierten.
Die polnischen Entwickler 11bit Studios wollten nicht nur weiter am Gameplay feilen, nein sie haben es gleich komplett umgekehrt. Das Ergebnis haben wir heute vor uns liegen. Anomaly: Warzone Earth ist ein Tower-Attack Game.

Aliens müssen wieder mal herhalten

In einer nicht sehr weit entfernten Zukunft beschert der Weltpolizei USA ein UFO-Absturz heftige Magenschmerzen. Seitdem sich ein Raumschiff mitten in Bagdad in die Erde gebohrt hat, passieren im Umland der Stadt rätselhafte Veränderungen. Eigenartige, turmähnliche Gebilde wachsen wie aus dem Nichts aus dem Boden, und lassen keinen Stein auf dem anderen. Natürlich fruchten diplomatische Bemühungen in keinster Weise und nach einem fünfminütigen Intro befindet man sich auch schon im Krieg und damit mitten im Spiel. Im Laufe der Kampagne klappert man Bagdad und Tokio ab und erfährt nach und nach, was es mit der Invasion auf sich hat. Maximal 14 Stunden ist man mit der Kampagne beschäftigt. Danach besteht noch die Möglichkeit in beiden Städten eine Art „Überlebe so lange du kannst“ Modus zu spielen.

Das Tower-Attack Prinzip

Der Spieler selbst wird in die Rolle eines Onfield Commanders versetzt. Das ist die einzige Einheit im Spiel, die die Karte frei begehen darf. Jeder Anführer braucht natürlich einen Trupp, den er kommandieren kann, und der besteht, abhängig von der jeweiligen Mission, aus zwei bis sechs Fahrzeugen. Ziel in jeder Mission ist es, unseren Fuhrpark von einem Ausgangspunkt zum jeweiligen Landingpoint zu dirigieren, mit möglichst wenig bis gar keinen Verlusten. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, gibt es zwei Spielebenen. Zum einen die Übersichtskarte für die Routenplanung. Hier wird festgelegt, welche Abzweigungen der Konvoi nimmt, um sein Ziel zu erreichen. Die Route will sorgfältig geplant sein, denn ein Stehenbleiben oder gar Rückwärtsbewegen ist nicht drin. Die Einheiten im Konvoi fahren stur die abgesteckte Route und nehmen dabei automatisch alles aufs Korn, was ihnen vor die Flinte kommt.
Besonders gefallen können die dynamischen Ereignisse während des Spiels. So blockieren schon mal umgefallene Bäume die Straße, und veranlassen einen permanent die geplante Strecke zu überdenken. Das geht dank der sehr direkten und einfachen Steuerung tadellos von der Hand.
Türme, überall Türme!Der RTS-Bereich ist die zweite wesentliche Spielebene. Hier begleitet der vom Spieler gesteuerte Commander im Idealfall seine blechernen Gefährten und kann mit Spezialfähigkeiten ins Geschehen eingreifen. Unter anderem repariert er beschädigte Fahrzeuge, legt Köder aus, die das Feuer auf sich ziehen, wirft Rauchbomben, um Feinde die Sicht zu vernebeln und dergleichen mehr. Wie etwas weiter oben bereits erwähnt, bauen die Invasoren Türme in verschiedensten Variationen, und versuchen so nach und nach Territorium einzunehmen. Im Regelfall gilt es diese zu zerstören, wer etwas Hirnschmalz investiert, kann einer Übermacht in den meisten Fällen auch aus dem Weg gehen. Wie im Genre üblich besitzt jeder Geschützturm bestimmte Schwachstellen, die - wenn bei der Routenplanung bedacht - das Durchkommen sehr erleichtern.
Um Abwechslung ins Spiel zu bringen, haben die Designer eine wirtschaftliche Komponente eingebaut. In den Levels sind Rohstoffe eingezeichnet, die es aufzusammeln gilt. Diese füllen die Geldbörse und werden zur Erweiterung des Fuhrparks oder zur Aufwertung bestehender Fahrzeuge eingesetzt. Leider werden aufgewertete Einheiten nicht in die nächsten Missionen übernommen.

Technik

Warzone Anomaly Earth ist eines der Spiele, wo die Grafik ganz schnell in den Hintergrund rückt. Schon nach einigen Minuten, wenn man unter Beschuss von fünf Towern steht, die zentrale Spielfigur zu weit weg vom Geschehen ist, hat man alle Hände voll zu tun, sich möglichst verlustfrei durchs Geschehen zu manövrieren. Nur selten bietet das Spiel Gelegenheit zum Verschnaufen, wer nicht permanent Herr der Lage ist, hat schon verloren. Deshalb stört es nicht im geringsten, das die Grafik, speziell der Grafikstil, durch und durch gewöhnlich daherkommt. Zwar werden etliche Unschärfeeffekte sowie ein kalter technischer Look eingesetzt, das alles versprüht aber kein wirkliches Flair.
Die Musik verhält sich unauffällig im Hintergrund und geht als durchschnittlich und nervenschonend durch. Zu gefallen weiß die englische Sprachausgabe, die mit deutschen Untertiteln aufwartet. Das Hauptquartier und der Onfield Commander liefern sich stellenweise richtig lustige Dialoge.
Screen 1
Einer meiner Tanks innerhalb eines Schutzfeldes
Screen 2
Drei Türme stürzen sich auf ein Fahrzeug
Screen 3
In der Planungsphase
Screen 4
Ein kritischer Punkt
Screen 5
Sechs gegen Drei
Screen 6
Eine der leichten Missionen

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Anomaly: Warzone Earth

Packshot
3D-Echtzeitstrategie
von 10tacle Studios
USK-Freigabe keine Angabe
PCApril 2011 (Steam)

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
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News zum Spiel

02.08.11
PC
Steam: Anomaly: Warzone Earth vorübergehend für 3,33 Euro
10.04.11
PC
Demo zu Anomaly: Warzone Earth bei Steam
08.04.11
PC
Im Test: Anomaly: Warzone Earth

Letzter Trailer zum Spiel

Trailer-Bild
Gameplay (2:08)

 
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